24 Februar 2009

Flaschenpost...

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... hätte kaum länger dauern können.

Wie bee schon schrieb, bekam sie letzte Woche eine Postkarte aus Peru und zwar von mir. Gestern trudelte auch die Karte an meine Eltern ein.

Der Leser wird bemerkt haben, dass ich schon seit einiger Zeit wieder in Deutschland weile.

Tatsächlich habe ich die Karten alle am selben Nachmittag geschrieben (es regnete in Aguas Calientes) und einige Tage später alle zusammen zur Post gebracht und in den Briefkasten im Postamt geschmissen, zu dem die nette Frau am Schalter, die mir vorher die Briefmarken verkauft hat, hindeutete.

Die Auslieferung hat also knappe 10 Wochen gedauert. Das gute daran ist, selbst wenn ich die Postkarten sofort nach der Landung in Santa Cruz geschrieben und eingeworfen hätte, wäre ich immernoch lange vor den Karten zurück gewesen. Es war also nicht so schlimm, dass ich bis kurz vor dem Ende gewartet habe.

Also, falls ihr noch keine Karte bekommen habt, und mich schon heimlich verflucht habt, nicht ungeduldig werden, sie kann noch kommen.

Guats Nächtle

21 Februar 2009

Diättipp: Die neue Candida-Diät!

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Im Selbstversuch erforsche ich gerade eine absolut vielversprechende neue Diät exklusiv für meine lieben Leserinnen und Leser. Der Erfolg bislang ist beachtlich. Rutschende Hosen und knapp zwei Kilo weniger in den letzten drei Wochen.

Wie ich das geschafft habe? Man streiche ersatzlos alles Zuckerhaltige und drinke den ganzen Tag Salbeitee pur oder im Mix mit anderen gesunden Kräutertees. Mittagessen ist ganz normal erlaubt und Frühstück besteht aus dem besonders körnigen Vollkornbrot, aber bitte ohne Marmelade, oder Nutella.

Warum ich mir das antue? Nun, auf jeden Fall nicht, um abzunehmen. Seit der dummen Antibiotika-Behandlung Anfang! Januar, schlage ich mich mit einem dummen Pilz vermutlich der Gattung Candida herum, der es sich vor allem auf meiner Zuge gemütlich gemacht hat und sich dort recht hartnäckig hält. Nachdem die Spülung alleine nicht so richtig viel Wirkung gezeigt hat, habe ich beschlossen die Wirkung zu unterstützen und meinem ungebetenen Gast alle Annehmlichkeiten zu streichen, die er vorher in Überfluss bei mir vorgefunden hat. Denn Candida steht auf kurzkettige Kohlenhydrate wie Zucker und Weißmehl und wenn man oberflächlich googelt eigentlich überhaupt auf alles essbare. Konkret heißt dass eben, dass ganze (Zwischen-)Mahlzeiten ausfallen, weil ich mich im Büro vom Süßigkeitenschrank fern halte und auch Abends nicht wie üblich zur Kekspackung greife. Stattdessen gibts jetzt zum Abendessen 0,1% Fett Naturjoghurt und Vollkornhaferflocken.

Hmmm, lecker.

15 Februar 2009

Pimp my Block

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Die Großbaustelle vor meiner Haustüre scheint bald der Vergangenheit anzugehören, denn der neue Bahnhofsplatz nimmt langsam Formen an.

Zumindest hat im Erdgeschoss des neuen Gebäudes schon das erste Geschäft eröffnet - eine Apotheke. Der neue dm-Markt hat auch schon das Datum der Neueröffnung bekannt gegeben und letzte Woche habe ich ein Vinzenzmurr Schild in einem der anderen Ladenlokale entdeckt.

