15 Februar 2007

Ein (fast) perfektes Dinner!

Reaktionen: 
!YES! Es ist vollbracht. Am Dienstag war der große Tag der Bewirtung meiner Kollegen zur Feier der überstandenen Probezeit. Ich war schon ein klein wenig aufgeregt. Schließlich sind die geneigten Freunde aus Studentenzeiten sehr viel nachsichtiger und vertrauter als die lieben Kollegen und dieser Abend somit alles andere als alltäglich. Auf jeden Fall galt es sich nicht zu blamieren oder all zu doll zum Affen zu machen.

Was hätte nicht alles schief gehen können? Die Leute hätten sich zum Beispiel reihenweise die Köpfe anschlagen, auf Höhe des dritten Stockes entkräftet zusammenbrechen oder furchtbar schlechte Laune haben können. Wir hätten peinlich berührt schweigend nebeneinander sitzen können, weil uns außerhalb des Jobs die Gesprächsthemen fehlen. Das Essen hätte anbrennen oder auf andere Art und Weise versaut werden können oder einer hätte sich als Experte für Thaifood entpuppen und meine Kochkünste in Frage stellen können.

Aber all das ist nicht passiert. Im Gegenteil. Es wurde gelacht und gelobt, die narrensichere Tom Kah Gai* Suppe schmeckte zwar schon mal besser, war aber immer noch sehr gut. Das Tiramisu war perfekt, das Bier war kalt, leider auch der Shiraz, aber man kann ja net alles haben. Völlig unerwartet haben die Kollegen auch noch ein Geschenk mitgebracht - genauer gesagt sogar zwei Geschenke: Partyrezepte von Dr. Oetker und eine Küchenwaage. Letztere überraschte mich doch sehr, erwähnte ich doch nur damals zu meinem Geburtstag - wohlgemerkt Anfang Oktober - dass ich leider den Kuchen nicht völlig selbst backen konnte, da ich keine Küchenwaage besäße und deshalb auf die bewehrten Backmischungen zurückgegriffen hätte. Das haben die sich glatt gemerkt. Gut das ich in der Zwischenzeit auch noch keine Waage gekauft habe, obwohl ich ein paar mal kurz davor war!

Nun, lange Rede kurzer Sinn, der Abend war wirklich nett. Ich denke da spreche ich auch für die Kollegen. Inzwischen ist auch die Küche wieder betretbar und die letzten Schüsseln sind in der Spülmaschine. Wenn ich Anna ihre Gläser, ihr Besteck und ihren Kuchenteller zurückgebracht habe und mein schwer verwundeter Daumen wieder verheilt ist (Scheiße war das Messer scharf!) wird die Geschichte dann wirklich abgehakt und wohl in angenehmer Erinnerung bleiben.

So. Das war das vorläufige Highlight des Monats Februar. Mal schauen, ob das noch zu toppen ist.

In diesem Sinne, seid auch ihr demnächst wieder Gast im Fuchsbau.

Guats Nächtle meine Lieben.

* Die Suppe heißt Tom Kah Gai. Tom bedeutet Suppe, Kah heißt Kokusnuss und Gai steht für Hühnchen. Häufig wird die Suppe fälschlicherweise Tom Kah Kai geschrieben. Kai bedeutet im thailändischen jedoch Ei und Eier sind in der Suppe definitiv nicht drin.

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