23 August 2010

Klappe die Dritte

Dritter Tag für den Fox in Paris und der Tag beginnt mit ... Regen. Naja, nicht wirklich doll, aber eben grau mit etwas Niesel. Also ein Tag, an dem der kulturell interessierte Turist, oder der, der zumindest so wirken möchte, Museen und sonstige Kulturdenkmäler von innen besichtigt. Leider war der regnerische dritte Tag ein Montag und die meisten Museen haben montags geschlossen (außer dem Louvre, aber das hab ich "leider" übersehen).

Was bleibt einem da anderes übrig, als den Tag im Einkaufszentrum totzuschlagen, vor allem, wenn sich quasi vor der Haustüre eines der größten befindet - Les Halles. Ich habe es also geschafft, fast 4 Stunden von Laden zu Laden zu laufen, ohne was zu kaufen, obwohl ich tonnenweise günstige Basics gesehen hätte, die sogar passten und eigentlich toll waren... Wie gesagt, ist ja vor der Haustüre, vermutlich werde ich mich dort noch für die kommende Wintersaison mit Pullis ausstatten...

Jedenfalls, als ich es gerade geschafft habe, das Einkaufsparadies einmal einigermaßen vollständig abzulaufen, hörte es endlich auf zu regnen und die dunkle Wolkendecke zeigte langsam Risse. Also perfektes Timing und die ideale Gelegenheit, um sich ein hübsches Fleckchen zum Füße hoch legen zu suchen und noch die eine oder andere Straße im Zentrum abzulaufen, die ich noch nicht gesehen habe. Denn immer wenn man hier denkt, man hätte jetzt langsam alles gesehen und die Straßen ähneln sich doch alle sehr, immer dann geht man nochmal um eine Ecke und bleibt mit einem überraschten "wow" auf den Lippen wie angewurzelt stehen (um dann natürlich nach dem Fotoapparat zu graben, aber das versteht sich ja von selbst...).







Jetzt sollte ich mal ein wenig aufräumen. Hab mich hier die letzten Tage ziemlich breit gemacht aber ab morgen Abend bin ich hier ja nicht mehr allein.

Puis, Bonne nuits, mes amis.

22 August 2010

et je cours et cours et cours

der heutige Tag stand unter dem Motto: laufen, belohnen, erholen.

Er fing nämlich damit an, dass ich mir bei Achim Achilles ein paar Laufstrecken angeguckt, dann die Laufklamotten übergeworfen und mich auf den langen Trainingskurs begeben habe. Schon ein tolles Gefühl die Champs-Ellysées entlang zu laufen, im Bois de Boulogne den Pariser Joggern zu zu nicken und sich unter dem Eiffelturm im Slalom durch die Touristenmassen zu quetschen. Obwohl ich die vorgeschlagen Strecken ausgiebig studiert hatte, hab ich den richtigen Ausgang aus dem Bois natürlich nicht gefunden. Aber der Eiffelturm ist als Landmarke ja nicht zu verfehlen. Insgesamt war ich knapp 3 Stunden unterwegs, also wahrscheinlich so um die 27-29 km. Neben den bereits erwähnten Highlights bin ich außerdem noch durch den Jardin des Tuileries gelaufen, am Arc de Triomphe vorbei, rund um das Hotel des Invalides und auch noch an der Seine entlang bis Notre Dame gekommen. Einziges Manko: es gibt leider keine Beweisfotos. Hätte so gerne ein Foto von mir gehabt, wie ich vor der Eiffelturm-Kulisse laufe. Aber die Kamera war einfach zu groß zum mitnehmen.

Zur Belohnung gab's danach ein leckeres Pain au chocolat und ein puits d'amour aus der angeblich so traditionsreichen Konditorei Stohrer. Sehr lecker. Und bestellt habe ich auf französisch. Vom Reinkommen, bis zum Verabschieden am Schluss! Kein englisches, spanisches oder sonstiges unpassendes Wort schummelte sich dazwischen. Vielleicht muss ich vorher immer 3 Stunden durch die Gegend rennne, dann klappt's auch mit dem Französisch.

