09 Juli 2009

Eine kleine Angeberei

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sei mir an dieser Stelle gegönnt.

Wie schon vorgestern erwähnt war letzte Woche Besuch aus den Staaten da. Da meine Cousine neben Mann und Kind diesmal auch Schwiegermama und Schwiegerpapa mitgebracht hat, hatten die großen Sightseeing Programm und dieses führte sie auch nach München. Da ich meine Cousine eh so selten sehe und da ich noch soooo viele Urlaubstage habe, habe ich mir Donnerstag frei genommen, um den Stadtführer zu spielen und den Freitag gleich mit, weil ich dann am Abend gleich mit nach Hause fuhr, wo ja am Samstag die detailliert beschriebene Hochzeit stattfand.

Weder meine Cousine noch ihre Familie sind Frühaufsteher. Außerdem waren sie noch noch ziemlich kaputt vom ausladenden Programm der vergangenen Tage: Bodensee, Mainau, Rheinfall, davor Rothenburg ob der Tauber und dazwischen Schloss Neuschwanstein mit all seinen Stufen (ich kann mich da gar nicht mehr daran erinnern, aber es scheinen viele zu sein, denn die Amis jammerten noch am Samstag, dass sie keine Treppen mehr steigen könnten!). Also kamen sie vor dem Mittagessen nicht von zu Hause los und waren erst gegen halb 2 bei mir in München, um mich abzuholen. Beim Sightseeing war dann gerade mal noch Zeit für das aller notwendigste: Rathaus, Viktualienmarkt, Hofbräuhaus und die Express-Stadtrundfahrt.

Alles in allem ein Glücksfall für mich, denn auf den ausführlichen Stadtrundgang war ich auch nicht so scharf und ich hatte den Vormittag gemütlich Zeit für mich. Und jetzt, nach all dem Vorgeplänkel kommt endlich das, was ich schon seit Tagen stolz in die Welt prusten will: An eben jenem Donnerstag Morgen, der so schwül und dampfig war, dass einem das atmen schwer fiel, lief ich sagenhafte 9,6 km in 41 min, also mit einem Schnitt von unter 4:20 min pro km und dabei bin ich bei den letzten 2-3 km auch noch deutlich langsamer geworden. Ich bin so stolz auf mich!

Da ich eh noch im Büro vorbei musste, um einen Münchenführer, den die Kollegin mitgebracht hat abzuholen, habe ich gleich noch bei den Kollegen angegeben, denen die Kinnlade runtergefallen ist und die jetzt alle ganz ehrfürchtig einsehen, dass sie beim Firmenlauf keine Chance gegen mich haben. Selbst der Kollege, der im letzten Jahr so stolz auf seine 28-min-Zeit war, fängt langsam an, um seine Bestzeit zu zittern. Ha! Richtig so!

Guats Nächtle

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