19 Oktober 2009

Erfolgreiches Wochenende

Reaktionen: 
in Dresden.

Auf die Idee, man müsste sich mal Dresden anschauen, kam ich schon vor einer ganzen Weile, weil mein Kollege dort her kommen und fast jedes zweite Wochenende hochpendelt. Eigentlich wollte ich mich immer bei ihm einklinken, aber das hat nie funktioniert. Entweder aufgrund unser beiderseitiger Terminkalender oder aus meiner mir eigenen Antriebslosigkeit heraus. Entweder wollte ich besseres Wetter abwarten oder ich war so spät dran, dass keine günstigen Zimmer mehr in altstadtnähe frei waren.

Vor einigen Wochen nun, genauer nach dem spaßigen Halbmarathon rund um den Tegernsee, bei dem ich mich total unter Wert verkauft habe, reifte in mir der Entschluss, nun endlich Nägel mit Köpfen zu machen. Ich buchte also einen Zug, ein Zimmer und einen Startplatz beim Dresden-(Halb-)Marathon für das vergangene Wochenende.

Und der Ausflug hat sich gelohnt. Dresden ist tatsächlich so schön wie alle behaupten - auch bei Schmuddelwetter. Ich besichtigte den Zwinger mit seiner Gemäldegalerie und war beeindruckt sowohl von den Gemälden als auch von dem wunderschönen Bau an sich, ich besuchte das Schloss mit dem neuen grünen Gewölbe, in dem wirklich faszinierende kleine Schätze ausgestellt sind und in dem eine mindestens ebenso faszinierende kleine Ausstellung moderner japanischer Kunst gezeigt wurde. Ich schlenderte durch die kleinen Straßen der Stadt, die Geschäfte der modernen Altmarkt-Galerie und am grauen Elbufer entlang und als kleines Highlight des Sightseeing-Tages besuchte ich auch noch ein Konzert in der Frauenkirche. Letzteres eher gezwungener Maßen, weil ich die Kirche sonst nicht mehr von innen gesehen hätte, die untertage erst von einer Trauung vereinnahmt, dann von Menschenmassen belagert und zuletzt wegen der Proben der Musiker geschlossen war. Die 12 EUR für den billigsten Platz auf der 1. Empore ohne Sicht auf die Musiker, war es auf jeden Fall Wert. Die Oper war das ganze Wochenende wegen Proben für die Klassik-Echo-Verleihung geschlossen, dafür war eine stattliche Reihe Phaetons um den Schlossplatz geparkt.

Wenn der Sightseeing-Tag schon ein kleiner Erfolg war, dann war der Halbmarathon am Sonntag geradezu ein Triumphzug und das obwohl ich wegen des straffen Programms des Vortages schon mit ganz schön schwere Beinen aufgewacht bin. Aber das Frühstück in der, übrigens sehr zu empfehlenden City-Herberge (sauber, billig und ideal gelegen), war wohl reichhaltig genug, um eine solide kohlenhydratreiche Grundlage zu legen. Ich checkte also aus, lagerte den Großteil meines Gepäcks im Gepäckraum, machte mich mit meiner Tasche mit Wechselklamotten und Duschzeug im Nieselregen auf zur Kongresshalle, um dort selbige vor dem Start abzugeben und stellte mich dann ziemlich weit hinten in Startgruppe C im Startbereich auf. In der Zwischenzeit hatte es aufgehört zu regnen und ich ärgerte mich schon ein bisschen, dass ich die super-duper-atmungsaktive Regenjacke anbehalten hatte. Wie immer bei großen Volksläufen, ich habe da ja jetzt schon ein bisschen Erfahrung drin, war der Start wieder etwas holprig. Aber nach ein paar hundert Metern lockerte sich das Feld merklich auf. Trotzdem startete ich wieder relativ langsam. Erst bei km 10 hatte ich endlich die verlorenen Sekunden aufgeholt und lag zum ersten Mal auf Kurs 5 min pro km, d.h. ich peilte eine Endzeit um die 1:45 min an. Bei km 14 mitten im großen Garten hat es wieder angefangen zu regnen. Schon vorher hatte es immer mal wieder genieselt, aber ab da war's dann richtiger Regen. Schon vorher, ungefähr bei km 12 habe ich gemerkt, dass ich langsam müde wurde. Ich schätze ich hätte das Tempo nicht halten können, hätte ich nicht einen sportlichen jungen Mann mit auffälligem Shirt vor mir ausgemacht, der ungefähr mein Tempo lief, immer schön auf seine Uhr schaute und fit genug schien, um die Rundenzeiten konstant zu halten. Ich nahm mir vor, diesen Typ nicht davon ziehen zu lassen und genau dass habe ich auch bis zum Schluss durchgehalten. Ich wollte dem Mann vom Team Pulsschlag Erzgebirge im Ziel noch Danke sagen, aber entweder ist er kurz vor dem Ziel noch eingebrochen oder, und das halte ich für wahrscheinlicher, ist er noch auf die zweite Marathon-Runde abgebogen.