Nach einer kleinen Verschnaufpause bin ich dann aufgebrochen, um das schöne Wetter nochmal zu nutzen und im Jardin du Luxembourg etwas auszuspannen. Unterwegs hab ich mich noch gefreut, dass ich mich heute noch nicht in die ewige Schlange vor Notre Dame anstellen musste. Im Jardin hab ich dann meine geschundenen Füße ins Wasser gehängt, den kleinen Kindern beim spielen mit Ihren Segelbooten zugeguckt und ein wenig im Roman der Stunde gelesen. Sehr schön.





Ein durch und durch erfolgreicher Tag! Trotzdem bin ich jetzt so fertig, dass ich wohl sehr bald ins Bett gehe...

Bonne nuit!

21 August 2010

Ik ben verliefd

und zwar in diese Stadt.

Paris, mon amour. Auch wenn die letzten 3 Stunden Umweg meine Euphorie etwas gebremst haben, war der erste Streifzug absolut erfolgreich. Schön diese Stadt. Wo man auch hin guckt. Schöne Häuser, schöne Menschen, schöne Stimmung, schöne Cafés und Brasserien, schöne Sachen verkaufende Läden, sogar schöne blühende Blümchen und Bäume und noch bewundernswerter, sogar schöne Souvenirstände und schöne U-Bahn Schilder. Einfach eben alles schön hier... Auch das Wetter - über 30°C aber mit einem angenehm lauen Lüftchen.

Impressionen:

>













Bonne nuit.

Bonjour Paris!

Guten Morgen Ihr Lieben.

Es wird Zeit mal wieder einen kleinen Reiseblog zu schreiben!

Denn gestern fiel der Startschuss für die kleine Wohnungstausch-Aktion, die sich neulich ergeben hat. Falls es jemand nicht weiß: Der Bruder meiner Kollegin wohnt in Paris. Weil nun die Kollegin mit der ganzen Familie die Taufe Ihrer kleinen Tochter feiert, kommt er nach München und wohnt in meiner Wohnung. Während ich hier in Paris seine Wohnung nutzen darf. Und selbige befindet sich genau hier:


Größere Kartenansicht

Ist das eine geniale Lage, oder was?

Gestern tauschten wir also unsere Wohnungen. Oder besser, wir tauschten die Wohnungsschlüssel, und zwar am Flughafen in München. Eigentlich hätten wir uns ja bei mir getroffen und richtig Wohnungsübergabe gemacht. Aber G verpasste seinen Flieger und kam dann einige Stunden später an als geplant. Zu spät für ein Treffen in Giesing. Aber immerhin hat das Treffen und die Schlüsselübergabe überhaupt geklappt.

Zum Flug nur eine kleine Ehrenrettung für Air France. Der Flieger war pünktlich und das Gepäck kam mit mir an. Habe von AF schon viel anderes gehört.

Angekommen am Charles de Gaulles musste ich leider feststellen, dass das Französische mir doch viel fremder geworden ist, als ich es gedacht hätte. Aber eigentlich ist das auch nicht überraschend, schließlich bin ich das erste Mal seit 1999 wieder in Frankreich und außerdem habe ich Französisch nach der 11. also 1997 abgewählt. Vielleicht kommt ja wieder ein wenig Gefühl für die Sprache zurück. Der Weg mit der RER zum Chalêt les Halles war jedenfalls idiotensicher und der Ticketautomat bot auf der ersten Seite die richtige Option: To Paris. Genau. Da wollte ich hin. Dachte da wäre ich schon. Aber egal. Die Reise im ÖNV bot sonst nicht viel Spannendes. Am Zielbahnhof stellte ich mich noch darauf ein, jetzt noch blöd in der Gegend rum zu stolpern, um die richtige Hausnummer zu finden aber auch das blieb mir erspart. Treppen rauf, erster Blick auf die andere Strassenseite und voilà! Nicht zu verfehlen. Die auswendig gelernten Türcodes funktionierten, der Mini-Fahrstuhl, in dem ich mit meinem Koffer gerade so Platz hatte (Foto folgt noch) ebenso und oben fand ich auch irgendwie den Weg vom Fahrstuhl durch die verwinkelten Gänge zu Gs Wohnung.

