27 November 2008

Uyuni

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In 2 Stunden gehts los und wir fahren von Potosi nach Uyuni. Bis jetzt deutet alles darauf hin, dass es dort mit meiner 3-tages-Jeep-Tour hinhaut, deshalb keine Angst, wenn ich ein paar Tage nicht zum bloggen komme.

Ich melde mich dann vorraussichtlich erst in 4 bis 5 Tagen aus La Paz wieder.

Hasta luego

26 November 2008

Potosi

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Buenas tardes,

wie gestern, melde ich mich auch heute aus dem schoenen Oertchen Potosi, der hoechstgelegenen Grossstadt der Welt (immerhin ueber 150.000 Einwohner).

Beeindruckend, wie eine Stadt ihre ganze Existenz nur einem einzigen Berg zu verdanken hat, der zufaelligerweise von oben bis unten voller Silber und Mineralien steckt. Da wird in einer voellig unwirtlichen Gegend, staubtrocken und fern jeder Zivilisation ein bisschen lukratives Metall entdeckt und schon entsteht eine Stadt, die im 17. Jahrhundert groesser war als Rom oder Paris und die zeitweilig die groesste Stadt des gesamten amerikanischen Kontinents war. Und jetzt ist der Huegel, der diese Entwicklung erst hervorgerufen hat so durchloechert, dass die mineros in etwa 5 bis 7 Jahren mit dem Graben aufhoeren muessen, weil die Stollen nicht mehr stabil genug sein werden. Aber was passiert dann mit dem ganzen Ort mit seinen wirklichen beeindruckenden Kirchen und Plaetzen und was wird aus den mineros und ihren Familien? Der Berg an sich beinhaltet wohl immernoch Rohstoffvorkommen, die fuer die naechsten 200 Jahre Bergbauarbeit reichen wuerden.

Allein dieses Jahr sind uebrigens 60 Minenarbeiter bei Grubenungluecken ums Leben gekommen. Noch erschuetternder ist die Zahl der Indigenas, die waehrend der Kolonialzeit hier unter den Spaniern zu Tode schuften mussten: ueber 8 Millionen Menschen.

Hier ein Bild des Cerro Rico:



Noch was banales zum Schluss. Das Wetter ist nicht so schlecht, wie es auf dem Bild scheint. Waehrend der ganzen Zeit hier in Bolivien ist es schon so, dass morgens aller schoenstes Wetter herrscht und am Nachmittag oder Abend Wolken aufziehen. Hier in Potosi ist das nur etwas frueher und die Gewitter sind etwas heftiger. Trotztdem habe ich es uebrigens geschafft, mir vor Tagen bereits einen heftigen Sonnenbrand einzufangen und seit heute verabschiede ich mich von der obernsten Hautschicht auf Stirn und Nase. Na Bravo.

Entonces. Hasta pronto.

25 November 2008

¿Hoehenkrankheit?

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Ich doch nicht. Ich bin doch fit wien Turnschuh. 4000 m koennen mir doch nichts anhaben.

Nun mal im ernst, ich war schon besorgt, wie ich wohl auf die Hoehe reagieren werde, aber ich bin jetzt seit ungefaehr 5 Stunden in Potosi und im Momemt fuehle ich mich absolut top fit. Vorher habe ich bei den ersten Anzeichen von Kopfschmerzen mal sicherheitshalber eine Tabelette eingeworfen und ganz am Anfang war mir schubweise immer mal wieder etwas schindelig. Aber ansonsten, alles tiptop.

Unter den Mitreisenden gibt es auch nur einen richtigen Ausfall, da kam gerade auch schon der Arzt vorbei. Ein zweiter aelterer Kollege ist einfach nur muede und ruht sich richtigerweise aus und Reisegefaehrting Nummer 3 hatte sich bereits in Sucre den Magen verdorben und leidet heute unter Qualen, die allerdings nichts mit der Hoehe zu tun haben (wie eigentich sonst alles, denn "das kommt nur von der Hoehe" hat sich schon als Standardausrede fuer jegliche Art von Aussetzer etabliert).

Wenn der Computer hier im Hotel zum grossen Eroberer jetzt meine Speicherkarte erkennen wuerde, wuerde ich hier eventuell noch ein Foto von der Fahrt hinzufuegen. Leider ist dem aber nicht so. Also muesst ihr Euch die bolivianische Huegellandschaft weiterhin in Eurer Phantasie vorstellen.

Ich werde mich jetzt prophylaktisch ein wenig ausruhen und mich schonen und warten, dass mein Koerper vermehrt rote Blutkoerperchen produziert und morgen frueh wird dann durch die Miene des Cerro Rico gekrochen.

Entonces, hasta mañana

24 November 2008

Sucre

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Inzwischen habe ich die Stadt gefuehlte 150-mal durchwandert und habe das Gefuehl mich hier auszukennen. Mehr noch, ich glaube ich koennte mich hier sogar schon eingelebt haben.



Trotzdem ist es ein wenig doof, dass gestern Sonntag war und heute Feiertag, also kann man kaum ein Bauwerk von innen sehen, nicht mal die Kirchen. Das macht das ganze einwenig eintoenig.

Nichts desto trotz, es ist immernoch nettes Stadtchen. Und zur Unterhaltung gabs heute ja immerhin schon eine kleine Strassensperre, ein paar brennende Autoreifen und viele Knallkoerper. Anscheinend haben die Sucreñses noch nicht ueberwunden, dass der Regierungssitz vor einer Ewigkeit nach La Paz verlegt wurde und demonstieren regelmaessig dafuer, dass Sucre wieder "capital plena" wird. Letztes Jahr gab es deshalb sogar mehrere (vier) Unruhen in Sucre bei denen am Ende sogar 3 Jugendliche getoetet wurde.



Morgen gehts nach Potosi.

Hasta la proxima

23 November 2008

Lebenszeichen

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Hola muchachos,

erstmal bitte ich vielmals um Entschuldigung dafuer, dass ich mich blogtechnisch nicht ordentlich abgemeldet habe. Aber trotz des fruezeitigen Packens und Vorbereitens war der Mittwochabend dann doch etwas stressig und ich kam einfach nicht dazu.

Gestern nun wollte ich aus Santa Cruz einen ersten Reisebericht bloggen, doch leider funktionierte das Java Skript am PC im Hotel nicht, weswegen ich nur eine Mail an einige wenige schicken konnte.

Heute nun bin ich in Sucre und abgesehen davon, dass das Java Skript funktioniert, laeuft auch das Internet schneller.

Hier nun also nochmal der kleine Bericht fuer das Blog uns seine Leser:

Gestern, Freitag, 21.11. bin ich nach etwa 34 Stunden Reisezeit uebermuedet, stinkend aber sehr aufgedreht, ueberpuenktlich in Santa Cruz gelandet. Keiner der Flieger hatte Verspaetung, das Umsteigen in London war zwar knapp aber noch in Ordnung (gut, als ich auf dem Weg zum Gate auf der Anzeige gelesen habe, dass das Boarding geclosed ist habe ich von schnell gehen in Laufschritt gewechselt, aber so schlimm war´s ja dann gar nicht), auch die 8 Stunden am grossen, haesslichen und langweiligen Flughafen in Miami gingen irgendwie vorbei (habe mich wegen Uhrzeit und Muedigkeit gegen einen Strandausflug entschieden) und unerwarteterweise kam sogar mein Gepaeck vollstaendig und ganz mit mir in Bolivien an. 2 meiner Mitreisenden hatten da weniger Glueck!

Santa Cruz hat mir ziemlich gut gefallen, auch wenn das historische Stadtzentrum ganz schoen klein ist und sich nur auf ein paar Strassenzuege rund um den Hauptplatz erstreckt. Man merkte auf jedenfall an den Geschaeften, dass das die reichste Stadt Boliviens ist und ich hatte schon damit zu kaempfen, den sich abzeichnenden Kaufrausch zu unterdruecken. Ausserdem hatte ich ein nettes kleines Gespraeche mit einem 13 jaehrigen Maedchen und ihrem kleinen Bruder, und spaeter auch noch mit ihrer Mutter. Sehr nett.

Heute gings wie bereits erwaehnt bereits weiter nach Sucre, Hauptstadt Boliviens und UNESCO Weltkulturerbe-Stadt. Der Reisefuehrer sagt "charmante Stadt" und das trifft es sehr sehr gut. Es ist nicht so, dass einem die Kolonialbauten komplett umwerfern, aber es ist einfach sehr nett durch die Strassen zu flanieren. Wir bleiben hier erstmal ein wenig, um uns schon mal an die Hoehe zu gewoehnen bevor es dann in 3 Tagen bis auf 4000 m hoch geht. Hier kann man es aber auf jeden Fall gut aushalten!

Die Reisegruppe ist auf jedenfall nett, allerdings hat der Reisebegleiter schon ziemlich viel Credit verspielt: erst war er nicht am Flughafen (da tauchte nur der Busfahrer auf, der kaum als unser Fahrer zu erkennen war), dann brachte er uns heute zunaechst ins falsche Hotel (Djoser sagte, wir waeren entweder im einen oder im anderen, er fuerte uns natuerlich zunaechst zum falschen, das allerdings einen so immens grandiosen Eindruck auf uns alle gemacht hatte, dass wir nur sehr sehr enttaeuscht wieder abzogen.

Nun gut. ich versuche jetzt mal ein Foto hochzuladen, um auch einen visuellen Eindruck zu uebermitteln und verabschiede mich dann mal nicht mit Guats Naechtle sondern landestypischer mit Buenas Noches (ich muss naemlich immernoch Schlaf nachholen).

update: no funciona. vielleicht ein andermal.

17 November 2008

Babyboom

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seit fruchtbar und vermehret Euch! jaja. So ist's recht. Da freut sich mein Katholikenherz.

Erst gestern traf ich mich zum Babywatching mit den Eltern eines niedlichen kleinen Jungen, der noch nicht mal ganz 3 Monate alt ist. Vor genau 2 Wochen erfuhr ich, dass eine gute alte Bamberger Freundin in freudiger Erwartung ist und heute nun erfuhr ich, dass es noch einer anderen Freundin aus Bamberger Zeiten genauso geht.

Wie das Leben so spielt. Ich freue mich für die noch relativ frisch gebackenen und die werdenden Eltern jedenfalls ganz doll und wünsche Alles Gute.

Trotzdem habe ich - Katholizismus hin oder her - ein wenig Angst, dass diese Sache bald pandemische Züge annehmen wird. Ich ermahne deshalb alle Leser eindringlichst zur Vorsicht vor dem grassierenden Schwangerschaftsvirus.

Ich bin mal gespannt, ob diese Warnung bei den Risikogruppen ankommt. Die nächsten paar Monate werden darüber Auskunft geben.

In diesem Sinne, guats Nächtle, schlaft schön, und bleibt bitte auf Eurer Seite des Bettes!

11 November 2008

Die Tour

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Nachdem ich meine armen Mitmenschen gerade ständig mit meinem breiten Grinsen nerve, an dieser Stelle mal die Beschreibung dessen, was mich so zum strahlen bringt.

Die Reise. Ich habe es tatsächlich geschafft, den Trip einigermaßen passabel in Google-Maps abzubilden, sogar mit Hoteladressen und kleinen Beschreibungen der Orte, in denen ich Station mache.

Vielleicht will ja jemand mal reinzoomen...


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01 November 2008

Jahres-End-Planung

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seit mir vor kurzem signalisiert wurde, dass man gerne wieder bei mir Silvester feiern würde, wollte ich diesen Post posten. Leider kam ich noch nicht dazu. Aber ich hole das jetzt nach:

Ich freue mich ungemein mitteilen zu dürfen, dass auch in diesem Jahr im Fuchsbau ganz groß Silvester gefeiert wird!

Also: wer schon mal da war, oder schon mal kommen wollte, oder schon mal eingeladen war oder hätte eingeladen werden müssen, oder wer glaubt eingeladen zu sein, der sollte sich jetzt angesprochen fühlen und mir Bescheid geben, ob er oder sie kommen kann und eine Übernachtungsmöglichkeit braucht!

Ich würde mich freuen. Die Bude soll schließlich wieder richtig voll werden!

Für alle, die sich jetzt nicht kurzentschlossen sofort verbindlich anmelden wollen, gebe ich zu bedenken, dass ich ab Mitte November bis Heilig Abend nicht mehr erreichbar sein werde und keine organisatorischen Aufgaben übernehmen kann. Die Schlafplatzdistribution muss in diesem Zeitraum also ohne mich organisiert werden.

Also kommet zahlreich und feiert den Jahreswechsel mit mir im Fuchsbau!

I gfrei mi scho drauf!