16 März 2008

Aus und vorbei

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Was für ein Morgen. Ich musste mich erst den ganzen Tag lang erholen, bevor ich mich nun in der Lage fühle darüber zu bloggen.

Es ist war. Heute morgen habe ich die definitiv letzte Folge der legendären Gilmor Girls gesehen und dabei geheult wie selten zuvor. Rory hat einen Job bei einer Online Zeitung bekommen und begleitet nun also Barak Obama auf Wahlkampf Tour. Dazu muss sie natürlich Stars Hollow den Rücken kehren und endgültig das schützende Nest verlassen.

Ach es war fast so wie damals, als Ally McBeal im großen Finale Boston und ihre herrlich verqueren Kollegen bei Cage & Fish verließ und nach New York zog, um ihrer kurz zuvor plötzlich aufgetauchten Tochter die psychischen Qualen des Entwurzeltseins zu ersparen. Auch damals war die Stimmung getränkt von Abschiedsschmerz und auch damals musste ich heulen, denn genau wie heute, ging auch damals eine Ära zu Ende!

Und dann war da natürlich noch dieser Kuss. Dieser lang erwartete, heiß ersehnte Kuss, der so oft schon so Nahe schien und dann doch nicht zu Stande kam. Lorely und Luke, nach all dem Hin und Her, den Irrungen und Wirrungen, den Ausrutschern und Rückziehern kommen Sie am Ende doch noch zusammen. Und der Kuss macht es klar, diesmal ist es für immer!

Genau wie damals, bei Carey und Mr. Big, die mindestens genauso oft dieses Ja-vielleicht-Ach, lieber doch nicht-Oder?-Spielchen gespielt haben, um sich dann, zum großen Finale, in der Stadt der Liebe, auf einer Brücke über die Seine, in die Arme zu fallen. Auch damals schien es wie ein endgültiges "Für Immer" und auch damals war dem Fan sofort klar, jetzt kann nichts mehr schief gehen. Nun, zumindest in diesem Fall wurden wir getäuscht. Immerhin wird es in Kürze einen ganzen Kinofilm darüber geben, was doch noch alles schief gehen kann. Aber ich bin mir sicher, auch da wird es ein hübsches Happy End geben.

Ach, all die Serien, die mich ein Stück weit begleitet haben, wie damals Roseanne, in der die Titelgeberin am Ende der neunte Staffel gestand, dass Dan bereits viel früher an einem Herzinfarkt gestorben war, und sie sich alles nur ausgedacht hat oder bei Friends, in der sich am Ende Ross und Rachel doch noch kriegen und Monica und Chandler in die Vorstadt ziehen.

Wie gut, dass die entstehenden Lücken immer wieder durch neue Serien gefüllt werden, sonst müsste ich wirklich anfangen ein eigenes Leben zu leben.

Grausame Vorstellung.

Gute Nacht.

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