14 November 2010

Weltliteratur

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durch meine Gewohnheit, vor einer Reise immer Literatur von dem und am besten auch über das Reiseziel zu lesen stolpere ich doch immer wieder über Autoren von Rang und Namen.

So habe ich vor und während Peru Romane von Vargas Llosa gelesen, die mich allerdings nicht gerade dazu veranlasst haben nun seine gesammelten Werke zu verschlingen. Trotzdem wurde er 2010 dann mit einem bekannten schwedischen Preis ausgezeichnet.

Vor Bali habe ich indonesische Literatur gesucht und bin auf Pramoedya Ananta Toer gestoßen. Wie den kennt ihr nicht? Den kennt doch jeder! Immerhin laut Buchcover "ein Autor von Weltrang" und laut Klappentext seit Jahren "Kandidat für den Literatur-Nobelpreis". Nun, der Roman den ich gelesen habe ist der erste einer Trilogie und bis jetzt habe ich Teil 2 und 3 nicht bestellt, das sagt wohl alles.

In diesem Jahr nun stieß ich in einem der vielen "Halber-Preis-Taschenbuch-Läden" in München (genauer, "Buch und Töne" in der Weißenburger Str., sehr netter Laden, absolut empfehlenswert) auf ein Buch, das auf Mauritius spielt und von einem gewissen J.M.G. Le Clézio geschrieben wurde. Der Sticker auf dem Cover wies darauf hin, dass auch dieser Herr schon besagten schwedischen Preis gewonnen hat, was mich, neben dem günstigen Preis, doch glatt zum Kauf des Buches veranlasst hat.

Ich quäle mich nun also aktuell durch "Der Goldsucher" und heute beschloss ich, dass es doch an der Zeit ist, den Herrn Le Clézio mal zu googeln. Es stellte sich heraus, dass er neben der französischen auch eine mauritianische Staatsbürgerschaft besitzt, dass laut spiegel.de die schwedische Akademie ihre Wahl 2008 unter anderem mit den Worten erklärte "Le Clézio hat ein großes Autorenwerk im klassischen Sinne präsentiert. Mit mehr als 40 Werken steht es ungeheuer stark da." und dass Fr. Löffler, ihres Zeichens angesehene Literaturkritikerin, gemäß der selben Quelle über die Auszeichnung Le Clézios sagte sie sei "einigermaßen bizarr" und seine Romane durch "Monotonie und Langweiligkeit" gezeichnet. Nun, jetzt, wo ich ungefähr die Hälfte des Buches gelesen habe, muss ich ihr dabei leider Recht geben. Dabei war die Beschreibung der Landschaft auf Mauritius schon toll und hat auch Lust auf die Insel gemacht. Nur a weng lang war sie halt.

Also wieder ein Nobelpreisträger, den ich von der Liste der noch zu lesenden Autoren streichen kann. Mal sehen welche Preisträger das nächste Urlaubsland so zu bieten haben wird.

Guats Nächtle.

04 November 2010

Urlaubszeit

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boah, langsam hatte ich schon keinen Bock mehr. Ständig dieselben Daten in irgendwelche Flugsuchmaschinen und Pauschalreiseportale eingeben, nur um dann von den total begeisterten und den furchtbar enttäuschten Kommentaren endgültig verwirrt zu werden, das macht einfach keinen Spaß.

Eigentlich wollte ich ja in die Karibik. Aber scheinbar läuft das dort nicht so simpel ab, wie ich mir das vorgestellt habe. Die Karibik ist anscheinend kein Backpacker-Paradies, wo man sich nur in den Flieger setzt und sich dann vor Ort seine Palmenhütte aussucht, sondern doch eher ein hochpreisiger Pauschal- und Kreuzfahrer-Ziel. Und so gerne ich auch auf Lisbeth Salanders Spuren in Grenada und Saint Lucia gewandert wäre, auf kompliziert hatte ich einfach keine Lust. Und auf 23 h Reisezeit nach St. Lucia inkl. vieler Stunden und einer langen Nacht am Londoner Flughafen bei der Hinreise, darauf hab ich noch viel weniger Lust.

Stattdessen wird es jetzt ein 4 Sterne Hotel auf Mauritius, dass mir wärmstens von Bekannten meiner Eltern empfohlen wurde. Hauptsache Strand und Palmen, Sonne und Zuckerrohrfelder.


Mauritius auf einer größeren Karte anzeigen

und außerdem komme ich auf diese Weise doch noch nach Afrika. Wieder ein Kontinent, den ich theoretisch abhaken könnte.

in 20 Tagen geht's los. Endspurt.

Guats Nächtle

10 Oktober 2010

Regeneration

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Zum Abschluss des großen Marathon-Specials der letzten Posts gibt's heute noch was zum Thema Erholung.

Allem voran möchte ich stellen, dass ich tatsächlich seit Donnerstag wieder schmerzfrei bin. Der Muskelkater, der mich drei Tage lang gezwungen hat, die Treppen zu meiner Wohnung rückwärts hinunter zu laufen, wenn ich das Haus verlassen wollte, ist vergangen.

Trotzdem heißt das wohl nicht, dass damit alles wieder gut ist. Angeblich richtet so ein kleiner 42 km Lauf erhebliche Schäden vor allem in der Muskulatur an, deren Heilung ausreichend Zeit bedarf.

Laut meinem Mentor Achim Achilles soll es eine Faustregel geben, die besagt, dass man nach dem Marathon für jeden gelaufenen km einen Tag zur Regeneration einplanen sollte.

Regeneration heißt aber zum Glück nicht, dass ich jetzt 6 Wochen auf dem Sofa sitzen muss. Mann soll nur den Trainingsumfang reduzieren, die Intervalltrainings zurück schrauben und nicht unbedingt gleich den nächsten Lauf einplanen. Und damit kann ich leben.

Nur ganz verzichten wäre eine Schande. Schließlich ist zur Zeit das aller schönste Herbstwetter überhaupt und nichts geht über einen kleinen Herbstlauf an der Isar. Wirklich super. Buntes Herbstlaub, blauer Himmel und das Isarwasser ist gerade so klar, dass man jedes Steinchen am Grund zählen kann. Will sagen, die ersten beiden locker leichten Trainingseinheiten habe ich schon wieder hinter mir. Denn schließlich ist nach dem Marathon nur vor dem nächsten Lauf.

Guats Nächtle.

05 Oktober 2010

Finisher!

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Am Wochenende war ich in Köln. Und zwar in erster Linie um die wunderbare Familie O. zu besuchen, was ich schon ganz lange versprochen und immer wieder hinausgezögert hatte. Es war auch wirklich sehr sehr schön. So schön, dass ich ‘s ganz schön schade finde, dass Köln so weit weg ist. Jedenfalls war die kleine, 14-monatige N. eine ganz charmante Unterhalterin und die Eltern auch herrliche Gastgeber. Pension mit Halbpension und guten KVB Anschluss. Voll und ganz zu empfehlen!

Der andere Anlass, warum ich ausgerechnet dieses Wochenende in Köln war, war der 14. Köln Marathon, der am Sonntag stattfand. Diesen Lauf hatte ich mir im Sommer für meine Marathon Premiere ausgesucht, weil er mir wegen der tollen Atmosphäre wärmstens empfohlen wurde.

Als der Tag dann näher rückte, war ich erstaunlich gelassen. Ich wusste ja, dass die Vorbereitung zwar erst wegen der Knochenhaut und später wegen der Fußgeschichte nicht optimal war, aber doch ganz gut verlaufen ist und das hat mich doch einigermaßen ruhig schlafen lassen. Dass ich mein Minimalziel unter 4 Stunden zu bleiben erreichen würde, daran hatte ich eigentlich gar keine Zweifel, aber andererseits machte ich mir auch vorher schon klar, dass ich schon allein aufs ins Ziel kommen stolz sein könnte.

Am Morgen des Laufs packte ich dann meine Sachen zusammen, frühstückte das gewohnte Müslifrühstück und begab mich bequem zur Kleiderabgabe. Bei der kleinen Einlaufrunde fühlte ich mich zunächst noch richtig schwerfällig, allerdings wusste ich auch, dass ich generell mindestens 3-4 km brauche, um überhaupt einigermaßen in Schwung zu kommen und Selbstzweifel habe ich mir an dieser Stelle einfach verboten. Glück hatte ich dann bei der Startaufstellung. Die Läufer wurden gemäß ihrer zuvor gelaufenen Referenzzeiten in Startblöcke eingeordnet, die dann zeitversetzt starten durften. Da ich ja keine Referenzzeit vorzuweisen hatte, musste ich natürlich in einem der letzten Startblöcke starten. Dort allerdings habe ich es geschafft fast ganz vorne zu stehen. Als mein grüner Block dann also 20 Minuten nach den ersten Läufern auch endlich starten durfte, hatte ich vor mir eine fast völlig freie Bahn.

Die ersten 5 km waren nicht weiter spannend. Schön war die von vielen Zuschauern gesäumte Strecke, allerdings war mir das am Anfang noch nicht so wichtig. Kurz nach dem Start gleich ein „Du schaffst es“ zu lesen, beruhigt einen nicht unbedingt. Auf den ersten Kilometern habe ich eigentlich nur versucht locker rein zu kommen und vor allem nicht zu schnell zu laufen. Meine Rennstrategie hätte mir ein angenehmes 6 min pro km Tempo erlaubt. Aber wie das so ist, die Strecke ist frei, die Zuschauer feuern an, man will sich ja auch keine Blöße geben…. Ich bin also die ersten 5km in 27:08 min gelaufen. Etwas schneller als geplant, aber nun gut. Hatte auch was damit zu tun, dass ich vom langen Warten im Startbereich, bei Temperaturen um 20°C und strahlendem Sonnenschein, schon nach dem ersten km das dringende Bedürfnis nach dem ersten Becher Wasser hatte, und den gab es eben am Versorgungsstand bei km 5. Verpfegung gab’s dann noch an vielen Punkten im Rennen, meist leider nur Wasser oder Tee, was ich sehr schade fand. In Dresden gab’s letztes Jahr fast immer auch was isotonisches zu trinken. Das gute am Wasser ist allerdings, dass man es sich auch problemlos über Kopf und T-Shirt schütten kann, wenn’s in der Sonne zu warm wird.

Die zweiten 5 km gingen ungefähr in dem Tempo weiter. 26:42 min. Also immer noch etwas unter Plan, der 5:30 min/km für den Streckenabschnitt vorsah, der aber auch sehr vorsichtig angelegt war.

Die folgenden 3 Streckenabschnitte waren in der Rückschau wahrscheinlich die Abschnitte, die vielleicht sogar ein noch besseres Ergebnis verhindert haben. Die nächsten 10 km bin ich nämlich in glatten 5 min/km gelaufen, die folgenden 5 in 5:10 min/km. Eigentlich ging das auch ganz locker. Ich fand immer wieder Läufer, die mir ein Stück weit als Tempomacher dienten allen voran ein Zweiergespann, dass ganz gekonnt sein Tempo hielt.

Im 6. Abschnitt kam dann allerdings der Rückschlag. Zwischen km 27 und 28 habe ich gemerkt, dass die Oberschenkel sauer werden. Ich schätze, dass war das Tribut für die doch relativ schnellen 15 km davor. Eigentlich habe ich in dem Moment schon langsam die Felle davon schwimmen sehen. Ich habe zwar noch gehofft, dass irgendein wundersamer Effekt das Laktat aus dem Muskel zaubert und alles wieder locker macht, aber innerlich eingestellt habe ich mich da schon auf einen langen Kampf, immer langsamer werdende Kilometerzeiten und am Ende vielleicht sogar befürchtet, dass es vielleicht irgendwann nicht weitergeht. In dem Streckenabschnitt ist dann auch mit zweier Grüppchen auseinander gebrochen. Das führte leider dazu, dass derjenige, den ich schon vorher ganz klar als den schnelleren und fitteren identifiziert hatte, plötzlich keine Rücksicht mehr auf seinen Laufkumpel nehmen musste und auf und davon gezogen ist. Ich bin zwar trotz schmerzender Schenkel noch etwas an ihm dran geblieben, aber schließlich hab ich ihn dann doch ziehen lassen. Überraschenderweise, und obwohl die folgenden km wirklich keinen Spaß mehr machten und wirklich in Quälerei ausarteten, hab ich es irgendwie tatsächlich geschafft ein ziemlich gutes Tempo konstant weiter zu laufen. 5:20 min/km in Abschnitt 6 und 7. So hat es sich zu diesem Zeitpunkt im Rennen wirklich nicht mehr angefühlt. Lustigerweise habe ich irgendwo um km 32 sogar einen Typen überholt, der mit mir am Anfang der grünen Gruppe gestartet war, und der mir dann kurz nach dem Start davon gezogen war.