Im schönen Sonnenschein des heutigen Nachmittags habe ich mich mal durch den Schneematsch gekämpft, um zu sehen, was sonst noch so zu erwarten ist und ich habe nicht schlecht gestaunt, als ich da noch gut fünf weitere Namen gelesen habe und einer davon, man lese und staune, ist Burger King. Oh ja, da wird der Dönerwagenbesitzer gar nicht glücklich sein. Die meisten anderen Namen sagen mir nichts, es handelt sich wohl um typische Bahnhofshops - Snacks, Presse, Snacks usw. Aber immerhin. Ich bin schon ein wenig begeistert. Mein verschlafener Bahnhofsplatz erwacht vielleicht aus seinem Dornröschenschlaf.

Ich hoffe nur der Friteusenduft zieht nicht in meine Richtung.

Guats Nächtle

14 Februar 2009

Spannung pur

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oder auch nicht. Da konnten sich Stefan Raab und die zuckersüße Johanna Klum noch sehr bemühen und nach jedem Bundesland immer wieder beschwörend die magische Formel "da ist noch alles drin" ins Mikro murmeln, aber der Durchmarsch des haushohen Favoriten Peter Fox war schon nach der zweiten Punktevergabe offensichtlich.

Überraschenderweise waren sich die Bürger quer über die gesamte Republik sehr einig und die Abstimmergebnisse ähnelten sich doch sehr. 12 Punkte fast immer für's eigene Land, 10 Punkte für den Fox und 8 Punkte für die Jungs vom Polarkreis, 7 Punkte für die einzigen Rocker und 6 Punkte für die Balladenkönigin Cassandra Steen, diesmal ohne ihr Glashaus. Für das wunderschön vorgetragene "I wui dass Du woasst" von Claudio Koreck, blieben, wenn überhaupt, leider nur 1-2 Punkte übrig.

Trotz der fehlenden Spannung beim Ergebnis, der Wettbewerb an sich war wieder sehr nett. Die wenigen Totalausfälle (insbesondere aus den nordischen Stadtstaaten) werden durch die tollen Neuentdeckungen, wie Pascal Finkenauer oder eben die schon erwähnte Claudia K. locker wett gemacht. Schade, dass man die Veranstaltung nicht einfach zum Grand Prix Vorentscheid erklären und den Sieger zum Song Contest schicken kann. Aber vermutlich würde dann das Konzept nicht mehr funktionieren.

Statt Peter Fox wird in Moskau nun übrigens der Act mit dem eingängigen Namen "Alex Swings Oscar Sings" antreten mit einem Titel, der genauso flüssig von der Zunge geht "Miss Kiss Kiss Bang". Das hübsche Zahnpastalächeln des Sängers lässt schreckliches vermuten, vermutlich ein Ergebnis wie das von Claudia Koreck heute Abend. Produziert wird das Lied übrigens von Herrn Christensen, seines Zeichens verantwortlich für großartige Charthits wie "Du bist so Porno" oder "Du hast den schönsten Arsch der Welt".

11 Februar 2009

Unfassbar

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Was mich heute bewegt hat, war dieser Artikel auf Spiegel Online über das Feuer in Australien.

Seit Tagen hört man in den Nachrichten, dass die Feuer unkontrollierbar wüten und Menschen auf der Flucht in ihren Autos verbrannt sind. Fettes Brot haben das Phänomen ja schon bereimt, ich höre die Schlagzeilen, aber sie berühren mich nicht wirklich. Gestern habe ich noch ganz neugierig auf das GoogleMaps-Mashup geklickt, über das ich ebenfalls auf Spiegel.de gelesen habe und in dem ersichtlich ist, wo man besser vor dem Feuer flüchten sollte und wo die Brände unter Kontrolle sind.

Nun der Spiegel-Artikel fand ziemlich drastische Worte, die dann sogar durch meine abgestumpfte Haut dringen:

"Viele seiner Nachbarn schafften es nicht. Sie waren im Auto umgekommen, weil sie sich für die Flucht entschieden hatten. Im dichten schwarzen Smog aber verloren sie die Orientierung, prallten gegen Bäume oder andere Fahrzeuge. Andere mussten zusehen, wie ihre Autos unter den blitzartig herannahenden Flammen einfach wegschmolzen: erst der Lack, dann die Reifen, schließlich das Glas der Fensterscheiben." Die Flammen sollen "bis zu 50 Meter hoch" und im Kern bis zu "1000 Grad" heiß sein.

oder auch dieser Abschnitt:
"Während er selbst im sicheren Löschwagen saß, explodierten um ihn herum die Eukalyptusbäume, barsten kreischend die Gas-Tanks angrenzender Häuser, fraß sich das Feuer durch die Nachbarschaft. "Da liefen Kinder die Straße runter mit Flammen im Rücken. Es war die Hölle. Ich will nie wieder dorthin. Nie wieder.""