Nun also, Trommelwirbel, als Endzeit sprang eine tolle 1:42:27h heraus. Damit hatte ich mein Ziel mehr als erreicht. Den Traum von der 1:39h ging zwar nicht ganz in Erfüllung, aber das war sowieso eher unrealistisch gewesen. Damit bin ich übrigens auf dem sagenhaften 613. Platz (in der Netto-Zeitwertung) unter 2256 Startern. Ich bin also im oberen Drittel. Die Siegerzeit liegt bei sagenhafen 1:07h, der Sieger lief also einen Kilometerschnitt von ca. 3:10 min. Ich würde sagen, mit ein bisschen mehr Training....

Im Ziel wurde es dann sehr schnell sehr kalt, weshalb ich mich auch ganz schnell zu den Duschen im Schwimmzentrum verzog und anschließend meine Portion Gratispasta im Kongresszentrum, am Rande der dort stattfindenden Marathonmesse zu mir nahm. Danach bin ich nur noch ein wenig durch die Stadt spaziert, habe dabei immernoch die letzten Marathonläufer gesehen und bemitleidet und mich eher den kulinarischen Spezialitäten Dresdens zugewandt. Schokolade aus Dresden probiert, den obligatorischen Stollen gekostet und mir im Trödelkaffee ein Stück Eierschecke gegönnt.

Und dann war's schon wieder Zeit, den Zug nach Hause zu nehmen.

Eigentlich hätte ich jetzt gerne noch ein paar Fotos gebloggt, aber es sieht so aus, als ob ich die Speicherkarte nach dem Wechseln verloren habe. Da ich danach nur noch zwei weniger grandiose Bilder gemacht habe, bleibt mir jetzt nichts anderes übrig, als ein Bild zu bloggen, dass ich dereinst vom Kollegen geschnorrt habe, und dem übrigens immernoch die Copyright-Rechte daran gehören!



Ich lecke jetzt noch ein wenig meine Wunden vom Wochenende und werde früh schlafen gehen.

Guats Nächtle!

15 Oktober 2009

Perfektes Timing

Reaktionen: 
Supi. Da rede ich schon den ganzen Sommer davon mal über's Wochenende nach Dresden fahren zu wollen, um mir die Stadt anzuschauen, entschließe mich dann endlich dazu den Zug zu buchen und mich gleich noch für den Halbmarathon dort anzumelden und dann bricht just zum Wochenende der Wahl der tiefste Winter ein.

Ganz toll.

Aber wer will schon Fotos mit blauem Himmel und Sonnenschein. Grau in grau macht sich doch eh viel besser und wer braucht schon Fotos von in der Sonne leuchtendem gelb-roten Herbstlaub? Vom Schneeregen durchnässtes Laub lässt Fotos viel fröhlicher aussehen.

Und wie soll ich Rekorde laufen, wenn ich auf schneebedeckter Strecke Angst haben muss aus zu rutschen, wenn die Klamotten durchnässt sind und die Muskulatur vor Kälte erstarrt?

Ach. Das mit dem Wegfahren steht dieses Jahr einfach unter keinem guten Stern. Vielleicht sollte ich generell einfach zu Hause bleiben.

Nächste Woche berichte ich dann wie's war.

Guats Nächtle

14 Oktober 2009

Aufruf zur Traumreise nach Mali

Reaktionen: 
och nein, heute musste ich lesen, dass auch diese Mali-Reise noch nicht gesichert ist, und dass erst 3 von 8 notwendigen Reisenden gebucht haben.

Das gibt's doch nicht. Mali soll ein absolut wunderbares Land sein. Das Highlight in Westafrika und entgegen allen Gerüchten ist das Land, abgesehen von den nördlichen Landesteilen absolut sicher.

Diese Reise ist eine ideale Gelegenheit das unverfälschte Afrika zu erleben.

Diamir beschreibt die Reise so:

"Eine Reise nach Mali ist wie eine Expedition in das ursprüngliche Afrika! Auf der Spur ehemaliger Afrikaforscher entdecken Sie während einer Tour entlang des Nigers das Land im Herzen des Sahel. Djenné und das Dogonland sind bis heute klangvolle Namen voller Leben, Tradition und Mythos. Salzkarawanen der Tuareg reisen noch immer viele Wochen durch die Sahara nach Timbuktu, animistische Dogon leben als Bauern wie vor hunderten von Jahren in der Falaise von Bandiagara und der lebhafte Montagsmarkt von Djenné im Schatten der größten Lehmmoschee der Welt ist weit über die Landesgrenzen bekannt. Zu Fuß, mit Geländefahrzeugen und mit einer einheimischen Pinasse entdecken Sie die Hauptattraktionen Malis und erkunden dabei wüstenhafte Savannengebiete, wasserreiche Flusslandschaften, Dörfer der verschiedenen Volksstämme und bunte afrikanische Märkte. Das ausgewogene Gleichgewicht von Komfort und Expeditionsgeist der Tour verrät sich durch einen Wechsel von Hotel- und Zeltübernachtungen. Afrika pur – Afrika mit Stil!"

Gut, Timbuktu wird neuerdings nicht mehr besucht, da für diese Stadt eine Reisewarnung besteht. Aber die eigentlichen Highlights sind sowieso die Lehmmoschee in Djenné, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört und das Trekking im Dogonland.

Also, liebe Leserinnen und Leser. Ich suche dringend Mitreisende! Für die Malariaprophylaxe ist noch locker Zeit und auch das Visum kann auch noch rechtzeitig besorgt werden. Fahrt mit dem Fox für 16 Tage nach Mali. Es wird mit Sicherheit unvergesslich!

Wer noch fragen hat, kann gerne einen Kommentar hinterlassen, ansonsten empfehle ich die einschlägigen Internetseiten.

Guats Nächtle!

13 Oktober 2009

Das "Perfekte" Controller Dinner

Reaktionen: 
Fand schon letzte Woche statt, denn der Fox hatte einen runden Geburtstag und lud zu diesem Anlass seine 7 Controller Kollegen zum Essen.

Dabei legte ich mir die Latte selbst recht hoch, denn die Einladung überschrieb ich mit den Worten "Das Perfekte Controller-Dinner". Das heißt schöne Tisch-Deko und 3 Gänge für insgesamt 8 Personen in meinem kleinen Fuchsbau. Es gab Brät-Pfannkuchen an Rukula mit gerösteten Körnern und Balsamico-Dressing. Dann gefüllte Schweinelendchen mit Spätzle und Bohnen-Speck-Röllchen und zum Nachtisch Mango-Heidelbeer-Creme und Geburtstagskuchen.

Nun. Das Essen war tatsächlich recht nett. Allerdings auch recht stressig. Es gab nur ein paar kleinere Unfälle. Während dem Soßepürieren sind die Spätzle angebrannt, aber nur die unterste Schicht, konnte also noch genügend röstaromenfreie retten, um die Teller voll zu bekommen. Als ich den Pürierstab eilig aus dem Schrank zog kam mir die Kiste mit allerlei sonstigem Küchengerät entgegen geflogen. Die Kollegen nahmen das Gescheppere zum Anlass mal zu fragen, ob ich den Hilfe bräuchte. Das Fleisch war weniger trocken als das letzte Mal. Ich hatte wieder Endstücke, die sowieso trockener sind, deshalb hoffe ich, dass der Rest noch saftig war. Auf den Punkt ist allerdings trotzdem anders. Die Bohnenröllchen sind jedenfalls gut gelungen. Die Pfannkuchen waren dieses Mal viel dünner als beim Probemenü und die Füllung etwas dezenter. Die Rukola Blättchen aus dem heimischen Garten machten sich als Salatdekoration auch besser als der Feldsalat. Die Mango-Creme kam als Nachtisch bei meinen Kollegen sehr gut an. Ich habe die doppelte Menge gemacht und die Schüssel wurde komplett leergeschleckt. Außerdem gab's ja noch die Kuchenreste von zu Hause, die auch gut dezimiert waren. Mengentechnisch war's auf jeden Fall mehr als ausreichend. Habe noch Baguette als Magenfüller gekauft und die Fleischmenge war auch fast doppelt so groß wie beim Probeessen.

Ergo. Ich fand's gelungen. Die Kollegen haben keine Punkte vergeben, aber sie haben alle behauptet, dass es sehr lecker gewesen sei. Zu meinen Gunsten nehme ich jetzt einfach an, dass sie das nicht nur aus Höflichkeit gesagt haben.

Die Geschirrtürme stapelten sich noch eine Weile in meiner Küche, da ich erstmal keine Lust hatte mich des Chaos anzunehmen. Die Wohnung war dann auch gerade rechtzeitig wieder aufgeräumt, um am Samstag wieder verwüstet zu werden.

Aber das ist eine andere Geschichte und die erzähle ich ein andermal.

Guats Nächtle

06 Oktober 2009

Vielen Dank

Reaktionen: 
an alle, die mir in den letzten Tagen so fleißig Geburtstagsgrüße zukommen haben lassen.

Ich habe mich sehr gefreut.

Auch wenn ich viele erst heute bekommen habe, weil mein Handy-Akku spontan den Geist aufgegeben hat. Samstag Abend sagte mir nämlich mein Handy, dass es keinen Saft mehr hat. Dabei hatte ich es in der Nacht davor noch frisch geladen. Heute, zurück in München, konnte auch das Ladekabel das Handy nicht zum Arbeiten überreden. Zum Glück habe ich den no name Akku erst im Januar als Ersatz für meinen altersschwachen Originalakku besorgt und seit dem noch nicht die Zeit und den Elan gehabt, den alten Akku sachgerecht zu entsorgen. Jetzt musste also der Alte aus der Rente zurück in den aktiven Dienst und siehe da, auf einmal trudelten haufenweise Kurznachrichten ein.

Anyway, also jedenfalls Danke und sorry, dass ich nicht zu erreichen war. Es war keine Geburtstagsdepression, die mich am rangehen hinderte.

Irgendwas wollte ich noch schreiben......

Egal.

Guats Nächtle

04 Oktober 2009

Gebucht

Reaktionen: 
Ich habe gerade eben 16 Tage Mali-Rundreise mit Diamir gebucht. Ohne Timbuktu, dafür mit längerem Trekking im total sicheren Dogonland.

Ich freu mich ja so!!

Und da ich ab dem 5.12. wieder in D bin, will ich bitte an Nikolaus jede Menge Glühwein trinken und dazu Weihnachtsplätzen essen.

Guats Nächtle

03 Oktober 2009

Seuchenschutz

Reaktionen: 
ohohohoh! Heute Vormittag ist der Kollege wegen ganz plötzlich aufgetretenen, aber besonders heftigen Grippesymptomen noch vor dem Mittagessen wieder nach Hause gefahren.

Seine Eigendiagnose nach eingehender Internetrecherche: Schweinegrippe!

Zum Glück wurden wir alle gewarnt, wie wir uns im Falle eines großen Ausbruchs verhalten müssen. Ich hab's nur noch nicht befolgt. Ich habe mir noch keinen Notvorrat an Konservendosen zugelegt. Mein Radio hat immer noch keine Batterien im Bauch, auch den Camping-Kocher habe ich mir noch nicht zugelegt. An mehr kann ich mich noch nicht mal mehr erinnern.

Warum nur war ich nicht wie das Eichhörnchen, das rechtzeitig für die harten Zeiten vorgesorgt hat und warum habe ich die Informationsbroschüren unserer Personalabteilung nicht ernster genommen und den Inhalt inhaliert????????

Schätze ich werde erstmal drüber schlafen und die nächsten Tage meine Sippe zu Hause infizieren!

Guats Nächtle.