04 Mai 2011

Sachen gibts

Reaktionen: 
Heute in der Kaffeeküche:
"Weißt Du eigentlich dass T. auch zum Song Contest fährt?" - "Nö".
"Der fährt aber schon am Donnerstag hin" - "Wir auch."
"Sein Zug geht so um 9 Uhr irgendwas glaub ich" - "Echt? Meiner auch."
"Wow, vielleicht sitzt Ihr ja im selben Zug! Welchen Sitzplatz habt Ihr denn???"

Es stellte sich heraus, dass wir nicht im gleichen Zug sitzen, dass Kollege T. nicht nur Final sondern auch Halbfinal-Tickets hat, dass er auch nicht ganz hinten sitzt, sondern im Unterrang, wo die Tickets ca. 200 EUR kosten und dass er sich sogar einige nationale Vorentscheidungen anderer Länder im Netz angeschaut hat. Außerdem besitzt er die CD zum Contest und ... er bringt mir die morgen mit! JUHU! Seine Favoriten sind übrigens Aserbaidschan und Frankreich. Keine schlechte Wahl.

Ich muss heute noch ein Paar Liedchen besprechen, bevor ich meine Hitliste festlegen muss. Also, here we go. Heat 13: Österreich, Norwegen und die Slowakei.

Österreich. Immer wenn auf Eurovision Today etwas über Österreich steht, wird dazu ein kleines Bild von einer hübschen jungen Frau mit wallenden braunen Haaren gezeigt. Immer wenn ich das Video ansehe, oder neuere Bilder sehe, sehe ich diesen unmöglichen Bob vor mir, der diese Frau komplett entstellt. Dazu irgendwelche Oma-Pailletten-Kleidchen. Schrecklich! Wie konnte man diese Frau nur so verunstalten. Das Lied ist eine gefällige Ballade. Stark. Etwas altbacken vielleicht. Die Arme muss im zweiten Halbfinale als zweite singen. Ob es bei dem schlechten Startplatz zum Finale reicht, muss sich erst noch zeigen.

Norwegen hingt seiner Zeit ein wenig hinterher. Ziemlich genau ein Jahr um genau zu sein. Letztes Jahr traf der französische Song zur Fußball WM ja durchaus den Nerv der Zeit, aber dieses Jahr hab ich eigentlich schon wieder genug von Afrika-Party-Pop. Dazu kommt, dass die Sängerin eher mit Aussehen als mit Stimme punktet. Das Lied wurde zwar lange hoch gehandelt, aber meine Stimme bekommt es nicht.

Die Slowakei schickt zwei hübsche Zwillinge mit einer RnB-Ballade ins Rennen. Puuuuu. Eher langweilig. Sehr eintöniger Beat, sehr langweilige Strophen. In den Proben sind die Harmonien noch ganz schön schief. Meiner Meinung nach: Endstation Halbfinale.

Damit heißt der Sieger in dieser Gruppe für mich Österreich, die Einäugige unter den Blinden. Im TEKO hat sich allerdings Norwegen durchgesetzt.

Die restlichen 4 Beiträge traten in zweier Grüppchen gegeneinander an. Zunächst in Heat 14 Schweden gegen Belgien.

Die Schweden schicken einen jungen man mit einer sehr sehr catchy Uptempo Nummer nach Düsseldorf. Da wird viel getanzt, Glas zerbricht auf der Bühne (dafür brauchten die eine Sondergenehmigung) und es fällt in den 3 Minuten ungefähr 2 Millionen Mal das Wort "Popular". Das führt dazu, dass man schon während dem ersten hören mitsingen kann, nach dem dritten mal aber schon wieder genug davon hat. Zum Glück hören die meisten Zuschauer das Lied höchstens 2 Mal. Top 10 Kandidat.

Die Belgier sind mit einer Acapella Swing Gruppe vertreten. Ich schätze beide Stile haben schon getrennt von einander keine Chance und zusammen erst Recht nicht. In der offiziellen Video Version klingt das noch ganz erträglich, in den Videos zu den Proben, die zugegebener Maßen noch nicht die beste Tonqualität haben, ist das Liedchen allerdings ganz schön dünn. Wer das Lied beim Contest hören will, muss sich wohl das zweite Halbfinale anschauen, eine zweite Chance wird es kaum geben.

Ergo: Durchmarsch für die Schweden.

Finally, der letzte Heat: Nr. 15: Albanien gegen Malta.

Für Albanien startet eine Sängerin mit lustigen roten Haaren mit einer nicht ganz schlechten Rocknummer. Wenigsten der Refrain ist sehr eingängig und gefällig. Ob das fürs Finale reicht hängt wohl auch an den Anrufen der Exil-Albaner im restlichen Europa. Zumal die Voraussetzungen mit Startnummer 3 im ersten Halbfinale jetzt nicht gerade die besten sind.

Malta versucht da mit einer nichtssagenden Uptempo Nummer dagegen zu halten. Nicht so schlecht als Video, aber im Contest ohne Wiedererkennungswert. Mit der Nummer konkurriert der kleine dünne Sänger außerdem direkt mit Russland und Schweden und in diesem Vergleich zieht der Kleine ganz klar den kürzeren (und der Schwede hätte hier die Nase vorn).

Auch in diesem Vergleich mit Albanien hat der Malteser leider das Nachsehen.

So. Damit wäre ich durch. Alle Lieder wären kurz besprochen. Eventuell widme ich mich morgen nochmal einigen Heats, die ich kurz vor meinem Urlaub nur ganz kurz abgehandelt habe und dann muss ich mich wohl für meine Favoriten festlegen.

Bis dahin: Dusikowski.

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