22 Mai 2012

Baku 2012

Reaktionen: 

Heute habe ich mit Bee über die Titel gescherzt, die ich mir im Profil gegeben habe und sie schlug vor, ich solle ESC-Analyst ergänzen. Nun, das würde bedeuten, dass ich auch in diesem Jahr wieder über den ESC bloggen müsste. Nicht, dass ich nicht genügend Stoff hätte. Immerhin verfolge ich seit Monaten diverse ESC-Blogs und Tweets, beobachte die Wettquoten auf diversen Plattformen und höre seit Tagen nichts anderes mehr als die ESC-CD - rauf und runter und immer wieder von vorne.

Also, welch besseren Anlass könnte es jetzt geben für den ersten Post 2012! (Hier sieht inzwischen alles ganz anders aus, hoffe ich weiß überhaupt noch wie das bloggen funktioniert)

Morgen findet schon das erste Halbfinale statt. Das sind die Teilnehmer in der Startreihenfolge:
1.Montenegro
2.Iceland
3.Greece
4.Latvia
5.Albania
6.Romania
7.Switzerland
8.Belgium
9.Finland
10.Israel
11.San Marino
12.Cyprus
13.Denmark
14.Russia
15.Hungary
16.Austria
17.Moldova
18.Ireland

Von den 18 Ländern kommen 10 ins Finale. Jetzt versuche ich mal zu tippen, wer das sein könnte:
Vor dem hören der CD hat mich eigentlich kein Lied überhaupt gefesselt [Nachtrag: Klingt lustig, is aber so, denn natürlich habe ich vor dem Erscheinen der CD schon einige Videos der Beiträge gesehen]. Auch bei den ersten Hördurchläufen war ich zu tiefst enttäuscht vom Jahrgang 2012. Aber wie das immer so ist, man hört sich die Lieder schön.

Eines der ersten Lieder, das sich mir in den Gehörgang brannte war Zypern. Eine Art Vengaboys-Sommerparty-Song. Primitiv aber eingängig. Ich wünsche der Sängerin, dass Sie bei aller Choreographie, den Gesang beherrscht und ins Finale kommt.

Konkurrenz droht aus Griechenland. Eigentlich das Gleiche in grün. Ich finde den Song schlechter, aber Griechenland hat im ESC einen ziemliche Erfolgsbilanz und das eindeutig bessere Renommee. Falls sich die beiden Songs gegenseitig kannibalisieren, dann hoffe ich auf Zypern, rechne aber mit Griechenland.

Island. Finde ich toll. Ein wenig Drama und Goth in der Inszenierung, aber doch ein sehr mainstreamiger Popsong. Finale.

Dänemark. Absolut radiotauglicher Pop. Tut nicht weh, bleibt aber auch nicht besonders gut hängen. Ursprünglich wurde das Lied in den Wettbüros sehr hoch gehandelt, ist jetzt aber doch ziemlich ins Mittelfeld abgerutscht. Da gehört es auch hin. Im Finale, dort aber nur Mitte.

Finnland. Ich stehe in diesem Jahr nicht so auf die Balladen, aber die hier ist eine der besseren. Finale.

Russland. Die Omis aus Russland sind viel diskutiert. Ich finde das ganze schrecklich - den Song, die Inszenierung, die Berechnung dahinter. Trotzdem ist es für Russland natürlich egal was sie schicken, ins Finale komme sie sowieso.

Moldau. Traditionell eines meiner Lieblingsländer beim Grand Prix. Auch dieses Jahr wieder sehr lustiger Song, der es hoffentlich schafft. Vielleicht hilft ja auch das Startnummernglück ein wenig mit.

Rumänien ging lange total an mir vorbei, und das obwohl ich überall von dem tollen rumänischen Beitrag gehört habe. Langsam aber sicher kämpft das Lied sich aber auch in meinem persönlichen Ranking ganz weit nach oben.

Irland wird wieder von den lustigen Zwillingen vertreten. Die sind ein Jahr später leider nicht mehr ganz so lustig und der Lack hat ein paar Kratzer abbekommen, aber fürs Finale sollte es reichen.

Wenn von den oben genannten die Griechen noch auf der Kippe stehen, dann streitet es mit der Schweiz, Lettland, Ungarn und Belgien um die letzten beiden Plätze. Alle haben das Problem, dass sie irgendwie nett sind, aber nicht wirklich herausragen. Lettland ist wie Zypern eines meiner guilty pleasures. Trivialer Pop, aber irgendwie süß. Die Belgierin hat auch einen eher unauffälligen Popsong und sie ist das Küken, also bleibt abzuwarten, ob sie mit dem Stress zurecht kommt. Die Schweizer und die Ungarn verpasse ich irgendwie immer, wenn sie in der Playlist laufen - kein gutes Zeichen. Wenn ich mich mal darauf konzentriere finde ich die Songs OK, aber mehr eigentlich auch nicht. Wenn ich mich festlegen muss, tippe ich auf Griechenland und die Schweiz.

Israel ist irgendwie auch sehr lustig, verliert meiner Ansicht nach aber den Kampf um die Alternativ Hörer gegen Moldau.

Österreich ist ein ziemlich peinlicher Ballermann-After-Ski-Song, der hoffentlich nicht mit einem Finaleinzug belohnt wird.

San Marino mit dem Facebook, äh Verzeihung, Social Network Song ist indiskutabel.

Montenegro: Die ganzen Balkanstaaten kann ich in diesem Jahr nicht unterscheiden. Keines der Lieder hat mich irgendwie angesprochen. Außerdem sind die meisten Anrainer im zweiten Halbfinale stimmberechtigt. Also raus.
KORREKTUR: Montenegro ist defintiv anders als der Rest. Das ist aber nicht als Kompliment zu verstehen. Konnte mich deshalb nicht mehr an den Beitrag EURO-NEURO erinnern, weil er furchtbar schlecht und noch nicht mal witzig ist. Es bleibt also beim Urteil: RAUS!

Albanien. Die habe ich vorhin im großen vielleicht-Block vergessen. Könnte es schaffen. Eine große hochgelobte Ballade. Trotzdem einfach nicht mein Fall. Die Inszenierung ist, wenn ich das richtig mitbekommen habe auch nicht unbedingt gelungen. Wenns nach mir geht, is es raus.

So. Soll ich nochmal zusammenfassen? Habe in den letzten Tagen gelernt, dass man im Schriftverkehr nie verlangen kann, dass das Gegenüber alles aufmerksam liest und dass Unklarheiten immer vorprogrammiert sind.

Deshalb hier nochmal die Kernbotschaft: Zypern, Dänemark, Russland, Irland, Rumänien, Moldau, Finnland, Island, Griechenland und Schweiz mehr oder weniger verdient im Finale am Samstag. Albanien, Belgien, Lettland, Ungarn, Israel, Österreich, Montenegro und San Marino mehr oder weniger verdient raus.

Also morgen, das erste HF um 21:00 ich glaube auf EinsFestival oder im Livestream auf www.eurovision.de.

Guats Nächtle.

1 Kommentar:

Sabine hat gesagt…

Gnihihi...