07 Juli 2009

Hochzeitsglocken

Reaktionen: 
...läuteten am Samstag. Zum Glück nicht für mich, sondern für meinen Cousin, der sich traute und freudestrahlend in den Hafen der Ehe einfuhr. Die v.a. weibliche Leserschaft wird Details erfahren wollen und ich gebe mein bestes, um eine kurze Zusammenfassung zu liefern:

Das wichtigste zuerst: Die Braut war wunderschön. Sie hatte ein ...trommelwirbel... weißes Kleid an, sehr schlicht, sehr klassisch, sehr glatt, nur wenige Verzierungen rechts unten am Kleid. Für Beschreibungen des Schnittmusters bin ich allerdings nicht der richtige. Die blonden Locken waren natürlich zurecht gezwirbelt, der Blumenschmuck im Haar bestand aus weißen und roten Blümchen und darüber lag sehr elegant ein feiner Schleier. Das Bouquet bestand aus weißen und dunkel roten Rosen, genau wie der Blumenschmuck in der Kirche. Aber genug davon. Alle anderen waren natürlich auch schick.

Besonders beeindruckend an der ganzen Hochzeit: die musikalische Untermalung. Der Chor in der Kirche war wirklich großartig, die Ave Maria Solisten ebenfalls und die ca. 25-köpfige Big Band bei der anschießenden Feier grandios. Sogar der Bräutigam, der von seinen Freunden zum singen gezwungen wurde, schlug sich mit "the lady is a tramp" äußerst wacker (die Tatsache, dass er den Text, den er vor Jahren mal konnte, inzwischen vergessen hatte, hat er geschickt weggenuschelt).

Was ist noch wichtig an ner Hochzeitsfeier: das Essen. Alles in allem ausnehmend lecker. Sowohl die Häppchen zum Sektempfang als auch das 4-gängige Menü. Das Restaurant, das an diesem Abend den Stadtsaal bewirtschaftete, gehört nicht umsonst zum Besten was Dillingen zu bieten hat. Einziger Kritikpunkt ist die seltsame zeitliche Einteilung. Zwischen den Gängen lief es generell extrem schleppend. Da dann das Programm auch noch zwischen Suppe und Hauptgang die eine oder andere Tanzrunde vorsah, war man mit den 3 Gängen von 6-10 beschäftigt (ich hab nicht so genau auf die Uhr gesehen, aber gefühlt, treffen die 4 Stunden schon zu). Dessert und Kuchenbuffet wurden dann erst nach 11 eröffnet. Mir, und vor allem den fast food verdorbenen amerikanischen Gästen dauerte das eindeutig zu lange. Von der positiven Seite betrachtet, kam man bei dieser Hochzeit ganz um das gewohnte "boah ich bin so voll, ich hab mich überfressen"-Gefühl drumrum, obwohl das ja auch irgendwie dazu gehört.

Alles in allem eine sehr schöne Hochzeit. Schade nur, dass ich von den 170 Leuten kaum jemanden kannte, die anderen sich aber schon ziemlich gut. Dafür konnte ich beim bespaßen der Amis ein paar meiner Englischvokabeln wieder ausgraben und das ist ja auch hin und wieder ganz nützlich.

Genug für heute. Weitere Informationen zu den Geschehnissen während der Sendepause
kommen vielleicht in den nächsten Tagen.

Guats Nächtle

1 Kommentar:

Mary Malloy hat gesagt…

Sehr schön, kann man sich richtig bildlich vorstellen: Du inmitten zahlreicher, vor Hunger mit dem Besteck trommelnder Amis! Hihihi...