11 April 2009

Umwege

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Was 10 Jahre in der Fremde doch alles bewirken!

Wie versprochen haben ich meine Sportsachen mit nach Hause genommen, um den Trainingsplan einzuhalten. Dieser sah für heute 60 Minuten langsamen Dauerlauf vor. Also setzte ich mich gegen Abend ins Auto und fuhr zur Donau. Der Plan war, einfach 30 Minuten gerade aus an der Donau entlang laufen und dann wieder zurück. Eigentlich simpel genug, möchte man meinen.

Nun traf es sich allerdings so, dass ich nach 28,5 Minuten an der nächsten Donaubrücke ankam und da begann es in meinem Köpfchen zu rattern: "Ich könnte ja auch auf der anderen Seite zurück joggen. Aber gibt's da eigentlich nen Weg? Müsste eigentlich schon, oder? Ich lauf mal rüber und schau's mir an." Gedacht, getan. Völlig überrascht stellte ich fest, dass ich auf der anderen Seite im Erholungsgebiet Auwaldsee gelandet war und dass es an diesem See einen wunderschönen Weg gibt. "Bestimmt", dachte ich mir, "findet sich am Ende auch wieder ein Weg zurück zum Fluss und dann zurück zum Auto".

Nun, der Weg war schön, er weckte Erinnerungen an eine fast vergessene Geburtstagsparty in der Wasserwachthütte und an Nachmittage am See nach den Bundesjugendspielen. Was er allerdings auch war, war ein Rundweg, denn am Ende des Sees gab es keinen Route zurück zum Fluss, sondern nur einen hübschen Altwassergraben und eine weitere Rechtskurve.

Nun, die Geschichte endet also damit, dass ich statt der geplanten Stunde, 86 Minuten unterwegs war, immerhin immer schön im Herzfrequenz-Zielkorridor und der Google-Maps Entfernungsmesser sagt, dass die Strecke knapp 12 km lang war. Oberschenkel und Waden beklagen sich schon jetzt über die zusätzliche Belastung. Hoffentlich geht das bis morgen wieder weg, sonst kann ich nicht ordentlich Ostereier suchen!

Morgen heißt's um 5h in der Kirche sein und damit die arme, geschändete Muskulatur ein bisschen Regeneration bekommt, sollte ich mich jetzt mal schlafen legen.

Also guats Osternächtle zusammen.

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