Ja der Artikel ist ziemlich reißerisch geschrieben, aber ich schätze er gibt das Grauen der Situation, das Unfassbare recht anschaulich wieder.

Da kann man über das laue Lüftchen, das gestern über uns hinweggefegt ist doch nur noch müde lächeln, oder?

Trotzdem schönen Abend.

08 Februar 2009

Positive Thinking

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So wundervoll wie all die schönen Internetforen auch sind, sei haben das kleine Problem, dass sie die Wirklichkeit immer ein wenig verzerrt darstellen. Schließlich bin ich viel eher gewillt mal so richtig meine Meinung zu sagen, wenn mich ein vermeidbarer Fehler, ein schlecht gehandeltes Problem, oder ein unmöglicher Kundenservice so richtig auf die Palme gebracht haben. Nun, ich bin ein positiv eingestellter Mensch, und deshalb will ich hier auch dem Guten und Schönen eine Chance geben. Genau deshalb breche ich auch heute mal wieder eine Lanze für die Deutsche Bahn. Zum wiederholten Male fuhren alle sechs Nahverkehrszüge, die ich heute nehmen durfte absolut pünktlich und ich wusste es sogar im Voraus, da man sich ja inzwischen von zu Hause aus auf der Homepage aktuelle Zuginformationen ansehen kann. Nur weil irgendwo DB draufsteht, muss es also nicht automatisch schlecht sein. Zum wiederholten Male wurde ich übrigens nur auf 2 von 6 Teilstrecken kontrolliert. Wahrscheinlich wäre es billiger beim Schaffner nur die Einzelkarten zu kaufen.

Nachdem das gesagt ist, nun zu etwas anderem. Es gibt Momente, da wird einem ein klein wenig bewusster was gewisse Handicaps bedeuten und wie froh man sein kann, wenn man ohne selbige durchs Leben gehen kann. Ich war nämlich gerade mal ein paar Minuten zurück zu Hause, da klingelt mein taubstummer Nachbar an der Tür. Es stellte sich heraus, dass er es geschafft hat (wie blieb mir leider unklar, weil die Verständigung etwas schwierig war) das Schließblech aus der Türzarge (ja ich habe gegoogelt) zu ... reißen ist wohl das richtige Wort, oder heraus zu brechen. Wie auch immer, der arme Kerl hätte ohne meine Hilfe nicht mal seine Eltern anrufen können, damit die zum Reparieren vorbeikommen konnten. Da stellen die Tücken des Alltag gleich viel größere Hürden da.

Apropos Tücken des Alltags. Nachdem ich die letzten zwei Wochen quasi täglich die Heizkörper die ich benutze entlüfte, habe ich mir heute mal gedacht, ich könnte ja auch bei den anderen mal schauen, ob da noch Luft im Kreislauf ist. Nun krabbelte ich also unter meinen eingebauten Schreibtisch und drehte an der Schraube,... und drehte und drehte .... denn es war viel Luft im Heizkörper .... und plötzlich spritz das Wasser im Hohen Bogen aus der Öffnung und ich habe nicht nur diesen kleinen Heizungsschlüssel in der Hand, sondern gleich auch noch das Schräubchen, an dem man damit rumdreht. Bis ich das kleine Scheißerchen wieder reingedreht hatte (nicht so leicht, wenn das heiße Wasser aus der Heizung spritzt) stand der Boden in dem Raumeck mal so richtig unter Wasser (wischen war eh mal wieder notwendig), meine Klamotten waren völlig durchnässt (sollten eh mal wieder gewaschen werden) und der Wasserdruck im Heizungssystem (normalerweise ca. 2 bar) war definitiv um ein paar mbar gesunken (den sollte der Hausmeister eh mal überprüfen, wegen des Luftproblems). Man merke: auch den kleinen Haushaltskatastrophen sind positive Aspekte abzuringen.

So. Eine gute Nacht zusammen.

04 Februar 2009

Virus greift weiter um sich

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Noch im November warnte ich eindringlichst vor der drohenden Pandemie. Aber meine Warnungen wurden schändlichst in den Wind geschlagen, belächelt und ignoriert und nun haben wir den Salat. Der hochinfektiöse Virus greift weiter um sich und fordert wie erst heute bekannt wird ein weiteres Opfer, denn heute vermeldete eine weitere Freundin aus Bamberger Zeiten, dass auch Sie sich angesteckt hat.

Der äußerst langwierige Verlauf der Infektion lässt sich relativ sicher prognostizieren. Mit dem Übergang in das Postinfektions-Stadium ist im Juli diesen Jahres zu rechnen. Die Langzeitfolgen werden aber sowohl die Infizierte als auch ihr Umfeld über Jahre hinaus in Atem halten.

(Mental Note to myself: Hausärzten und AOK vorschlagen Elternschaft in Zukunft als Chronische Krankheit zu klassifizieren und Prozente aus den zusätzlichen Einnahmen aus dem Gesundheitsfonds kassieren....)

Nun gut. Scherz beiseite. Bei dieser Krankeitsanalogie könnte man fast meinen, ich würde mich nicht über jeden neuen Erdenbürger freuen. Natürlich tue ich das und natürlich freue ich mich wahnsinnig für die Eltern in spe und wünsche Alles Gute für den weiteren Verlauf der Schwangerschaft und auch für danach.

In diesem Sinne, schönen Abend zusammen!

02 Februar 2009

Excel Nerd

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da bastelt man mal ein paar Stündchen an einem Excel-Model und schwups is es 10 Uhr abends. Man, man. Vor zwei Wochen hab ich mich noch gefragt, wie ich nur die Zeit im Büro rumkriege ohne dass ich zu unbeschäftigt aussehe und heute reiße ich dann mal eben einen hochkonzentrierten und produktiven 14h Stunden Tag ab. Und zwischendurch habe ich wirklich nur einmal ganz kurz in gmx geguckt!

Nun gut. Wie schon angedeutet, die Zeit verging schnell und Excel-Modellieren ist immerhin besser als Solitär spielen.

Was in der Zwischenzeit sonst noch geschah? Nichts wirklich berichtenswertes. Ich war in der letzten Woche kurzzeitig von jeder Möglichkeit mit der Außenwelt in Kontakt zu treten getrennt worden. Mein Router meinte, dass er mal eine Auszeit bräuchte. Dem Herrn sei Dank, dass sich das Problem dann aber doch recht schnell und leicht beheben ließ. Einfach mal das Stromkabel ziehen wirkt offenbar Wunder. Trotzdem, wenn das Handy nicht funktioniert und dann der Router weder Telefon- noch Internetverbindungen zulässt, ist man echt aufgeschmissen. Da kann man ja noch nicht mal in irgendeinem Forum nach Lösungen suchen!

Seit Samstag bin ich auch endlich wieder mobil erreichbar. Die MaXXim-Karte nahm zwar seltsamerweise erst am Samstag ihren Dienst auf (einen Tag nach dem versprochenen Termin), aber immerhin klappte die Rufnummernübernahme reibungslos. Also ich hoffe, ihr habt die alte Nummer noch nicht gelöscht.

Ach ja, ich habe nicht im Lotto gewonnen. Schade eigentlich. Die Kollegen übrigens auch nicht. Zumindest sind alle wieder brav zur Arbeit erschienen. Wie sieht's mit Euch aus? Immerhin soll ein Jackpot-Knacker aus München kommen...

Guats Nächtle
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