G mag alte Sachen. Das Haus ist ein altes Stadthaus. Mit hölzerner Treppe und hübschem Geländer, und die Wohnung ebenso. Die Wohnung sehr schnuckelig. Dachgeschoss, wie meine. Ein wenig verwinkelt, mit dekorativen Kamin. überhaupt hübsch dekoriert und mit toller Aussicht. Auf der einen Seite vermutlich Sacre Coeur (es ist ne Kirche und sie steht auf nem Hügel. Ich schätze es ist SC) - vor allem gestern Nacht als ich ankam, und die Kirche angestrahlt wurde, Hammer! und auf der anderen Seite wohl die Stadt:



Hier überlasse ich den Experten die Deutung, um welche Türme es sich handeln könnte.



Ich find's geil!

So. Der Kaffee zeigt langsam Wirkung. Ich werde jetzt mal die Dusche ausprobieren und dann eine erste Erkundungstour starten.

A bientôt!

Nachtrag:
a) G mag keine Türen. Zumindest gibt es in der Wohnung nur eine davon und die schließt nicht richtig :-).
b) Finde es toll, dass hier auch um 12h nachts noch ein supermarché geöffnet hat. Allerdings wollte der Mann hinter der Kasse für eine Flasche Wasser (1,5 l), eine Flasche Cola (0,5 l) und einen Becher Eis (Ben & Jerries, 0,43 l) 17 EUR von mir. Dachte erst mein Französche würde für die Zahlen nicht mehr reichen. Als er dann aber auf das Kassendisplay zeigte gab ich ein entsetztes "What?!" von mir und verließ fluchtartig das Geschäft ohne die Waren.

Korrektur zu a):
Es gibt zwei Türen. die andere war nur so weit auf, dass ich weiß vor weiß direkt übersehen habe. Außerdem hat sie innen keinen Türgriff und... ja genau ... sie schließt nicht richtig :-)

19 Juli 2010

Lenas Neues

Zuckersüß. Da wünscht man sich doch irgendwie wieder Teenie zu sein. So kurz vorm Abi....

Erinnert ein wenig an die Stimmung von Nach 5 im Urwald. Ja, solange ist das schon her mit dem Teenie sein.

Anyway, das neue Video von Lena. Irgendwie lustig, da sieht man sie endlich mal wieder ohne das kleine Schwarze und dann entblättert sie sich auch noch Stück für Stück von den Ersatzklamotten...



Guats Nächtle.

13 Juli 2010

Serien Highlights

ich verstehe einfach nicht, warum manche amerikanische Serienhighlights in Deutschland einfach keine Zuschauer finden. Die Liste der Beispiele scheint endlos: Die erste Staffel Weeds war brillant, fand auf Pro7 aber leider keine große Anhängerschaft und wird jetzt dann nach Jahrelanger Pause, wenn ich richtig informiert bin, auf ZDF neo versendet. Dort läuft unter Ausschluss der Öffentlichkeit auch das wunderbare 30 Rock. Auf RTLII lief vor langer Zeit die erste Staffel Californication so schlecht, dass der Sender 2 Jahre damit wartete die nächste Staffel nach zu legen und dabei spielt David Duchovny einen so kaputten Sexoholic, dass das zuschauen richtig Spaß macht.

Zur gleichen Zeit schickte RTLII auch das noch genialer Dexter zum ersten Mal ins Rennen. die Serie lief nur unwesentlich besser, weshalb die zweite Staffel inzwischen irgendwann nach Mitternacht in Tripplefolgen versendet wurde.