Solche Wiedererkennungsmomente gab’s mehrfach. Vor allem noch mit einer weiteren Zweiergruppe. Die beiden hatten ein T-Shirt an mit der denkwürdigen Aufschrift: „lächelnd durchs Ziel“. Zum ersten Mal habe ich die überholt, als die Schmerzen noch relativ frisch waren und ich dachte mir nur „schön wär’s“. Irgendwann im 8. Streckenabschnitt, ich schätze mal kurz hinter km 35 haben die mich dann wieder überholt. Ich blieb aber dran, hab zurück überholt und bin wieder vorne weg gelaufen, ein paar km später dann das gleiche Spiel noch mal. Am Ende war ich wenigstens vor Ihnen im Ziel auch wenn ich beim Zieleinlauf bestimmt nicht gelächelt habe.

Die letzten 7 km waren dann wirklich noch mal harter Kampf. Mehrmals hab ich mir gedacht, dass gehen doch jetzt ne schöne Alternative wäre, aber jedes Mal hab ich mich noch mal überwunden weiter zu laufen. Auch, weil ich wusste, dass ich, wenn ich mal damit anfange, nicht mehr ins laufen kommen werde. Das war nach den erzwungenen Gehpausen an den Verpflegungsständen schon schwer genug. Auch als klar war, dass ich das Minimalziel, unter 4 h zu bleiben vermutlich auch gehender Weise schaffen würde, war mein Stolz dann doch zu groß, um locker zu lassen. Außerdem half da tatsächlich das Publikum ganz enorm. Wenn von der Seite irgendwelche wildfremden Menschen „auf geht’s Fox“, „Du schaffst das Fox“ rufen, weil Sie Deinen Namen von Deiner Startnummer ablesen und Dich persönlich anfeuern, dann pusht das tatsächlich viel mehr, als ich das vorher gedacht hätte. Auch auf diesen letzten 7 km bin ich, kaum zu glauben, aber wahr, tatsächlich nicht wesentlich langsamer geworden. Tatsächlich habe ich mir am Ende sogar noch einen kleinen Endspurt mit einem fiesen kleinen Wiesel geliefert, der kurz vor Schluss meinte, er könnte jetzt noch mal an allen vorbei laufen. Aber nicht ohne Gegenwehr. Gemeinerweise dachte ich am Schluss ich hätte ihn wieder abgehängt, bevor er auf den letzten Meter doch noch mal vorbeigesprintet ist. Aber egal. Endzeit deutlich unter 3:45h.

Im Ziel war ich jedenfalls völlig am Ende. An Nahrungsaufnahme war kaum zu denken, obwohl ich wusste, dass das dringend notwendig war. Aber kurz nach dem Zieleinlaufen musste ich meinen Magen erstmal eine Weile darauf vorbereiten. Auf einmal spürte ich dann auch, dass nicht nur die Oberschenkel weh taten, sonder auch der Rücken. Aber an die Umsetzung der Idee, mich irgendwo hinzusetzten und den Rücken an die Wand anzulehnen war überhaupt nicht zu denken. Ich hab meinen Hintern keine 5 cm Richtung Boden bekommen, da geboten die Oberschenkel schon dem Versuch einhalt. Was auch gut war, denn wahrscheinlich wäre ich sonst nie wieder hoch gekommen! Die Waden haben übrigens wärend und nach dem Rennen kaum Probleme bereitet. Ich schätze das lag auch an den Kompressionsstrümpfen.

Heute, am Tag danach leider ich übrigens immer noch. Vor allem beim Treppen steigen. Runter geht eigentlich fast nur rückwärts. Muskelkater spüre ich mittlerweile aber nicht mehr nur an den Oberschenkeln, sondern auch an Wade und Schienbein und interessanterweise auch an Bauch und Rücken. Und auch der zuvor schön mekernde Fuß meldet sich wiede zu Wort, aber nicht weiter lautstark. Und Muskelkater vergeht wieder. In der Zwischenzeit werde ich bei jedem Schritt von meinem Körperchen an die Leistung vom Wochenende erinnert und das ist eigentlich auch ganz gut so.

So. Das war jetzt viel ausführlicher als ich das geplant hatte. Quasi auch ein kleiner Marathon für den Leser. Allerdings hat der geneigte Leser den Vorteil, sich die Lektüre in mehrere Etappen einteilen zu können und eine Zeitmessung erfolgt bei mir auch nicht. Aber wärs bis hierhin mit dem Lesen geschafft hat, der hat die Ziellinie jetzt auch schon vor Augen.

Auf geht’s Leser, Du schaffst es!!!!

Guats Nächtle.

04 Oktober 2010

Resultate

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Geschafft! Minimalziel deutlich unterboten!

Endzeit: 3:42 h
Kalorienverbrauch: 3038
durchschnittliche Herzfrequenz: 170, maximal: 197 (beim Überqueren der Ziellinie9
Rennverlauf: Quälend. dazu demnächst mehr.
Wetter: heftig heiß.
Stimmung: sehr nett.

vorherrschender Gemütszustand: stolz
Physis: Schmerzen. v.a. im Oberschenkel und v.a. beim Treppen runtergehen. aua.

Köln: Sehr schöner Besuch bei Familie O. Danke für den Rund-um-Service!!


Fortsetzung folgt.

Guats Nächtle

30 September 2010

Endspurt

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Tage bis Marathon: 2,5
Gesundheitszustand: beinahe topfit
Trainingsstand: zufriedenstellend. wenn die 2 Wochen Trainingspause nicht gewesen wären, würde ich sagen, perfekt. So bin ich jetzt trotzdem leicht verunsichert.
Ausrüstung: gepackt. und zwar alles. Für Regen, Wind, Sonne, Kälte, Hitze: alles dabei. Man weiß ja nie. Dem Wetterbericht kann man ja auch nicht mehr trauen.
Anspannung: noch im normalen Bereich.

Guats Nächtle

27 September 2010

Countdown

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Tage bis Marathon: 5,5
Gesundheitszustand: Fuß fühlte sich heute toll an. Ich dachte, ich hätte die Entzündung besiegt. Dann war ich heute laufen. Jetzt ist der Schmerz wieder da. Mist.
Trainingsstand: zufriedenstellend. Die 11 km heute waren allerdings auch kein hinreichender Formtest.
Ausrüstung: gewaschen und getrocknet.
Anspannung: ansteigend

26 September 2010

Tik Tak

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noch eine Woche bis zum Marathon, langsam steigt die Anspannung.

Immerhin schmerzt der Fuß nicht mehr. Das könnte allerdings auch an den Entzündungshemmern liegen, die ich jetzt doch in Tablettenform schlucke und die nebenbei natürlich auch als Schmerzmittel Verwendung finden. Aber ich möchte glauben, dass nicht nur der Schmerz sondern auch die Ursache dafür erfolgreich bekämpft werden.

Nächste Woche werde ich mich vermutlich sogar wieder auf ein paar kurze Trainingseinheiten auf die Laufstrecke wagen. Die letzten beiden Wochen hatte ich mir ja eine strikte Laufpause verschrieben und das Training stattdessen auf den Heimtrainer verlegt - bzw. auf den Cross-Trainer. Mitte der Woche durfte ich mich nämlich 2 Tage lang in Frankfurt fortbilden und wie jedes Hotel, das was auf sich hält, hatte auch dieses einen kleinen Fitnessraum. Selbiges zeichnete sich allerdings weniger durch seine Geräte aus als durch die Aussicht.



Da macht das Training doch Spaß, obwohl ich zugeben muss, dass ich irgendwann doch lieber in den Fernseher geguckt habe, als aus dem Fenster.

Jedenfalls:
Tage bis Marathon: 7
Gesundheitszustand: auf dem aufsteigendem Ast
Trainingsstand: zufriedenstellend
Ausrüstung: vollständig (habe auch endlich die guten Kompressionsstrümpfe von CEP)
Anspannung: ansteigend


Guats Nächtle

19 September 2010

Rückschläge

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Heute in 2 Wochen ist der Köln Marathon. Also Endspurt in der Vorbereitung. Eigentlich wird mit dem heutigen Tag das "Tapern" eingeleitet. Das ist die Phase vor dem Rennen, in der das Trainingspensum deutlich herunter geschraubt wird, damit sich das arme geschundene Körperchen von den Strapazen der letzten Wochen erholen kann.

Ich habe mit dem Tapern schon diese Woche begonnen. Gezwungenermaßen. Nachdem ich vorletzte Woche noch toll trainiert habe und am letzten Wochenende den 3,5h Lauf sogar in den vollen Terminkalender zu Hause integriert habe, schmerzte in dieser Woche der Fuß. Genauer, der Fußrücken. Leider hilft das ganze Voltaren-Geschmiere bislang fast überhaupt nicht. Der Schmerz ist nur wenig besser geworden.

Recherchen im Netz waren auch eher unergiebig. Zuerst bin ich nur in irgendwelchen Medizinforen gelandet. Zum Glück bin ich kein besonderes großer Hypochonder, denn was ich da so gelesen hab, klang eher nach Amputation als nach Salbenverband. Ganz unbekannt scheint der Schmerz aber auch in den verschiedenen Laufforen nicht zu sein. Nur wirklich schlau wurde ich daraus nicht. Scheint wohl auch von der Schnürung des Schuhs kommen zu können.

Jedenfalls habe ich wieder mal gemerkt, dass ich, wenn ich eine Woche vom Laufen abgehalten werde, eher unleidlich und unausgeglichen werde und dass mein Rücken auf einmal wieder ganz verspannt ist und ich auch wieder ständig zu den Kopfschmerztabletten greifen muss. Und das mir. Wer hätte das vor zwei Jahren ahnen können? Und wer hätte Gedacht, dass das Laufen so ein großes Suchtpotential hat?

Um auch in dieser Woche nicht ganz auf Training zu verzichten habe ich am Wochenende den Heimtrainer aus der verstaubten Ecke geholt und mich auf's Fahrrad gesetzt. Resultat: Gestern 1,5 Stunden, heute starke 3 Stunden. Dabei hab ich 7 Folgen "Lost" geguckt, die ich bei der letzten Ausstrahungsrunde auf Kabel 1 zwar aufgenommen aber nie geschaut habe und die ich jetzt, kurz vor dem Start der nächsten Staffel, endlich nachholen musste. Eigentlich gar kein soo schlechter Ersatz. Allerdings tut mir jetzt auch noch der Hintern weh. Aber ich schätze der Schmerz vergeht von alleine wieder.

Trotzdem versuche ich nächste Woche mal einen Termin beim Sportmediziner zu bekommen. Wäre nämlich schon gut, wenn diese blöde Entzündung im Fuß bis in 2 Wochen verschwunden wäre.

Guats Nächtle.

03 September 2010

Trainingsstand

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Mein Trainingsplan von Runnersworld sagt, dass ich für eine Zielzeit von 3:45 Std. viermal die Woche laufen muss und einmal einen Ausgleichssport wie Schwimmen machen sollte.

Aber nun. Trainingspläne dienen ja nur zur Orientierung. Tatsächlich schaffe ich es äußerst selten vier Mal Laufen zu gehen. Dreimal geht meistens, aber dieses verflixte vierte Mal ist schon echt schwer unter zu bekommen. Ausgleichssport gab's bislang auch nur bei schönem Wetter, nämlich dann, wenn montags Bladenight war, also nicht sooo oft.

Aber immerhin. 3 Mal trainieren ist ja immerhin etwas. Die langen Läufe habe ich bislang auch fast kontinuierlich durchgehalten. Lockere Läufe von 60-70 Minuten hab ich vorher auch schon einmal die Woche gemacht, das stellte also noch nie eine große Hürde dar. Bleibt das Intervalltraining.

Dazu muss man sagen, dass es herrschende Expertenmeinung ist, dass es nicht unbedingt zielführend ist täglich immer das gleiche Programm durch zu ziehen. Sinnvoller ist es wohl unterschiedene Intensitäten zu trainieren. Mal lange und langsam, im aeroben Bereich, mal locker im anaerob-aeroben Pulsbereich und eben auch einmal die Woche intensives Tempotraining mit sehr schnellen Läufen über kurze Strecken, die unterbrochen durch kurze Pausen mehrmals hintereinander ausgeführt werden. Das ist hart. Richtig hart sogar, weil man seine Grenzen ausloten soll und möglichst alle Intervalle in einem ähnlichen Tempo absolvieren sollte, also nach hinten raus nicht schlapp machen darf.

Gerade was das Tempotraining betrifft bin ich meinem Trainingsplan meilenweit voraus. Für letzte Woche sagte der Plan: 4 x 1600m in 7:28 min, dazwischen jeweils 4 min traben und vorher und nacher Ein- bzw. Auslaufen. Nun 1600m kann ich schlecht abschätzen. Ich habe auf meiner Laufstrecke zwar einen 400m Kringel, aber 4x4mal im Kreis rumrennen ist ätzend. Also laufe ich in solchen Fällen lieber 4x2 Mal die 1km Runde. Und ich lief sie in 7:45min. Also deutlich schneller als der Plan ansetzte. Und konstant. Alle Runden ungefähr gleich.

Ich bin soooo stolz auf mich :-) Leider bringt mir die Tempohärte nix, wenn die Grundlagenausdauer fehlt, aber ich bin guter Dinge, dass die 42km von Köln machbar sein werden und die 4 Stundengrenze haltbar sein wird. Hoffe ich jedenfalls.

Guats Nächtle.

Ausrüstungsfragen

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Der Marathon Trainingsplan ist eigentlich gar nicht so schlimm. Das auffälligste und zeitraubenste daran ist, dass man das Körperchen an 3-4 Stunden Dauerbelastung gewöhnen muss und das frisst eben Zeit.

Am besten, zumindest solange man keine Beschwerden hat, geht diese Gewöhnung immer noch durch lange langsame Läufe in einem niedrigen Pulsbereich. Vor der Marathonvorbereitung war mein langer Lauf am Sonntag ungefähr 1:45 Std. lang und hatte ungefähr 16,5 km. Inzwischen bin ich bei 28 km und 3 Std. angekommen. Der nächste Schritt war heute die Steigerung auf ca. 32 km. Entscheidend dafür dieses Pensum auch einigermaßen schmerzfrei zu überstehen ist, wie ich festgestellt habe tatsächlich die richtige Ausrüstung.

Im Frühsommer hatten mich nämlich seltsame Schienbeinschmerzen gequält, die ich nach eingehender Internetrecherche als Knochenhautentzündung diagnostiziert habe. So eine Entzündung kann von Überanstrengung herrühren, aber auch von falscher Lauftechnik oder falschen Schuhen. Eines schönen Samstag Nachmittags habe ich mich also mit einer Tasche voll mit meinen (gut gelüfteten) Laufschuhen aufgemacht, um in den beiden großen Sportgeschäften der Münchner Innenstadt der Ausrüstungsfrage nachzugehen. Vielleicht hat sich ja mein Abrollverhalten geändert und ich brauche neue Schuhe, oder die Pronation hat sich verstärkt und die Stütze im Schuh ist nicht mehr stark genug.

Nun, die Beratung im ersten Geschäft war nett, aber doch irgendwie unbefriedigend. Ganz im Gegensatz zur der beim mir ja sowieso schon immer viel sympathischeren Sport Scheck. Der Mann hatte Ahnung, der Mann war begeistert von dem was er tut und das sogar am Samstag Nachmittag. Beim ersten Blick auf meine Lieblingsschuhe fragte er nur: "Wann wurden die zum letzten Mal getragen?" "Donnerstag" antwortete ich. "Dann dürfte diese Linie in der Ferse nicht mehr so tief sein. Die Dämpfung in dem Schuh ist durch."

Auch wenn Licht und Schatten in dem Foto nicht ganz optimal sind, die Linien, die er meinte, in der Sohle des alten Schuhs dürften doch deutlich zu erkennen sein.



Natürlich machten wir dann auch die üblichen, "stell dich so hin, Füße schulterbreit, jetzt in die Knie gehen" - Tests, aber das Fazit blieb das Gleiche. Der Schuh war Schuld am Schmerz. Daraufhin verschwand der gute im Lager, um einen geeigneten Schuh in meiner kleinen Größe zu finden und wie durch ein Wunder tauchte er damit auf:



Mein Schuh! Das gleich Modell wie das Alte. Nur eben in neu. Eine kleine Linie ist zwar ebenso erkennbar, aber doch deutlich geringer und ich habe es verfolgt, nach dem Laufen sind die Linien stärker, an den freien Tagen erholt sich die Dämpfung aber deutlich und die Linien verschwinden (jedenfalls fast).

Ach. Mein Schuh. Dabei ist das Modell eigentlich schon durch einen Nachfolger ersetzt, nur noch Restbestände vorhanden und die waren auch noch in einem neutralen weißen Schuhkarton versteckt. Als er mir dafür dann auch noch einen sagenhaften Preis machte, war mein Tag definitiv gerettet.

Das beste daran ist, dass es tatsächlich geholfen hat. Die Schienbeinschmerzen wurden nach und nach weniger und verschwanden dann ganz. Dabei habe ich am Laufverhalten sonst nichts geändert. Kleine Ursache. Große Wirkung.

Das neue Paar ist jetzt mein Drittes in 2 Jahren. Das Erste, das mit der kaputten Dämpfung ist entsorgt, das Zweite wurde zum Zweitpaar degradiert, das Neue ist das neue Lieblingspaar. Und damit bestreite ich nun also die Vorbereitung. Fast schmerzfrei. Irgendwas zwickt immer. Aber das gehört dazu.

Guats Nächtle

Trainingsreport

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der Leser der Parisberichte hat bestimmt kopfschüttelnd vor dem Computer gesessen und sich gefragt, was nur für ein Spinner aus mir geworden ist. Da reist der Typ in die Stadt der Liebe und dann nimmt er auch noch seine Laufschuhe mit und schreib irgendwas vom Joggen unterm Eiffelturm. Totaler Vollschatten, könnte man meinen.

Ja, ich kann nicht sagen, dass mir diese Gedanken vollkommen fremd wären. Allein, meine Einstellung zum Laufen im Allgemeinen und zum Laufen im Urlaub hat sich in den letzten 2 Jahren doch ganz schön geändert. Habe ich zuerst noch jedem den Finger gezeigt, der mich zum Laufen überreden wollte und mir vorhielt, ich könne doch nicht meine ganze Freizeit fernsehschauend auf dem Sofa verbringen, habe ich im Laufe des letzten Jahres immer mehr Zeit mit dem Trainingsplan verbracht. Nur als die Cheffin letztes Jahr vorschlug, die Schuhe doch auch mit nach Bali zu nehmen, habe ich immernoch stirnrunzelnd den Kopf geschüttelt. War ich anfangs noch mit dem Ziel gestartet, anständig und ohne Verschnaufpause durch den Firmenlauf zu kommen, waren Ende letzten Jahres die 10 km Rennen nicht mehr lang genug und ich habe den ersten Halbmarathon in Angriff genommen. Damals noch völlig verängstigt und übernervös wegen der bevorstehenden 21 km. Als man mich damals fragte, ob denn jetzt als nächstes der Marathon anstünde, habe ich immernoch den Kopf geschüttelt. Nein, Marathon ist ja ungesund. Viel zu lang. Der tut doch weh. Und die viele Vorbereitungszeit. Und jetzt? Jetzt sitze ich hier. 4 Wochen vor der Marathonpremiere in Köln und suche mir im Internet eine ansprechende Strecke für den nächsten langen Trainingslauf. Habt Ihr gewusst, dass es genau 32 km vom Wolfratshausener Bahnhof bis zu mir nach Hause sind? Fast alles den Isarradweg entlang?



Das wird also die Strecke am Sonntag. Das eigentlich überraschende daran: Ich freu mich schon drauf. Diese kleine masochistische Ader kannte ich vorher gar nicht an mir.

Alors. In Kürze mehr zur Vorbereitung im Laufblog.

Guats Nächtle.

29 August 2010

Au revoir, Paris

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Der letzte Post ist immer der schwerste. Nicht selten lasse ich ihn ausfallen. Aber diesmal nicht. Dieses Mal bekommt der Urlaub einen passenden Abschluss. Und wenn er auch nur ganz kurz werden sollte.

Zur Rückreise an sich gibt es nicht viel zu sagen. Sie verlief recht reibungslos und unspektakulär. Das Einchecken am Charles de Gaulles ist nicht unbedingt übersichtlich gelöst, aber der Flug war pünktlich, das Gepäck kam an und was will man mehr.

Sehr nett war die Tatsache, dass der Flieger erst um 18:15 Uhr abflog. Somit hatten wir noch einige Stunden für letzte Eindrücke übrig. Der Plan war gewesen, endlich mal diese Fahrräder auszuprobieren, die überall zum Ausleihen am Straßenrand stehen und damit ein wenig die Seine entlang zu fahren, in einem Restaurant im Niemandsland hinter der Bastille, das uns wärmstens empfohlen wurde zu Mittag zu essen und dann gemütlich den Heimweg anzutreten. Nun leider funktionierte das mit den Fahrrädern nicht, weil man sich dafür wohl vorher irgendwo hätte registrieren müssen und der Spaziergang der als Ersatz herhalten musste, war zwar sehr schön, aber nicht unbedingt kurz und wir nahmen wohl auch nicht unbedingt den direktesten Weg zum Restaurant.

Das hatte allerdings den großen Vorteil, dass wir endlich an einer Bäckerei vorbei kamen, die vorbildlich beschriftet war. Paris im August ist nämlich ziemlich ruhig, weil sehr viele Pariser aufgeflogen und folglich auch viele Geschäfte geschlossen sind. Und bei den Bäckereien gibt es amtliche Vorschriften, welche wann zumachen darf und das im Fenster die nächste geöffnete Boulangerie angeschrieben sein muss. Wie bei uns mit den Notfallapotheken. Leider halten sich aber nicht alle so vorbildlich daran wie diese Bäckerei hier:



Das Restaurant lag aus unserer Sicht dann doch fast am Ende der Welt. Je länger wir liefen, desto lauter wurden die Zweifel, ob sich der Weg wohl überhaupt rentieren würde und ob das Teil nicht vielleicht auch geschlossen hätte. Als wir dann tatsächlich ankamen, hätte man uns dann auch schon fast nicht mehr bedient. Zumindest begrüßte uns der äußerst nette Kellner - der es im übrigen sehr lustig fand, wie ich mit meinen winzigen Französischbröckchen kämpfend versuchte mich verständlich zu machen - damit uns zu sagen, dass sie doch in einer dreiviertel Stunde schließen würden. Zum Glück machte uns das aber überhaupt nichts aus und wir bekamen ein so leckeres Mittagessen, dass mir immer noch das Wasser im Munde zusammen läuft, wenn ich nur dran denke. Das Pavé auf Sellerie und Artischockengemüse war bestimmt vom Thunfisch (wir waren uns da nicht ganz einig und auf der Karte stand, wenn ich mich richtig erinnere nur pavé, was eigentlich nur ein großes Stück von irgendwas bezeichnet, wie ich erst jetzt im Nachhinein herausgefunden habe - KT, chérie, kannst Du mir bitte mal das Foto davon schicken, dann ergänze ich das hier), wo war ich - ach ja, das pavé, wunderbar glasig und einfach nur sagenhaft lecker, den Wein hatten wir perfekt dazu gewählt und die Profiteroles auf dem Zitronen-Vanille-Gries-Sößchen waren au net grad schlecht. Also ein kulinarisch perfekter Abschluss der Reise. Zurück nahmen wir dann aus Zeitgründen doch sicherheitshalber die Metro.

Ja, so war das. Auch beim Nachhausekommen gab es in der eigenen Wohnung keine bösen Überraschungen, also kann man den Wohnungstausch als absoluten Erfolg werten. Irgendwie hoffe ich jetzt, dass Kollegin B eine Großfamilie plant und sich noch viele weitere Tauschgelegenheiten ergeben....

Alors, Bonne nuit, mes amis.

Le Fin!

27 August 2010

Auf den Spuren der Amélie Poulain

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... aber nicht nur.

Gestern war nämlich ein sehr ausgefüllter Tag. So ausgefüllt sogar, dass ich gar nicht zum posten gekommen bin. Aber dann hole ich das eben nach.

Wir waren gestern: In der Saint Chappelle und in Notre Dame, und weil aller guten Dinge drei sind, später auch noch in Sacre Coeur. Also gleich 3 Kirchen auf einmal. Ja das geht.

Außerdem sind wir durch's Marais gewandert und haben am Place des Vosges gepicknickt.

Natürlich haben wir dann Montmartre durchwandert, dem singenden Italiener auf der Treppe gelauscht, die letzten Mühlen gesichtet, die Metrostation Abbesses und das Café Deux Moulin aus Amélie fotographiert und sind am Ende auch am Moulin Rough vorbei marschiert.

Am Ende des Tages sind wir dann auch noch auf den Tour Montparnasse gefahren, um das beleutete Paris von oben zu sehen und auf dem Heimweg haben wir noch das beste Eis der Stadt auf der Ile St. Luis probiert.

Da sage nochmal einer, ich würde meine Zeit hier mit farmen verplempern!

Heute haben wir es dafür eher ruhig angehen lassen, sind nur ein wenig durch die Stadt marschiert und haben noch eine kleine Seine Rundfahrt gemacht.

Alles in allem sehr hübsch. Leider bin ich gerade so müde und voll gefressen, dass mir keine lustigen Anekdötchen zum Tage einfallen wollen, aber dann müssen die Bilder eben wieder für sich sprechen.

Bon soir!









25 August 2010

Zweisamkeit

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heute war also der erste Tag, den ich hier nicht mehr alleine durch die Gegend streifen musste, sondern zusammen mit KT die Stadt unsicher machen durfte. Und das haben wir gemacht. Aber sowas von. Alles war dabei, vom Louvre bis zu La Fayette, vom Eiffelturm bis zum Palais Royal. In der Gallerie Vivienne haben wir unsere zukünftige Immobilie besichtigt, im Jardin Tuileries die perfekte Parkbank gefunden, im kleinen Café die grandiosen Macrones probiert (in der giftgrünen Pistazienversion und der hellbraunen Caramelvariante) und und und...













Bonne nuit!

24 August 2010

ching ching ching

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heute war ein sehr teurer Tag. Dabei fing er noch ganz harmlos mit einer gemütlich Laufsession zum Eiffelturm, durch den Jardin du Luxembourg und zurück an. Sehr angenehm, weil es nach dem kleinen Tief gestern, heute zwar wieder sehr sonnig, aber doch einige Grade frischer war. Und diesmal konnte ich sogar meine Kamera mitnehmen! Jetzt habe ich also mein Foto vor dem Eiffelturm. Leider ist es nicht gerade das schönste Foto der Welt geworden, deshalb wird es auch nur auf Facebook veröffentlicht.

Aber danach ging's dann los. Ich hatte mir vorgenommen meine heute nachkommende Reisegefährtin (wo bleibt die überhaupt?) mit einem Abendessen zu überraschen. Da ich mich hier nicht zum Kochen berufen fühle, dachte ich es wäre eine tolle Idee mit Baguette, Käse, Jambon und natürlich Rotwein aufzuwarten. Schätze die Brotzeit dürfte mich ungefähr 30 EUR gekostet haben. Ich beginne zu verstehen, was AL meinte, wenn sie immer vom teuren Leben in Le Havre erzählt hat. Allein in dem Käseladen habe ich 12 EUR gelassen und ich schätze da bin ich noch gar net so schlecht weg gekommen. Naja, wenn's denn nachher schmeckt, war er's wert.

Einmal die Büchse der Pandora geöffnet, habe ich mich danach entschlossen, doch noch die Pullis zu kaufen, die ich gestern habe liegen lassen. Für die kommende Wintersaison bin ich also ausgerüstet. Zu meiner Verteidigung möchte ich vorbringen, dass es zu Hause wirklich schwierig ist vernünftige Pullis in Größe S zu bekommen, bzw. selbst wenn es mal Größe S gibt, sind sie meist immer noch links und rechts jeweils 20 cm zu weit oder einfach schweine teuer. Hier kann man in diesem Fall einfach auf XS ausweichen und überhaupt sind Klamotten, so scheint mir jedenfalls, das einzige was hier billiger ist als in Deutschland.

Nach dem Shoppen, ich war auch wirklich nicht lange im Shopping Center, habe ich mich dann noch ein wenig der Kultur gewidmet und im Jeu de Paume die aktuellen Ausstellungen angesehen. Sehr modern und sehr konzeptionell. Schwierig, aber interessant und ich habe es auch geschafft mal in die Kirche zu gehen, an der ich jeden Tag mindestens zwei Mal vorbei laufe und die angeblich die zweit schönste von Paris sein soll.

So. Inzwischen ist auch TK angekommen. Wir haben gegessen, getrunken und die Wohnungs-/Hausbesichtigung hinter uns gebracht und TK ist immer noch begeistert. Also alles gut.

Heute nur ein Foto von einem Schaufenster an dem ich vorbei gelaufen bin. Der Hippie-Store hat im Schaufenster nicht nur eine Baseball-Mütze von der Barmer Ersatzkasse sondern noch toller, auch die Mütze vom Germersheimer Abi-Jahrgang 1995! Motto war "I will nimmi!" Das musste ich fotographieren. Seht selbst:



Bonne nuit.

23 August 2010

Klappe die Dritte

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Dritter Tag für den Fox in Paris und der Tag beginnt mit ... Regen. Naja, nicht wirklich doll, aber eben grau mit etwas Niesel. Also ein Tag, an dem der kulturell interessierte Turist, oder der, der zumindest so wirken möchte, Museen und sonstige Kulturdenkmäler von innen besichtigt. Leider war der regnerische dritte Tag ein Montag und die meisten Museen haben montags geschlossen (außer dem Louvre, aber das hab ich "leider" übersehen).

Was bleibt einem da anderes übrig, als den Tag im Einkaufszentrum totzuschlagen, vor allem, wenn sich quasi vor der Haustüre eines der größten befindet - Les Halles. Ich habe es also geschafft, fast 4 Stunden von Laden zu Laden zu laufen, ohne was zu kaufen, obwohl ich tonnenweise günstige Basics gesehen hätte, die sogar passten und eigentlich toll waren... Wie gesagt, ist ja vor der Haustüre, vermutlich werde ich mich dort noch für die kommende Wintersaison mit Pullis ausstatten...

Jedenfalls, als ich es gerade geschafft habe, das Einkaufsparadies einmal einigermaßen vollständig abzulaufen, hörte es endlich auf zu regnen und die dunkle Wolkendecke zeigte langsam Risse. Also perfektes Timing und die ideale Gelegenheit, um sich ein hübsches Fleckchen zum Füße hoch legen zu suchen und noch die eine oder andere Straße im Zentrum abzulaufen, die ich noch nicht gesehen habe. Denn immer wenn man hier denkt, man hätte jetzt langsam alles gesehen und die Straßen ähneln sich doch alle sehr, immer dann geht man nochmal um eine Ecke und bleibt mit einem überraschten "wow" auf den Lippen wie angewurzelt stehen (um dann natürlich nach dem Fotoapparat zu graben, aber das versteht sich ja von selbst...).







Jetzt sollte ich mal ein wenig aufräumen. Hab mich hier die letzten Tage ziemlich breit gemacht aber ab morgen Abend bin ich hier ja nicht mehr allein.

Puis, Bonne nuits, mes amis.

22 August 2010

et je cours et cours et cours

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der heutige Tag stand unter dem Motto: laufen, belohnen, erholen.

Er fing nämlich damit an, dass ich mir bei Achim Achilles ein paar Laufstrecken angeguckt, dann die Laufklamotten übergeworfen und mich auf den langen Trainingskurs begeben habe. Schon ein tolles Gefühl die Champs-Ellysées entlang zu laufen, im Bois de Boulogne den Pariser Joggern zu zu nicken und sich unter dem Eiffelturm im Slalom durch die Touristenmassen zu quetschen. Obwohl ich die vorgeschlagen Strecken ausgiebig studiert hatte, hab ich den richtigen Ausgang aus dem Bois natürlich nicht gefunden. Aber der Eiffelturm ist als Landmarke ja nicht zu verfehlen. Insgesamt war ich knapp 3 Stunden unterwegs, also wahrscheinlich so um die 27-29 km. Neben den bereits erwähnten Highlights bin ich außerdem noch durch den Jardin des Tuileries gelaufen, am Arc de Triomphe vorbei, rund um das Hotel des Invalides und auch noch an der Seine entlang bis Notre Dame gekommen. Einziges Manko: es gibt leider keine Beweisfotos. Hätte so gerne ein Foto von mir gehabt, wie ich vor der Eiffelturm-Kulisse laufe. Aber die Kamera war einfach zu groß zum mitnehmen.

Zur Belohnung gab's danach ein leckeres Pain au chocolat und ein puits d'amour aus der angeblich so traditionsreichen Konditorei Stohrer. Sehr lecker. Und bestellt habe ich auf französisch. Vom Reinkommen, bis zum Verabschieden am Schluss! Kein englisches, spanisches oder sonstiges unpassendes Wort schummelte sich dazwischen. Vielleicht muss ich vorher immer 3 Stunden durch die Gegend rennne, dann klappt's auch mit dem Französisch.

Nach einer kleinen Verschnaufpause bin ich dann aufgebrochen, um das schöne Wetter nochmal zu nutzen und im Jardin du Luxembourg etwas auszuspannen. Unterwegs hab ich mich noch gefreut, dass ich mich heute noch nicht in die ewige Schlange vor Notre Dame anstellen musste. Im Jardin hab ich dann meine geschundenen Füße ins Wasser gehängt, den kleinen Kindern beim spielen mit Ihren Segelbooten zugeguckt und ein wenig im Roman der Stunde gelesen. Sehr schön.





Ein durch und durch erfolgreicher Tag! Trotzdem bin ich jetzt so fertig, dass ich wohl sehr bald ins Bett gehe...

Bonne nuit!

21 August 2010

Ik ben verliefd

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und zwar in diese Stadt.

Paris, mon amour. Auch wenn die letzten 3 Stunden Umweg meine Euphorie etwas gebremst haben, war der erste Streifzug absolut erfolgreich. Schön diese Stadt. Wo man auch hin guckt. Schöne Häuser, schöne Menschen, schöne Stimmung, schöne Cafés und Brasserien, schöne Sachen verkaufende Läden, sogar schöne blühende Blümchen und Bäume und noch bewundernswerter, sogar schöne Souvenirstände und schöne U-Bahn Schilder. Einfach eben alles schön hier... Auch das Wetter - über 30°C aber mit einem angenehm lauen Lüftchen.

Impressionen:

>













Bonne nuit.

Bonjour Paris!

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Guten Morgen Ihr Lieben.

Es wird Zeit mal wieder einen kleinen Reiseblog zu schreiben!

Denn gestern fiel der Startschuss für die kleine Wohnungstausch-Aktion, die sich neulich ergeben hat. Falls es jemand nicht weiß: Der Bruder meiner Kollegin wohnt in Paris. Weil nun die Kollegin mit der ganzen Familie die Taufe Ihrer kleinen Tochter feiert, kommt er nach München und wohnt in meiner Wohnung. Während ich hier in Paris seine Wohnung nutzen darf. Und selbige befindet sich genau hier:


Größere Kartenansicht

Ist das eine geniale Lage, oder was?

Gestern tauschten wir also unsere Wohnungen. Oder besser, wir tauschten die Wohnungsschlüssel, und zwar am Flughafen in München. Eigentlich hätten wir uns ja bei mir getroffen und richtig Wohnungsübergabe gemacht. Aber G verpasste seinen Flieger und kam dann einige Stunden später an als geplant. Zu spät für ein Treffen in Giesing. Aber immerhin hat das Treffen und die Schlüsselübergabe überhaupt geklappt.

Zum Flug nur eine kleine Ehrenrettung für Air France. Der Flieger war pünktlich und das Gepäck kam mit mir an. Habe von AF schon viel anderes gehört.

Angekommen am Charles de Gaulles musste ich leider feststellen, dass das Französische mir doch viel fremder geworden ist, als ich es gedacht hätte. Aber eigentlich ist das auch nicht überraschend, schließlich bin ich das erste Mal seit 1999 wieder in Frankreich und außerdem habe ich Französisch nach der 11. also 1997 abgewählt. Vielleicht kommt ja wieder ein wenig Gefühl für die Sprache zurück. Der Weg mit der RER zum Chalêt les Halles war jedenfalls idiotensicher und der Ticketautomat bot auf der ersten Seite die richtige Option: To Paris. Genau. Da wollte ich hin. Dachte da wäre ich schon. Aber egal. Die Reise im ÖNV bot sonst nicht viel Spannendes. Am Zielbahnhof stellte ich mich noch darauf ein, jetzt noch blöd in der Gegend rum zu stolpern, um die richtige Hausnummer zu finden aber auch das blieb mir erspart. Treppen rauf, erster Blick auf die andere Strassenseite und voilà! Nicht zu verfehlen. Die auswendig gelernten Türcodes funktionierten, der Mini-Fahrstuhl, in dem ich mit meinem Koffer gerade so Platz hatte (Foto folgt noch) ebenso und oben fand ich auch irgendwie den Weg vom Fahrstuhl durch die verwinkelten Gänge zu Gs Wohnung.

G mag alte Sachen. Das Haus ist ein altes Stadthaus. Mit hölzerner Treppe und hübschem Geländer, und die Wohnung ebenso. Die Wohnung sehr schnuckelig. Dachgeschoss, wie meine. Ein wenig verwinkelt, mit dekorativen Kamin. überhaupt hübsch dekoriert und mit toller Aussicht. Auf der einen Seite vermutlich Sacre Coeur (es ist ne Kirche und sie steht auf nem Hügel. Ich schätze es ist SC) - vor allem gestern Nacht als ich ankam, und die Kirche angestrahlt wurde, Hammer! und auf der anderen Seite wohl die Stadt:



Hier überlasse ich den Experten die Deutung, um welche Türme es sich handeln könnte.



Ich find's geil!

So. Der Kaffee zeigt langsam Wirkung. Ich werde jetzt mal die Dusche ausprobieren und dann eine erste Erkundungstour starten.

A bientôt!

Nachtrag:
a) G mag keine Türen. Zumindest gibt es in der Wohnung nur eine davon und die schließt nicht richtig :-).
b) Finde es toll, dass hier auch um 12h nachts noch ein supermarché geöffnet hat. Allerdings wollte der Mann hinter der Kasse für eine Flasche Wasser (1,5 l), eine Flasche Cola (0,5 l) und einen Becher Eis (Ben & Jerries, 0,43 l) 17 EUR von mir. Dachte erst mein Französche würde für die Zahlen nicht mehr reichen. Als er dann aber auf das Kassendisplay zeigte gab ich ein entsetztes "What?!" von mir und verließ fluchtartig das Geschäft ohne die Waren.

Korrektur zu a):
Es gibt zwei Türen. die andere war nur so weit auf, dass ich weiß vor weiß direkt übersehen habe. Außerdem hat sie innen keinen Türgriff und... ja genau ... sie schließt nicht richtig :-)

19 Juli 2010

Lenas Neues

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Zuckersüß. Da wünscht man sich doch irgendwie wieder Teenie zu sein. So kurz vorm Abi....

Erinnert ein wenig an die Stimmung von Nach 5 im Urwald. Ja, solange ist das schon her mit dem Teenie sein.

Anyway, das neue Video von Lena. Irgendwie lustig, da sieht man sie endlich mal wieder ohne das kleine Schwarze und dann entblättert sie sich auch noch Stück für Stück von den Ersatzklamotten...



Guats Nächtle.

13 Juli 2010

Serien Highlights

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ich verstehe einfach nicht, warum manche amerikanische Serienhighlights in Deutschland einfach keine Zuschauer finden. Die Liste der Beispiele scheint endlos: Die erste Staffel Weeds war brillant, fand auf Pro7 aber leider keine große Anhängerschaft und wird jetzt dann nach Jahrelanger Pause, wenn ich richtig informiert bin, auf ZDF neo versendet. Dort läuft unter Ausschluss der Öffentlichkeit auch das wunderbare 30 Rock. Auf RTLII lief vor langer Zeit die erste Staffel Californication so schlecht, dass der Sender 2 Jahre damit wartete die nächste Staffel nach zu legen und dabei spielt David Duchovny einen so kaputten Sexoholic, dass das zuschauen richtig Spaß macht.

Zur gleichen Zeit schickte RTLII auch das noch genialer Dexter zum ersten Mal ins Rennen. die Serie lief nur unwesentlich besser, weshalb die zweite Staffel inzwischen irgendwann nach Mitternacht in Tripplefolgen versendet wurde.

Nun gerade habe ich die im Frühjahr aufgenommen letzten Folgen der zweiten Staffel am Stück geguckt und bin schon wieder so fasziniert, dass ich jetzt nahtlos mit der dritten weitermachen werde.

Eines der großartigen Details der Serie ist übrigens der phänomenale Vorspann.

Guckst Du hier:



Guats Nächtle

04 Juni 2010

Themawechsel

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Vor lauter ESC kommt man ja echt zu nix mehr. Aber jetzt ist auch erst mal gut. Endlich ein Themenwechsel.

Lange schon habe ich nichts mehr über meine Läuferkarriere berichtet. Das liegt daran, dass selbige irgendwie ins Stocken geraten ist. Nicht, dass ich das Laufen aufgegeben hätte. Oh nein. Aber der Verlauf des Frühjahrs macht es doch einigermaßen schwer so richtig in die Saison rein zu finden.

Nach Urlaub und Erkältung war es ja sowieso schon schwierig genug mich zum Training zu motivieren. Insbesondere die Intervalle fielen echt richtig schwer. Aber vermutlich hätte ich mich inzwischen wieder irgendwie in Form gekämpft, wenn ich nicht jedesmal, wenn ich nicht nach jeder guten Woche vom Wetter wieder zu Zwangspausen gezwungen worden wäre. Ein Beispiel die letzten Wochen. Trotz wackeligem Wetter bin ich letzte Woche fast 60 km gelaufen. Das ist echt richtig viel, normalerweise lande ich so bei um die 40 Wochenkilometer. Es lief auch endlich wieder leichter. Nicht unbedingt schneller, aber eben einfach leichter.

Dabei waren die Bedingungen alles andere als optimal. Letzten Freitag hat mich im Scheitelpunkt der Strecke zum Ostpark und zurück das Gewitter mit Platzregen erwischt. Und als ich schon so richtig klatsch nass war, die Klamotten schwer am Körperchen klebten und die Schuhe bei jedem Schritt ein hörbares "Platsch" von sich gaben hat's auch noch angefangen zu hageln. Ich bin nochmal knapp mit dem Leben davon gekommen, und tatsächlich war es sehr schön danach noch durch die dampfenden Straßen zu laufen und die Reste der Eiskörner in den Gärten zu zählen.

Jedenfalls gibt es so was wie ausgleichende Gerechtigkeit, denn am Sonntag hat Petrus netterweise so lange mit dem Wolkenbruch gewartet, bis ich völlig fertig vom laufen die Tür hinter mir zu gezogen hatte. Neben dem äußerst glücklichen Ausgang war der Lauf auch an sich überraschend angenehm. Nach dem Pegel vom ESC-Feiern am Vorabend, hatte ich das so nicht unbedingt erwartet.

Die letzten 4 Tage war dann an Laufen wieder überhaupt nicht zu denken. Stattdessen gab's bekannterweise 3 Tage Dauerregen. Erst heute Nachmittag riß endlich die Wolkendecke auf und natürlich schnürte ich sofort die Schuhe. Das spannende am heutigen Lauf war dann nicht die aktuelle Wetterlage, sondern die Folgen der vergangenen. Die Isar ist der Wahnsinn. Die Kiesstrände sind komplett verschwunden, Bäume ragen aus dem Wasser, Wege sind überspühlt. Bei der reißenden Strömung konnte ich kaum mein Hörbuch hören. Zum Glück hat Jim Dale mir den Harry Potter schon so oft vorgelesen, dass ich eigentlich eh nur noch die Stichwörter brauche.

Nun gut. So ist also der aktuelle Stand. Die Form steigt langsam an, aber ist noch lange nicht auf Vorjahresniveau. Aber da ja jetzt endlich der Sommer kommt, bin ich fest entschlossen weiter daran zu arbeiten.

Jetzt geh ich erstmal schlafen, denn vom Lauf heute bin ich fix und fertig.

Guats Nächtle

31 Mai 2010

Lenamanie

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Eigentlich wollte ich heute endlich wieder das Thema wechseln. Aber das Tagesgeschehen hält mich davon ab.

Nein, dabei meine ich nicht die Kommentare, Lena sollte nach dem Rücktritt unseres Horsts die neue Bundespräsidentin werden und ich beziehe mich auch nicht auf die Vorschläge, Lena und Stefan Raab sollten das Bundestverdienstkreuz verliehen bekommen. Beides halte ich für so hirnrissig, dass sich ein Kommentar eigentlich erübrigt.

Nein interessanter finde ich den Vorschlag Stefans, Lena im nächsen Jahr nochmal antreten zu lassen und überhaupt der ganze Hype, die Manie, den medialen Lena-Tsunami dieser Tage. Um es mit Lena zu sagen: Das ist ganz schön.......puuh.

Ich bin mir noch nicht ganz sicher, ob sich die beiden damit tatsächlich einen Gefallen tun, wenn Sie sich im nächsten Jahr nochmal dem Grand-Prix Publikum stellen. Lena hat es sicherlich tatsächlich geschafft innerhalb kürzester Zeit Deutschland und Europa wie auch immer für sich einzunehmen. Die Art wie sie alles, inklusive der Journalisten und den Trubel um sich nicht so ernst nimmt, ist nett, manchmal lustig und auf jeden Fall sympathischer als all die einstudierten politisch korrekten Standardreaktionen aus dem gewöhnlichen Interviewtraining.

Allerdings ist es meiner Meinung nach überhaupt nicht sicher, ob Lena es tatsächlich schafft, aus diesem anfänglichen Sympatiebonus eine dauerhafte Karriere zu zimmern. Ehrlich gesagt geht es mir jetzt schon manchmal auf den Geist, dass sie kaum einen korrekten Satz von sich gibt.

Und dabei möchte ich ihr die Fähigkeit dazu gar nicht abstreiten. Denn wie es dazu kommt schlicht völlig nachvollziehbar. Da kommt so ein junges Ding in eine Fernsehshow, wird mitten in das mediale Haifischbecken geschmissen, was sie sicherlich wollte, dessen Ausmaß ihr aber vermutlich nicht so ganz klar gewesen war, und sie erntet von Anfang an nur positive Reaktionen. Wenn sie irgendwelche Grimassen schneidet statt Fragen zu beantworten, lachen die Leute mit ihr, wenn sie lustige Wörter erfindet, finden die Juroren und Fans das cool und wenn sie sich irgendwie auf der Bühne verrenkt und Wörter eigenartig ausspricht dann bekommt sie gesagt, sie solle bloß so natürlich bleiben, sich bloß nicht ändern und sich unbedingt treu bleiben. Natürlich ist die ganz normale und absolut nachvollziebare Reaktion darauf, das ganze immer weiter zu treiben.

In einem halben Jahr wird das ganze allerdings nicht mehr ganz so frisch und neu sein und die Erwartungshaltung wird eine ganz andere werden. In Deutschland wird sie vermutlich noch lange everybody's Darling bleiben, aber in Resteuropa wird man eine klare Leistungssteigerung erwarten, eine die zeigt, dass Lena nicht nur ein kometenhaft emporgestiegenes talentiertes junges Mädchen ist, sondern eben auch eine professionelle junge Sängerin. Dafür wird es dann wohl notwendig sein, dass sie in Interviews auch medientaugliche vollständige Sätze von sich gibt und die auch stimmlich einges mehr drauf hat, als sie mit Satellite zeigen konnte. Der süße Augenaufschlag alleine und ein mittelmäßiges Liedchen, dass sie ganz catchy verkaufen kann, reichen dann vielleicht nicht mehr aus, um die Massen um den Finger zu wickeln. Dass sie das Zeug dazu hat, hat sie durchaus schon durchblitzen lassen, z.B. in der legendären "winning isn't everything" Passage auf einer der Osloer Pressekonferenzen oder beim immer noch zauberhaft schönen "Mister Curiosity" Vortrag während der USFO Shows. Nur ob sie tatsächlich die Zielstrebigkeit und das Durchhaltevermögen dafür hat, muss sich erst noch zeigen. Bis jetzt hat es ja den Anschein ihr würde alles quasi in den Schoß fallen.

Die beiden scheinen sich aber sehr sicher zu sein, dass sie Europa im nächsten Jahr noch einmal auf ihre Seite ziehen können und anscheinend haben sie auch schon Unterstützung dafür bei den NDR Verantwortlichen gefunden. Ich weiß nicht, ob es wirklich klug ist so eine Entscheidung mitten im allgemeinen Freundentaumel über's Knie zu brechen. Ein Selbstläufer wird das auf jeden Fall nicht. Selbst wenn Sie alles richtig machen würden und Lena fantastisch gut wäre, bliebe völlig offen wie ein erneuter Auftritt Lenas beim Publikum rüber käme, vielleicht ja als Arroganz, ein Image mit dem eine Top 4 Nation sowieso immer zu kämpfen hat.

I don't know. Ich bin gespannt ob sich das ganze noch als ein Raabsches Hirngespinst erweist. Vielleicht ist Lena nächstes Jahr ja tatsächlich schon ein europaweiter Superstar und ein gutes Abschneiden damit tatsächlich planbar. Wer weiß.

Guats Nächtle

30 Mai 2010

OMG Schockstarre

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ich weiß gar nicht was ich schreiben soll. Außer: Wie geil ist das denn?!

Wenn mich in ein paar Jahren jemand fragt, wo ich denn an jenem historischen Abend gewesen sei, dann werde ich sagen können, dass ich wie auch schon in den letzten Jahren wieder mit Bee & Friends auf einer gemütlich Couch gesessen habe. Wobei gesessen die Sache nicht ganz trifft. Viel eher habe ich aufgeregt auf der Couch rumgezappelt, den Friends mein in den Vortagen eifrigst erworbenes Insiderwissen nahe gebracht und auch schon mal Schnelldurchlauf gespielt habe, wenn sich die Friends wieder irgendeinen Titel in Erinnerung rufen wollten. Hin- und wieder musste ich durchgreifen und Konzentration und Ruhe einfordern, um z.B. meinen Lieblingsbelgier, der aus Deutschland übrigens fantastiche 12 Punkte bekommen hat, hören zu können. In der Rückschau werde ich dann auch weglassen, wie der Abend nach dem Sieg noch endete. Nächstes Jahr gibt's jedenfalls keinen Ouzo!

An dieser Stelle möchte ich auch gar nicht langwierig über die ganzen Liedchen schreiben und auch gar nicht erst versuchen zu erklären, wie es dazu kommen konnte, dass Lena jetzt, wie es so schön in den Schlagzeilen heißt, Europa verzaubert hat. Gründe gäbe es viele: Zu viele junge hübsche osteuropäische (oder vorderasiatische) Sängerinnen mit Powerballaden, die sich gegenseitig die Stimmen wegnahmen (Georgien, Armenien, Aserbaidschan, Ukraine), zu viele Plastikpop-Nummern, die einem schon zu bekannt vorkamen (Dänemark, Island, Rumänien, Albanien), die günstige Startnummer, der hübsche mediale Flirt mit Didrik und Alexander. Vielleicht war es auch tatsächlich einfach das süße lächeln, der kesse Hüftschwung und der kokette Augenaufschlag oder die viel beschworene und oft zitierte Natürlichkeit mit der sie ihr Liedchen vorträgt.

Am Ende zählt eben nur eins: Aus fast ganz Europa gab's Punkte für unsre Lena und das allein in ist schon fast unglaublich.

Jedenfalls. Hammer. Ich steh immernoch unter Schock, höre und schaue Videos vom Auftritt, von Siegerlied, von der Pressekonferenz, von der Landung am Flughafen Hannover und grinse vor mich hin (zu mehr bin ich heut' eh nicht fähig).

Tolle Sache das. Nächstes Jahr dann Live in Berlin, oder Hamburg, oder Hannover... Ich freu mich jetzt schon.

Und damit Endet die Eurovisionswoche im Fuchsbau. Die Fjordsetzung folgt dann also im Nächsten Jahr und hier geht es demnächst weiter mit anderen wichtigen Themen: den Topmodels, zum Beispiel.

CU

Nachtrag: Übrigens hatte die Übertragung des Eurovison Song Contests in der ARD phänomenale Einschaltquoten: 49,1% aller Fernsehzuschauer ab 3 Jahre haben eingeschaltet. Insgesamt 14,69 Mio. Zuschauer. In der werberelevanten Zielgruppe (14-49 Jahre) betrug die Quote sogar 61,6%. Da konnten weder Klitschko noch die Fußballnationalmannschaft mithalten.

28 Mai 2010

Ruhe vor dem Sturm

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ein erstaunlich ereignisloser Tag. Zumindest was den ESC betrifft. Sieht man mal von der Tatsache ab, dass die Welt, und allen voran die Schweden selbst schockiert sind vom Ausscheiden der mitfavorisierten Anna Bergendahl. Auch ich finde es skandalös, dass die Frau mit dem Aprikosenkernbeitrag ihren Platz gestohlen hat, aber so ist das eben beim Grand-Prix. Es gibt immer Überraschungen.

Interessant ist, dass jetzt nicht nur die Finalisten feststehen, sondern auch deren Startnummern. Und damit ist auch klar, dass es sich morgen lohnen wird tatsächlich von der ersten bis zur letzten Minute an voll konzentriert den Darbietungen zu lauschen. Denn Safura aus Aserbaidschan (langsam kann ich's auf Anhieb richtig schreiben) hat die schwere Startnummer 1. Eigentlich ein großer Nachteil jeder Anrufshow und vor allem einer so langen Show. Ob sich das aber auch in diesem Jahr so auswirkt bleibt abzuwarten, denn morgen können die Zuschauer zu Hause von Beginn an für ihren Lieblingstitel voten. Also noch bevor die überhaupt aufgetreten sind. Ich persönlich finde diese Regeländerung ja total hirnrissig. Schließlich sollte immernoch zählen was auf'm Platz passiert und das kann man vorher doch noch gar nicht wissen. Da haben doch bestimmt wieder die Controller entschieden, dass sich mehr kostenpflichtige Anrufe generieren lassen, wenn der Abstimmungszeitraum länger dauert. Die letzten sind die ebenfalls hoch gehandelten Dänen.

Jedenfalls, ich wollte über die Startnummern schreiben. Safura fängt also an und weiter geht's gleich mit Spanien und Norwegen. Sicher zwei spannende Beiträge. Danach geht's weiter mit Moldau bevor sich dann gleich alle drei Jungs mit ihren Gitarren hintereinander dem direkten Vergleich stellen müssen. Der walisische Zypriote macht dabei den Anfang, gefolgt vom rockenden Bosnier und meinem Lieblingsbelgier.
Nach diesem spektakulären Shoot-out fällt der Spannungspegel erstmal ab. Nacheinander kommen die eher durchschnittlichen Titel aus Serbien, Weißrussland, Irland, Griechenland und UK. Letztere bilden in diesem Block vermutlich den Tiefpunkt.
Von diesem schwachen Block könnte die Georgierin sehr profitieren, denn sie folgt auf den Engländer und kann aus dieser Position sicher ganz besonders glänzen. Sie ist die erste in einem relativ starken und schnellen Block. Auf Sofia folgen die hervorragenden Türken (die Rockband Manga hat wohl tatsächlich schon MTV-Awards gewonnen), die Albanerin hat wohl im ersten Halbfinale eine starke Leistung abgeliefert und die Isländerin im Vulkankleid singt auch eine ganz schmissige Pop-Nummer.
Um das ganze abzuküren, es folgen: Ukraine, Frankreich, Rumänien, Russland, Armenien und Deutschland, Portugal, Israel und Dänemark.

Vor Lena kommt erst der unglaublich schlechte Russe und dann das schreckliche Loblied auf die armenische Aprikosenernte. Nach ihr kommt die Portugiesin mit ihrer schönen Ballade, die so auch schon anfang der 90er von Mariah Carey hätte gesungen werden können. Sie soll zwischen zwei Balladen von Powerfrauen im engen Korsettkleidchen hervorstechen. Ich finde es tatsächlich schwer vorauszusagen, ob das klappt. Sicherlich ist der Kontrast Armenische Folklore vs. moderner Chartpop eher gut für Lena. Andererseits könnte durch das Sandwich auffallen, dass Lenas Stimmchen eben doch nicht so toll ist, dass es für die große Bühne reicht und ein hübsches Lächeln alleine eben noch keinen ESC-Sieger macht. Ich bin mal gespannt.

Auf jeden Fall ballen sich am Ende wieder eher die favorisierten Liedchen. Mal sehen ob die Dänische Windmaschinenorgie in dieser Position tatsächlich noch glänzen kann und der Israeli diesmal seine Töne trifft. Ich wünsch' es ihm.

So. Morgen ham' wir's alle wieder für ein Jahr überstanden. Na, vielleicht übermorgen, schließlich müssen am Sonntag noch die Ergebnisse diskutiert werden. Zeit wird's jedenfalls. Zu viele Grand-Prix-Fotostrecken auf den einschlägigen am tagesgeschehen ausgerichteten Internetseiten.

In diesem Sinne, nochmal kurz zum Mitschreiben:

1 Aserbaidschan
2 Spanien
3 Norwegen
4 Moldau
5 Zypern
6 Bosnien-Herzegowina
7 Belgien
8 Serbien
9 Weißrussland
10 Irland
11 Griechenland
12 Großbritannien
13 Georgien
14 Türkei
15 Albanien
16 Island
17 Ukraine
18 Frankreich
19 Rumänien
20 Russland
21 Armenien
22 Deutschland
23 Portugal
24 Israel
25 Dänemark

(fast ohne nach zu gucken)

Fjordsetzung folgt.

27 Mai 2010

Live Blog vom 2. Halbfinale

Reaktionen: 
Juhu, der Live-Stream funktioniert einigermaßen stabil und somit möge das bloggen beginnen.

Gerade waren die Litauer dran. Sehr lustiges Lied. Hätte nicht gedacht, dass Eastern European Funk so gut funktioniert. Und die lustigen Plastikinstrumente und die silbernen Glitzer-Hot-Pants.... 3 Punkte.

Jetzt singt die Armenierin. Sie bekommt Pluspunkte für ihr wallendes schwarzes Haar und ihre süße Erscheinung und singen tut sie auch net schlecht. Aber Lieder über Aprikosenkerne und tanzende Landwirte, die mit ihren Tongefäßen den überdimensionalen Aprikosenkern gießen. Das geht einfach net. 2 Punkte.

Ach der Israeli schmachtet vor sich hin. Je öfter ich das Lied höre, desto mehr gefällt es mir (ich glaube ich erwähnte es schon). Will ich am Samstag unbedingt nochmal hören. Dazu die schlichte Inszenierung. 4,5 Punkte.

Ich bleib dabei, die Dänen sind schrecklich überbewertet. Die Sängerin mit ihren merkwürdig auf gespritzt wirkenden Hamsterbäckchen, der Sänger, der einen irgendwie verschreckten Gesichtsausdruck an den Tag legt, und überhaupt die dramatische Mann-Frau-Duett Inszenierung mit Windmaschinen-Orgie zum Schluss. Das verdient nochmal einen extra Punktabzug wegen mangelnder Kreativität. 2 Punkte.

Da ich schon die Topmodels im TV verpasse, freue ich mich, dass der Schweizer wenigstens ein paar Mädels für den Live-Walk organisieren konnte. Noch nen Pluspunkt für die französische Sprache (immerhin habe ich vor der Show gerade noch mein Sprachlernprogramm gefoltert). Fairnesshalber sollte ich jetzt auch den Kreativitäts-Minuspunkt vergeben, weil dieser komische Akzent nach dem Liedtitel auch nicht unbedingt neu ist. Aber wer ist schon fair. 3 Punkte.

Pause. Leider stottert der Stream jetzt doch immer öfter. Aber noch geht's. Gleich kommt die Schwedin, auf die freue ich mich schon. Schweden liefert immer Qualität.

Die erste Assoziation beim Anblick der Sängerin: "Nimm die Gitarre runter......" Wer sang das noch gleich? Egal. Sie hat auf mich gehört. Lied, Sängerin, Ausstrahlung und Inszenierung alles samt gut. 4,5 Punkte wie der Israeli. Außerdem kann ich die gute Anna schon mal beruhigen. Sie will nicht gewinnen und das wird sie auch nicht, schließlich ist der erste Platz für Lena reserviert. Aber verlieren wird sie auch nicht. Ins Finale kommt sie bestimmt.

Safura aus Aserbaidschan. Noch so ein überschätztes Lied. Überinszeniert. Noch nicht mal wirklich gut gesungen. Und auch sonst war's noch nie wirklich gut. 3 Punkte. Und da ist der Favoritenbonus schon reingerechnet.

Die Ukraine. Ui das geht ja ganz schön dramatisch los. Ein wenig zu tief vielleicht für die gute Aljoscha. Die Kapuze fällt, die Windmaschine legt los. Mensch, das ist ja fast rockig. Und sogar ein wenig sozialkritisch. Ich hab ihre Message zwar noch nicht verstanden (irgendwas von wegen der Kinder und das man doch die Stimme erheben sollte und so). Irgendwie passt das nicht so richtig ins Gesamtkonzept der Veranstaltung. 2 Punkte.

Dann doch lieber das Kontrastprogramm. Aber Mist ausgerechnet vor Sieneke setzt mein Player aus. Dabei hätte ich das Shalali so gern gehört.

Und soviel zum Thema Livestream. Der Player setzt wieder ein beim Rumänischen Beitrag. Noch so ein Mann-Frau-Duett. Ist mir aber sympatischer als die Dänische Version. Hübsche Effekte. Hübsche Menschen. Gläserne Klaviere. 3,5 Punkte.

Die Slowenen. Die sind ja witzig. Und der Sänger hat das Tuch top modern genau so gebunden, wie das Frl. ts mir das neulich noch gezeigt hat. Ich weiß nicht, diese Mischung aus Rocksong und Volksmusi bekommt von mir 4 Skurilitätspunkte. Ich komm aus dem Grinsen gar net mehr raus.

Irland. Lied 12. Und erst jetzt fällt mir auf, was ich die ganze Zeit vermisst habe. Peter Urban. Dann muss es wohl ohne gehen. Nettes Lied. Wieder ne Ballade. Ein wenig langweilig. Es hat Momente, aber irgendwie zu wenige davon. Könnte m. A. n. auch gut als Titelmelodie für Titanic 2 funktionieren. ich schwankte zwischen 3 und 4 Punkten, bis gerade eben der letzte Ton irgendwie auf der Strecke blieb. Damit ist die Entscheidung leider auf 3 Punkte gefallen.

Bulgarien. Ein Sänger der sich für unwiderstehlich hält (mögen die weiblichen Leser das bitte beurteilen) und ein paar Mädels in Engelskleidchen, die sich wie die Derrwische um sich selbst drehen. Ui, und jetzt haben sich die Engelchen ihrer Kleidchen entledigt. Und darunter kommt, wie bei den beiden Tänzern komisch glitzrig eingegelte Haut zum Vorschein. Ja, so kennt man den Grand-Prix. Bei all der Ablenkung hätte ich fast nicht mitbekommen, dass der Sänger nicht wirklich gut gesungen hat. Das war wohl das Ziel der Sache. 1 Gnadenpunkt.

Der zypriotische Beitrag. Noch ein Mann mit seiner Gitarre. Er muss sich ganz schön anstrengen um gegen seine beiden Backgroundsänger anzukommen. Nein, nein. 1 Punkt.

Nur noch drei Lieder dann ist es für heute überstanden. Kroatien, Georgien und die Türkei kommen noch. Erschrenkend ist, dass ich gerade das dänische Lied als Ohrwurm habe. Ausgerechnet.

Kroatien probiert es mit einer Girlband, ob das eine gute Idee ist? Oh je. Hübsch sind se ja, aber die Choreo... da hätte der Dee nochmal Hand anlegen müssen. Geschickterweise wurde auch auf Harmonien jeglicher Art verzichtet. 2 Punkte, weil die Mädels wenigstens besser aussehen als der Bulgare.

Georgien. Find ich bis jetzt sehr gut. Die bessere Safura, würde ich sagen. Eigentlich sind die Beiträge recht vergleichbar. Nur dass die Georgierin eben besser singt und das Lied auch besser ist. Und die ganze Zeit wird sie beim Tanzen von ihren Tänzern durch die Gegend gewirbelt. Gut am Anfang sieht das noch wie Gehhilfe aus, aber später wurde es besser. Gute 4 Punkte.

Die Türken kommen zum Schluss. Eine moderne Band. Viel Gitarre, melodisch, hübsche Akzente zwischen drin. Gut gemacht. Ich mag's. 4 Punkte.

Das würde bedeuten, dass Zypern, Bulgarien, Kroatien, Dänemark, Armenien, die Ukraine und noch jemand mit 3 Punkten ausscheiden müssten, vermutlich Litauen.

Wenn ich mir den Schnelldurchlauf so anhöre, muss ich mein Voting für Dänemark und Aserbaidschan wohl umdrehen. Eher 3,5 Punkte für die Dänen und nur 2 für Safura.

Im Finale am Samstag wären somit: Schweden, Israel, Georgien, die Türkei, Slowenien, Rumänien, Schweiz, die Niederlande, Irland und Dänemark.

Ich bin mal gespannt wieviele Treffer dabei sind.

Oh wie schön. Der Kommentator hat sich solidarisch mit den Litauern die silbernen Glitzer-Pants angezogen. Am Dienstag hatte er vor der Entscheidung eine Perücke aufgesetzt, die dem prägnanten Äußeren des Serben ähneln sollte. Ein Scherzkeks also.

Und jetzt kommt wieder dieses grässliche Sound-remix Intermezzo. Das hatten die am Dienstag so ähnlich auch schon mal. Schon beim ersten Mal hat die Idee nicht wirklich funktioniert.

OMG die Ukraine ist weiter. OMG. Kann's gar nicht fassen.
Davor schon Georgien. Danach die Türkei. Immerhin schon 2 Treffer.
Israel! 3. Treffer.
Irland. Hab ich die auf der Liste? Jap. 4 Treffer.
Zypern. Na gut. Damit hab ich jetzt wieder nicht gerechnet. Geht aber wohl noch in Ordnung.
Aserbaidschan. Alles andere wäre auch eine faustdicke Überraschung gewesen.
Ich tippe noch auf Schweden, Dänemark und Israel - ach ne, der Israeli ist ja schon weiter.
Rumänien. War wirklich n ganz guter Auftritt. 5. Treffer.
Armenien! Das kann ja wohl nicht wahr sein,
Dänemark. 6. Treffer.

Aber die Schwedin ist draußen. Das macht mich jetzt schon irgendwie traurig.

Naja. So ist das eben mit dem ESC. Es gibt immer Überraschungen.

Mal eine geographische Ordnung erstellen: Da wären Dänemark, Irland als klar Westeuropäisch. Armenien, Georgien, Aserbaidschan, Ukraine, Rumänien stecke ich jetzt mal in einen Topf. Türkei, Zypern und Israel sind in dem Zusammenhang wohl eher lagerlos.

Ausgeschieden sind: Schweden, die Niederlande, Schweiz, sowie Kroatien, Bulgarien, Slowenien und Litauen.

Ich wollte das Lagerargument ja eigentlich entkräften, aber eigentlich sieht's schon ein wenig danach aus.

In diesem Sinne. Schließe ich wieder mit den Worten von Stefan und Lukas:
Fjordsetzung folgt!

26 Mai 2010

Lena (Meyer-Landrut)-Buzz

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ich habe mir vorgenommen jeden Tag bis zum Finale am Samstag eine Kleinigkeit zum Thema ESC und Lena zu posten. Heute hätte ich's aber fast schon wieder vergessen. Gerade noch rechtzeitig habe ich mich an einen Link erinnert, den ich neulich irgendwo gefunden habe.

In Deutschland wird ja ganz viel über unsere Lena geschrieben, vor allem ganz viel positives über ihre angeblichen Chancen, das positive Echo im Ausland usw... Leider ist es uns Deutschen allerdings nicht unbedingt gegeben, gut mit solchen Vorschusslorbeeren umgehen zu können. Wir machen uns lieber schlecht, zweifeln und kritisieren. Das trifft nicht nur auf den ESC zu, aber in der Regel eben auch. Auch ich traue dem Braten noch nicht so richtig.

Um so mehr hat es mich gefreut, dass der große amerikanische Boulevard-Blog Huffington Post sich sehr positiv über Lena und ihr Lied geäußert hat. Nun mag man sich fragen, warum zur Hölle ein amerikanischer Blog über einen europäischen Liederwettbewerb schreibt. Aber der ESC ist eben auch im Rest der Welt legendär (ne gute Freak-Show kommt eben überall an).

Zur Einschränkung muss ich sagen, dass es Posts zu vermutlich allen Beiträgen gibt und dass auch über Safura sehr positiv geschrieben wurde, aber das soll die Freude überhaupt nicht trüben. Lena gefällt. Auch auf der anderen Seite des großen Teichs.

Hier übrigens ein Lenaismus zum Thema Safura, der sogar auf Eurovision Today
Erwähnung gefunden hat.

Zu guter Letzt gebe ich zu, dass auch ich mich zu den typisch deutschen Skeptikern zähle. Ich schätze einfach, dass es ziemlich viele Menschen da draußen gibt, die aus Prinzip nicht für Deutschland stimmen. Ich lasse mich aber gerne vom Gegenteil überzeugen.

Ich verabschiede mich heute nicht mit dem gewohnten "Guats Nächtle", sondern borge mir das Schlussword von den Jungs von Oslog.tv:

Fjordsetzung folgt!

25 Mai 2010

ESC Countdown

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gerade ist das erste Halbfinale zu Ende gegangen. Von 17 Startern durften 10 ins Finale am Samstag. Leider habe ich es fast komplett verschwitzt und erst mitten im Schnelldurchlauf zum NDR gezappt. Da ich ja aber bestens vorbereitet bin und in die Lieder bzw. deren offizielle Videos größtenteils schon rein geklickt habe, erlaube ich mir trotzdem ein gewisses Maß an Entsetzen, ob der qualifizierten Teilnehmer.

Die Weißrussen mit ihren Schmetterlingskleidchen haben's tatsächlich geschafft. Und Bosnien Herzegowina. Da kann man wirklich nur den Kopf schütteln.

Vorherzusehen waren wohl Russland und Griechenland, wobei letztere es wohl auch irgendwie verdient haben.

Die hübsche Portugiesin musste einfach weiter kommen, alles andere wäre ein Skandal gewesen.

Lange zittern musste ich für meinen Belgier. Ich kenne ja immer noch nur sein Video und habe keine Ahnung von seinen Live-Qualitäten, aber ich bin doch froh, dass ich mich am Samstag von eben diesen selbst überzeugen kann. Peter Urban war übrigens auch meiner Meinung und hat sich persönlich für Tom Dice gefreut. Darin finde ich doch eine gewisse Bestätigung.

Island und Albanien sind dann noch weiter, erstere wohl mehr oder weniger erwartet, letztere doch überraschend, wobei angeblich die Performance gut gewesen sein soll.

Fehlen noch Moldau, mit dem Schönling, der gerne mal Rocker sein möchte und Serbien, mit dem androgynen etwas mit der komischen blonden Helmfrisur.

Peter Urban kommentierte die Liste sei "ein guter Querschnitt". Querschnitt stimmt vermutlich, das gut ist interpretationsbedürftig.

Ich hätte am Samstag ja gerne die lustigen Finninnen gesehen, aber was soll's.

Ich würde jedenfalls sagen: Alles schlagbare Gegner für unsere Super-Lena!

Schönen Abend.

24 Mai 2010

Grand-Prix-Fieber

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Als Ergänzung zum Post von gestern, hier ein nettes kleines Video, dass ich gerade auf www.oslog.tv gesehen habe.




Einer der beiden Blogger von Oslog ist übrigens der ebenfalls verlinkte Stefan Niggemeier. Sehr lustig anzuschauen das.

22 Mai 2010

ich könnt' ja mal wieder

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ne Kleinigkeit schreiben. Während die Welt den Bayern beim verlieren zu schaut, habe ich nämlich gerade nix besseres zu tun.

Nun, hoffentlich hat sich niemand Sorgen gemacht. Immerhin schrieb ich im letzten Post noch davon, dass wir in Kürze das Flugzeug in die Heimat besteigen würden. Nun wir haben das auch gemacht und sind auch tatsächlich pünktlich am ersten April wieder in München angekommen. Nach einem langen Tag und einer langen Nacht, zunächst in der Hotel-"Lobby" und dann an diversen Flughäfen und Flugzeugen. Ich sag's Euch, ich bin zu alt für sowas. Ich erinnere mich auch noch, dass es bei Ankunft in München tatsächlich geschneit hat. Die Kombination aus schlafloser Nacht und Münchner Schmuddelwetter hat dann auch dazu geführt, dass ich gleich mal wieder ein wenig erkältet war.

Schluss damit. Zurück in D hatte ich auf jedenfall einfach keine Lust mich vor das Fuchsbaby zu setzten und zu bloggen. Nicht , dass seit dem nichts passiert wäre oder es nichts zu berichten gab. Ich hatte nur eben einfach keine Lust.

Was mich jetzt antreibt, ist vor allem das nahende Finale des großen European Song Contests mit unserer Lena. Mein Lieblingssong für Oslo wäre ja nach wie vor Dursti mit seinem Stalker gewesen. Aber er hat es ja nicht ins USFO Finale geschafft. Im Internet Café in Damaskus konnte ich ja leider nur erfahren, dass zum Glück die süße Lena und nicht die, für meinen Geschmack leider etwas zu konventionelle und daher langweile Jennifer das Finale gewonnen hat. Dort hat die Leitung allerdings nicht gereicht um das Video vom Siegertitel zu sehen (nicht, dass ich es nicht versucht hätte). Wieder zu Hause habe ich allerdings als aller erstes die Aufzeichnung des Finales angeschmissen, um während des Auspackens gleich alle Auftritte zu sehen und mir eine fundierte Meinung zu bilden. Fazit: Ich war zufrieden mit dem Ausgang des Finales.

Seit dem bin ich also im Lena- und Eurovisionsfieber und besuche regelmäßig die Fachseiten, verfolge also die Entwicklung der Wettquoten bei William Hill Bookmakers (aber Vorsicht, wetten kann süchtig machen), lese die Posts auf Feddersens Grand-Prix Blog und verschlinge die Nachrichten über die Grand-Prix-Starter auf ESC-Today.

Ich habe auch fast alle Titel mal gehört und bin von den wenigsten beeindruckt. Mein Lieblingslied (neben Lena natürlich) ist der belgische Beitrag, in dem ein junger Mann mit seiner Gitarre eben genau davon singt, nämlich von sich und seinem Instrument. Ein hübsches kleines Liedchen, dass ich gerne auch im Radio hören würde. Leider hat es wohl nicht die geringste Siegchance. Zum einen glaube sogar ich, dass es wohl einfach ein zu kleines ruhiges Liedchen ist und zum anderen bestätigen auch die erwähnten Foren, Wettquoten und Fanabstimmungen, dass Belgien, wenn es denn überhaupt ins Finale kommt, bestenfalls im geschlagenen Feld landen wird. Wir werden sehen. Ich dürcke dem lieben Tom Dice jedenfalls die Daumen.

Wenn ich mich richtig erinnere ist der gute auch ein Casting Show Gewinner. Überhaupt kann man fast davon ausgehen, dass, wenn da ein einzelner Performer auf der Bühne steht, dieser Sänger oder diese Sängerin mit Sicherheit an einer lokalen Variante von DSDS oder X-Factor teilgenommen hat und seit dem auf seinem oder ihrem Heimatmarkt erfolgreich Musik vertreibt. Jedenfalls kam es mir beim lesen der Vorstellungsseiten auf ESC-Today so vor.

Auch wenn Lena übrigens hoch gehandelt wird, Favoritin ist übrigens Safura aus Azerbaijan. Mich hat das Lied jetzt nicht gerade umgehauen, aber es hat schon irgendwas, ist unter den zur Auswahl stehenden Songs sicherlich eins der besten und im Gegensatz zu Lena ist Safura die letzten Wochen quer durch Europa getourt und hat recht erfolgreich die Werbetrommel gerührt. In den Wettquoten ist Azerbaijan in den letzten Wochen jedenfalls auf und davongezogen.

Außerdem oben dabei ist Israel mit einer sogenannten Powerballade, der ich zu Anfang auch nichts abgewinnen konnte. Je öfter ich es allerdings höre, desto besser finde ich das Liedchen und die Melodie ist definitiv recht catchy. Die Dänen sind meiner bescheidenen Meinung nach extrem überbewertet. Extrem langweiliger Europop, ein Männchen und ein Weibchen laufen aufeinander zu, schmachten sich an, singen von ihrer Liebe, dazu ein bisschen RnB-Pop und Lichtermeere. Nix für mich. Dann lieber die süße kleine blonde Schwedin, ebenfalls mit Gitarre. Nettes Mädel, netter Beitrag.

Die anderen Lieder hab ich schon wieder vergessen, aber so steigt die Spannung für's Finale nächste Woche wieder ein wenig.

Heute war übrigens Lena's erste Probe auf der Osloer Bühne. Sie sei von zahlreichen Fans empfangen worden und ist überhaupt recht populär dort. Ich bin mal gespannt was da auf uns zu kommt.

Schönen Feiertag Euch!

31 März 2010

Tag 21: kleine Steine

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Der letzte Tag ist schon zu Ende gegangen. Jetzt warten wir nur noch, dass es Zeit wird uns auf den Weg zum Flughafen zu machen.

Heute haben wir uns zum Abschluss noch ganz kleinen alten Steinen gewidmet. In der Mosaik-Stadt Madaba gibt es naemlich einige davon.Auch sehr schoene. Und da die Stadt ziemlich klein ist, war der Besichtigungsteil auch nicht so anstrengend und wir konnten uns schoen Zeit dabei lassen.

Den Rest des Tages haben wir dann die hiesige Turismusindustrie nach Kraeften unterstuetzt und jede Menge Geld fuer Souvenirs verprasst. Merke: eine Souvenirjagd am letzten Reisetag ist wie einkaufen gehen mit leerem Magen. Man kauft viel mehr, als eigentlich gut ist. Aber egal. Die Dinge sind schoen.

Noch 6 Stunden bis Abflug. Essen gehen, Tee trinken und Hubble Bubble rauchen sind als Aktivitaeten schon abgehakt. Da bleibt uns jetzt wohl nichts anderes uebrig als im Hotel ein wenig Fox Series zu schauen und Buecher lesen.

Salam und bis bald

30 März 2010

Tag 19-20: Faulenzen am Strand

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Gestern hatten wir einen wunderschoen faulen Tag am Strand von Aqaba. Um den Souvenirverkaeufern und sonstigen Stoerenfrieden am Public Beach zu entkommen, haben wir uns dafuer sogar den Eintritt im exklusiven Royal Diving Club erkauft. Dort wollten wir dann in aller Ruhe am Strand liegen, Sonne und Rotes Meer geniessen, unsere Buecher lesen und entspannen.

Das meiste davon hat auch wunderbar geklappt. Nur aus der exklusiven Ruhe wurde irgendwie nichts. Es stellte sich naemlich heraus, dass der Mann an der Beach Bar ein eher untalentierter DJ war. Spielte er anfangs noch durchaus gefaelligen und nur ein wenig zu lauten Lounge-Sound, aenderte sich das im Laufe des nachmittags doch ziemlich deutlich. Der DJ konnte sich weder fuer einzelne Lieder, noch fuer die richtige Lautstaerke entscheiden, drehte mal ordentlich laut, dann wieder angenehm leise, spielte ein Lied 30 Sekunden an, um dann recht hart auf ein anderes Lied zu wechseln. Ausserdem hat er wohl diverse Mallorca-Party-Hit-CDs in der Playlist verwurstet.

Aber schoen war's trotzdem. Ich bin auch wieder ein wenig geschnorchelt. Die hatten ein sehr schoenes Riff dort vor ihrem Strand. Die Fische waren nicht ganz so bunt wie auf Bali, aber dafuer waren die Korallen viel schoener und intakter. Leider war das Meer zum Schnorcheln fuer meinen Geschmack ein wenig frisch. Man liegt da ja quasi nur im Wasser und bewegt sich kaum, hat also keine Chance sich warm zu schwimmen. Das war auf Bali wiederum angenehmer.

Zu guter letzt hatten wir sogar noch einen schoenen Sonnenuntergang. Unser erster in diesem Urlaub und vermutlich auch der einzige. In Palmyra, Petra und im Wadi hat uns da ja jeweils das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht. Das Farbenspiel war zwar auch diesmal nicht perfekt, aber eine wunderschoene runde Kugel versank hinter dem Huegel gegenueber (vermutlich schon ein aegyptischer Huegel).

Heute war nun wieder ein Transfertag. Mit dem Bus ging es zurueck von Aqaba nach Amman (ca. 4,5 h) dann mit dem Taxi zum anderen Busterminal und von dort mit dem naechsten Bus nach Madaba. Der Endstation der Reise. Von dort geht es dann morgen Nach zum Flughafen, der zwischen Amman und Madaba liegt.

Bemerkenswert an den Busfahrten waren vor allem zwei Dinge. Zum einen verschandeln die Jordanier sogar ihren Wuestenhighway mit Strassenschwellen! Nicht nur irgendwelche Sekundenschlafbrecher sondern richtige, auf fast Schrittgeschwindigkeit runterzwingende Strassenschwellen. Wo der Bus doch eh nur mit ca. 80 kmh auf dem fast leeren, schnur geraden Highway gefahren ist. So eine Zeitverschwendung. , dass es unglaublich.

Zum anderen wurden wir auf der Strecke Aqaba Amman mindestens 6 Mal von Polizeikontrollen aufgehalten. Wohlgemerkt nicht in irgendeinem Bus, sondern in einem JETT-Bus, einer Turistenlinie, die wohl besonders gut sein soll. Was die wollten, sie scheinen nur die Papiere der Busfahrerin geprueft zu haben bleibt unklar. Noch bemerkenswerter war dann die Kontrolle im Lokal-Bus von Amman nach Madaba. Da stieg der Polizist doch tatsaechlich ein und sammelte die ID-Cards der Lokals ein. Unsere Paesse haben ihn allerdings nicht interessiert. Ich muss schoen sagen, die spinnen die Jordanier. Und ich wollte eigentlich schon schreiben, dass die Jordanier da viel lockerer sind als die Syrer, bei denen man vom Ticketkauf am Schalter bis zum Betreten des Buses zig mal die Paesse vorzeigen muss. Aber immerhin wird man da dann nicht mitten in der Fahrt aufgehalten.

Anyway. Morgen also noch etwas Last-Minute-Sightseeing und dann eine laaaannnge Nacht bis der Flieger geht. Alhamdelela! (oder so. die Amerikanierinnen im Wadie meinten, dass koenne man immer sagen und hiesse sowas wie "so gott will". Ich glaub das jetzt mal.)

Salam