30 Mai 2010

OMG Schockstarre

Reaktionen: 
ich weiß gar nicht was ich schreiben soll. Außer: Wie geil ist das denn?!

Wenn mich in ein paar Jahren jemand fragt, wo ich denn an jenem historischen Abend gewesen sei, dann werde ich sagen können, dass ich wie auch schon in den letzten Jahren wieder mit Bee & Friends auf einer gemütlich Couch gesessen habe. Wobei gesessen die Sache nicht ganz trifft. Viel eher habe ich aufgeregt auf der Couch rumgezappelt, den Friends mein in den Vortagen eifrigst erworbenes Insiderwissen nahe gebracht und auch schon mal Schnelldurchlauf gespielt habe, wenn sich die Friends wieder irgendeinen Titel in Erinnerung rufen wollten. Hin- und wieder musste ich durchgreifen und Konzentration und Ruhe einfordern, um z.B. meinen Lieblingsbelgier, der aus Deutschland übrigens fantastiche 12 Punkte bekommen hat, hören zu können. In der Rückschau werde ich dann auch weglassen, wie der Abend nach dem Sieg noch endete. Nächstes Jahr gibt's jedenfalls keinen Ouzo!

An dieser Stelle möchte ich auch gar nicht langwierig über die ganzen Liedchen schreiben und auch gar nicht erst versuchen zu erklären, wie es dazu kommen konnte, dass Lena jetzt, wie es so schön in den Schlagzeilen heißt, Europa verzaubert hat. Gründe gäbe es viele: Zu viele junge hübsche osteuropäische (oder vorderasiatische) Sängerinnen mit Powerballaden, die sich gegenseitig die Stimmen wegnahmen (Georgien, Armenien, Aserbaidschan, Ukraine), zu viele Plastikpop-Nummern, die einem schon zu bekannt vorkamen (Dänemark, Island, Rumänien, Albanien), die günstige Startnummer, der hübsche mediale Flirt mit Didrik und Alexander. Vielleicht war es auch tatsächlich einfach das süße lächeln, der kesse Hüftschwung und der kokette Augenaufschlag oder die viel beschworene und oft zitierte Natürlichkeit mit der sie ihr Liedchen vorträgt.

Am Ende zählt eben nur eins: Aus fast ganz Europa gab's Punkte für unsre Lena und das allein in ist schon fast unglaublich.

Jedenfalls. Hammer. Ich steh immernoch unter Schock, höre und schaue Videos vom Auftritt, von Siegerlied, von der Pressekonferenz, von der Landung am Flughafen Hannover und grinse vor mich hin (zu mehr bin ich heut' eh nicht fähig).

Tolle Sache das. Nächstes Jahr dann Live in Berlin, oder Hamburg, oder Hannover... Ich freu mich jetzt schon.

Und damit Endet die Eurovisionswoche im Fuchsbau. Die Fjordsetzung folgt dann also im Nächsten Jahr und hier geht es demnächst weiter mit anderen wichtigen Themen: den Topmodels, zum Beispiel.

CU

Nachtrag: Übrigens hatte die Übertragung des Eurovison Song Contests in der ARD phänomenale Einschaltquoten: 49,1% aller Fernsehzuschauer ab 3 Jahre haben eingeschaltet. Insgesamt 14,69 Mio. Zuschauer. In der werberelevanten Zielgruppe (14-49 Jahre) betrug die Quote sogar 61,6%. Da konnten weder Klitschko noch die Fußballnationalmannschaft mithalten.

1 Kommentar:

Sabine hat gesagt…

Doch, auch nächstes Jahr gibts dann wieder Ouzo, ich will auch mal wieder (nachdem ich dieses und letztes Jahr keinen Ouzo bekam...). :-) Du mußt ja nicht...