Nun gerade habe ich die im Frühjahr aufgenommen letzten Folgen der zweiten Staffel am Stück geguckt und bin schon wieder so fasziniert, dass ich jetzt nahtlos mit der dritten weitermachen werde.

Eines der großartigen Details der Serie ist übrigens der phänomenale Vorspann.

Guckst Du hier:



Guats Nächtle

04 Juni 2010

Themawechsel

Vor lauter ESC kommt man ja echt zu nix mehr. Aber jetzt ist auch erst mal gut. Endlich ein Themenwechsel.

Lange schon habe ich nichts mehr über meine Läuferkarriere berichtet. Das liegt daran, dass selbige irgendwie ins Stocken geraten ist. Nicht, dass ich das Laufen aufgegeben hätte. Oh nein. Aber der Verlauf des Frühjahrs macht es doch einigermaßen schwer so richtig in die Saison rein zu finden.

Nach Urlaub und Erkältung war es ja sowieso schon schwierig genug mich zum Training zu motivieren. Insbesondere die Intervalle fielen echt richtig schwer. Aber vermutlich hätte ich mich inzwischen wieder irgendwie in Form gekämpft, wenn ich nicht jedesmal, wenn ich nicht nach jeder guten Woche vom Wetter wieder zu Zwangspausen gezwungen worden wäre. Ein Beispiel die letzten Wochen. Trotz wackeligem Wetter bin ich letzte Woche fast 60 km gelaufen. Das ist echt richtig viel, normalerweise lande ich so bei um die 40 Wochenkilometer. Es lief auch endlich wieder leichter. Nicht unbedingt schneller, aber eben einfach leichter.

Dabei waren die Bedingungen alles andere als optimal. Letzten Freitag hat mich im Scheitelpunkt der Strecke zum Ostpark und zurück das Gewitter mit Platzregen erwischt. Und als ich schon so richtig klatsch nass war, die Klamotten schwer am Körperchen klebten und die Schuhe bei jedem Schritt ein hörbares "Platsch" von sich gaben hat's auch noch angefangen zu hageln. Ich bin nochmal knapp mit dem Leben davon gekommen, und tatsächlich war es sehr schön danach noch durch die dampfenden Straßen zu laufen und die Reste der Eiskörner in den Gärten zu zählen.

Jedenfalls gibt es so was wie ausgleichende Gerechtigkeit, denn am Sonntag hat Petrus netterweise so lange mit dem Wolkenbruch gewartet, bis ich völlig fertig vom laufen die Tür hinter mir zu gezogen hatte. Neben dem äußerst glücklichen Ausgang war der Lauf auch an sich überraschend angenehm. Nach dem Pegel vom ESC-Feiern am Vorabend, hatte ich das so nicht unbedingt erwartet.

Die letzten 4 Tage war dann an Laufen wieder überhaupt nicht zu denken. Stattdessen gab's bekannterweise 3 Tage Dauerregen. Erst heute Nachmittag riß endlich die Wolkendecke auf und natürlich schnürte ich sofort die Schuhe. Das spannende am heutigen Lauf war dann nicht die aktuelle Wetterlage, sondern die Folgen der vergangenen. Die Isar ist der Wahnsinn. Die Kiesstrände sind komplett verschwunden, Bäume ragen aus dem Wasser, Wege sind überspühlt. Bei der reißenden Strömung konnte ich kaum mein Hörbuch hören. Zum Glück hat Jim Dale mir den Harry Potter schon so oft vorgelesen, dass ich eigentlich eh nur noch die Stichwörter brauche.

Nun gut. So ist also der aktuelle Stand. Die Form steigt langsam an, aber ist noch lange nicht auf Vorjahresniveau. Aber da ja jetzt endlich der Sommer kommt, bin ich fest entschlossen weiter daran zu arbeiten.

Jetzt geh ich erstmal schlafen, denn vom Lauf heute bin ich fix und fertig.

Guats Nächtle