21 November 2016

Nepal - the Beginning

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Seit 7 Tagen bin ich jetzt schon in Nepal. Facebook ist schuld, dass ich noch nichts geschrieben habe. Schnell ein paar Fotos hochladen, maximal noch einen Satz dazu schreiben und schon haben die Lieben zu Hause das erhoffte Lebenszeichen. Um dann noch lange Texte zu schreiben, fehlt dann doch die Motivation. Aber jetzt im Bus ist etwas Zeit. Auch seit dem ersten Entwurf dieses Posts sind schon wieder 2 Tage vergangen.

In den letzten Tagen habe ich also ausgiebig Kathmandu besichtigt. Die Altstadt rund um den Durbar Square, den Affentempel Swayambhunath, den großen und gerade frisch wieder aufgebauten buddhistischen Stupa Boudhanath, den bedeutenden Shiva Tempel Pashupatinath inklusive der angrenzenden Verbrennungsgaths und die inzwischen mit Kathmandu verwachsene Königsstadt Patan. Weiter ging es nach Bhaktapur, der letzten der drei Königsstadt im Kathmandutal und zuletzt stand gestern die erste längere Wanderung an nach Dhulikhel.

In den Altstädten aller drei Königsstädte findet man tolle alte Ziegelhäuser mit üppig verzierten Holzfenstern und -türen, typisch für die sogenannte Newar-Architektur. Die engen Gassen, die unzähligen kleinem Stupas und Tempel und die vielen Räucherstäbchen schaffen eine ganz eigene Atmosphäre. Natürlich ist Kathmandu noch einmal ganz speziell. Der Verkehr - die Mofas und Motorräder, die sich durch die kleinsten Gassen an den Fußgängern vorbei hupen, die teils bis oben hin überladenen Rikschas, Autos und Busse, alles kreucht und fleucht kreuz und quer über die nur teilweise geteerten oder gepflasterten Wege. Der Smog, der wohl vor allem in den trockenen Wintermonaten über der Stadt hängt. Das Touristenviertel Thamel mit seinen unzähligen Souvenir- und Outdoorshops. Kathmandu erinnert sehr an eine indische Stadt, nur irgendwie netter. Vielleicht ist man beim zweiten Mal aber auch einfach mental besser vorbereitet auf das was da auf einen einströmt. Auf jeden Fall empfinde ich Nepal deutlich entspannter und freundlicher.

Das liegt natürlich auch sehr an den Menschen, die ich als sehr viel traditioneller und freundlicher empfinde. Da berührt zum Beispiel die linke Hand immer noch den rechten Arm wenn Geld oder Schlüssel übergeben werden. Das habe ich in der Häufigkeit sonst nur noch in Myanmar gesehen. Da wird man beim vorbeigehen häufiger mit Namaste als mit Hello gegrüßt, inklusive gefalteter Hände und gesenktem Kopf und auch die Tourischlepper sind zurückhaltender als sonst in Asien.

Natürlich sieht man noch überall die Spuren des Erdbebens - Häuserruinen, die nur noch zur Hälfte stehen und denen quasi die Außenwand fehlt, Schutthaufen wo früher mal berühmten Tempel standen, Balken, die beschädigte Gebäude stützen und Baustellen. sehr viele Baustellen. Oft ist es schwer zu sagen, was ist die generelle Armut im Lande und was sind Folgen des Erdbebens. Aber Alles in Allem merkt man hoffentlich an meinen Beschreibungen, dass es immer noch sehr viel zu sehen und zu entdecken gibt und sich die Reise unbedingt lohnt.

In diesem Sinne
Namaste.




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