05 Dezember 2015

Tag 19-21: Ilha Grande

Reaktionen: 

Nun schon die Anreise zur Insel gestaltete sich interessant. Eigentlich nur eine kurze Fahrt, weshalb wir den ausnahmsweise sonnigen Morgen noch für ein paar Bilderbuchfotos in Parati, nutzen konnten. Dann ein wenig Bus fahren und dann umsteigen aufs Schnellboot. Leider waren wir sehr früh an der Ablegestelle, deshalb mussten wir dort fast 2 Stunden totschlagen. Zunächst waren wir dort die einzigen Passagiere, aber nach und nach trudelten immer weitere ein, unter anderem auch eine deutsche Reisegruppe von Papaya Tours. Aber das war uns ja egal. Wir hatten es uns in unseren Ecken gemütlich gemacht und vertrieben uns die Zeit. Bis dann der Moment der Abfahrt kam. Plötzlich waren wir die letzten in der Schlange zum Einsteigen und das Boot wurde vor uns immer voller und voller. Es kam wie es kommen musste: erst wollten sie uns nicht mehr drauf lassen, dann haben wir uns mit unserem Gepäck noch drauf gequetscht, dann sollten wir unter heftigen Diskussionen wieder von Bord gehen. Aber Mama Siri hat uns nicht im Stich gelassen und für uns wie eine Löwin gekämpft. Wir blieben auf dem Boot und kamen endlich auf der Insel an. Es ging wohl auch darum, ob das Boot überladen sei oder nicht und mindestens eine Reisende der Papayagruppe hat uns wohl schon sinken sehen, aber ehrlich, das war lächerlich.

Vor Ort habe ich an beiden Tagen Bootstouren gemacht. Tour 1 entpuppte sich als Schnorchelausflug, der allerdings überraschend gut war. Wir haben Delphine gesehen, eine Schildkröte und wirklich viele, auch ungewöhnliche Fische. Leider fing es auf der zweiten Hälfte der Tour an zu regnen und dann wurde es auf dem Schnellboot richtig kalt. Natürlich hatten wir dafür nicht das richtige zum Anziehen dabei und zu diesem Zeitpunkt war eh schon alles nass oder zumindest feucht. Tag 2 war dann eine Strandtour - einmal rund um die Insel zu den berühmten Stränden. Sehr sehr schön. Leider musste man an 2 der 4 Stopps an Land schwimmen, weshalb es von dort leider keine Fotos gibt. Aber zum Glück war an diesem Tag das Wetter wieder besser. Schöne kleine Anekdote am Rande: der Argentinier und der Brasilianer neben mir haben sich eine ganze Weile über alle Aspekte des brasilianischen und des argentinischen Fußballs unterhalten (und ich konnte sogar einigermaßen folgen), bis ihnen einfiel, dass da noch ein Deutscher mit an Bord ist. Im folgenden viel häufig die Floskel 7 zu 1, vor allem wenn ich nach einer bösen Welle wieder mal hart auf den Sitz geworfen wurde, und es wurde im Spass damit gedroht  mich über Bord zu werfen. Sehr nette Jungs waren das.  Souvenir der beiden Tage: Sonnenbrand an Rücken, Beinen und vor allem an den Geheimratsecken und ein verspannter Nacken.

Zum Abschied am Abend gabs dann genau wie zum Einstieg nochmal Dinner und Maracuja-Caipis am Strand. So lässt es sich aushalten.

Tchau!

Keine Kommentare: