26 Mai 2008

Kirche im Dorf

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Mein Gott. Ja, die No Angels sind Drittletzte geworden. Ja, außer den Sympathiepunkten der bulgarischen Lucy-Fans und 2 schweizer Gnadenpunkten sind wir völlig leer ausgegangen und ja, ein ruhmreiches Ergebnis sieht anders aus. Aber, wir wollen doch mal schön die Kirche im Dorf lassen, wo sie hingehört. Es ist nur ein lustiger Musikwettbewerb, der von je her eher durch seinen Skurilitätsfaktor als durch Qualität auffiel.

Wenn man so das Presseecho verfolgt könnte man meinen das Image des Landes Deutschlands sei nachhaltig beschädigt. Vielleicht hat das ja jetzt Auswirkungen auf den Standort Deutschland, weil ausländische Unternehmen nicht in einem Land investieren wollen, in dem der heimische Musikmarkt solche Wettbewerbsbeiträge produziert. Hat schon jemand den Geschäftsklimaindex aktualisiert? Ich bin mir sicher, der ist unter dem Eindruck der gegegenwärtigen Krise um mehrere Prozentpunkte gesunken!

Ach ne, ganz soweit geht man dann doch nicht. Wir sollen nur mal wieder aus dem Wettbewerb austreten oder die Osteuropäer kollektiv ausschließen. Na dann. Ich persönlich bin ja der Meinung, man solle das ganze einfach nicht so ernst nehmen und sich darüber freuen, dass die No Angels eine gute Leistung gebracht haben. Sie sahen gut aus, haben sich nicht in ihren Gardinenumhängen verheddert und haben nicht falsch gesungen. Mehr konnte man beim besten Willen nicht erwarten (siehe vorherigen Beitrag).

Und nun is gut. Ein Jahr Grand Prix Pause. Genug Zeit, damit sich alle wieder ein bisschen abregen können.

Übrigens gehe ich zur Feier des Sommereinbruchs gleich zur Bladenight. I grei mi.

19 Mai 2008

Kultur

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Da möge nochmal einer behaupten, ich sei nicht vielseitig interessiert! Hier meine Gegenbeweisführung:

Das Wochenende stand im Zeichen der Kunst. Ich besuchte nämlich das Haus der selbigen (zusammen mit ts), um mir zwei Ausstellungen anzuschauen. Da wäre zunächst die des kürzlich verstorbenen Herrn Rauschenberg, seines Zeichens "einer der bedeutendsten Erneuerer in der Kunst des 20. Jahrhunderts", "ein wegweisender Vorreiter der amerikanischen Pop-Art", der "die Grenzen der Bildenden Kunst grundsätzlich neu ausgelotet" hat. Nun, sagen wir's mal so, interessant aber Geschmackssache! Zum anderen wird dort derzeit auch eine meiner bescheidenen, weil laienhaften Meinung nach, viel spannendere Ausstellung gezeigt, nämlich die des Herrn Parr, der im höchsten Maße irritierende Fotos von reichen Menschen (u.a. im P1) gemacht und außerdem massenhaft Krimskrams, z.B. Saddam Hussein oder Margret Thatcher Hass- bzw. Huldigungs-Merchandise, gesammelt hat. Sehr nett.

Nun, nachdem wir uns für morgen zu einem cineastischen Event verabredet haben, möchte ich das kommende Wochenende ins Zeichen eines weiteren kulturellen Großereignisses stellen: Am Samstag heißt es wieder: Germany one point, wenn überhaupt. Nichtsdestotrotz werde ich die unausweichliche, katastrophale, desaströse Niederlage der großen und einzigartigen, aber leider trotzdem chancenlosen No Angels beim legendären Grand Prix Eurovision de la Chanson, oder wie er neuerdings unschön heißt European Song Contest in voller epischer Länge verfolgen. Habt ihr vielleicht Lust mir dabei Gesellschaft zu leisten und mit mir und alkoholischen Getränken über die schrägen Kandidaten zu lästern?

10 Mai 2008

Tulum Tulum

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Ach ja, was für ein urlaubsreiches Jahr das wieder ist. Nachdem die 5 Wochen Peru und Bolivien langsam sacken konnten und ein wenig von ihren Sensationscharakter verloren haben, dachte ich, es wäre an der Zeit mal wieder was anderes zu buchen.

Da bot es sich an, meiner Cousine beim heiraten zu zu schauen. Oder besser, mit Ihr die Hochzeit nachzufeiern, da die eigentliche Trauung demnächst im fernen Australien stattfinden wird. Gesagt getan.

Nach zahlreichen Emails und Telefonaten mit Cousine und Eltern fiel die gemeinsame Entscheidung: Flug zum MCO am Freitag, Hochzeitsfeier in Orlando, FL am Sonntag, Kreuzfahrt über Cozumel, Mexico bis Belize, Belize bis Samstag früh, Heimflug nach MUC am Sonntagnachmittag wieder vom MCO. Vielleicht bekomme ich ja von der Airline ein Upgrade in die 1st class als Geburtstagsgeschenk :-)

Die Eltern bleiben danach übrigens noch weitere 2 Wochen in Orlando. Nur mein Urlaubskonto ist mit diesen 6 Tagen nun entgültig ausgereizt.

Ich freu mich schon. Jetzt werde ich in diesem Jahr also nicht nur Inkaruinen sondern auch noch eine oder zwei alte Mayastätten besichtigen und echtes Karibik-Feeling tanken können.

Ach, ich freu mich!