03 November 2012

Day 1-3: Dehli, Mandawa, Bikaner - oder auch keine Zeit zum Ankommen

Reaktionen: 
schon der dritte Tag der Rundreise und erst heute komme ich endlich ins Netz. Ich habe ein bisschen ein schlechtes Gewissen deswegen, aber es ist nicht meine Schuld. Tatsaechlich ist es schwerer hier ein Internetcafe zu finden als irgendwo in Laos. Das haette ich so jetzt nicht erwartet.

Teil des Problems ist allerdings auch der straffe Zeitplan. Es haette gestern durchaus eine Moeglichkeit gegeben, doch Sightseeing und Abendessen waren wichtiger und als um 9 endlich Zeit fuer Internet gewesen waere, waren im Mandawa bereits saemtliche Buergersteige (das ist jetzt eher bildlich gesprochen, denn die gibt es natuerlich nicht wirklich) hochgeklappt. Nun gut. Das Hotel heute hat einen Computer im Buero des Managers.

Jetzt erstmal kurz durchatmen. Tatsaechlich fuehle ich mich immernoch relativ gestresst. Das hat natuerlich schon was damit zu tun, wie die Reise begonnen hat - am Dienstag noch bis 19h gearbeitet, bis 2h Koffer gepackt und sauber gemacht (der Vermieter kommt vorbei, um den Durchlauferhitzer auszutauschen, sonst waere das nicht so wichtig gewesen), um 9h zur S-Bahn gehechtet, die dann natuerlich 20 Min Verspaetung hatte... Ich will also sagen, schon der Start war eher suboptimal.

In Dehli habe ich dann um 5h morgens ohne Probleme meine Reisegruppe getroffen. Es ging erstmal ins Hotel, Zimmer beziehen, fruehstuecken, kurz ausruhen. Nach den 1,5h Stunden Schlaf war ich so zerstoert wie selten zuvor. Aber es ging erstmal mit unserem Guide Vivek auf Sightseeingtour, denn fuer eigene Initiative waren wir alle zu kaputt und das Hotel lag leider auch am A der Welt. Straff durchgetaktet von einem Spot zum naechsten. Auf der Fahrt zurueck habe ich im Bus gepennt, und zurueck im Hotel hab sofort weiter geschlafen.

Am naechsten Tag morgens die lange Fahrt nach Mandawa. Ankommen. Frisch machen, Sightseeing starten. Eine sehr schoene, alte Stadt. Endlich konnte man ein wenig durch die Strassen schlendern, die Havelis bestaunen und dem allgemeinen Treiben zusehen. So langsam, ganz langsam kam ein wenig Urlaubsstimmung auf und eben ein wenig von dem Gefuehl, das man hat, wenn man mit einer voellig anderen Kultur konfrontiert wird. Richtig sacken konnte es aber noch nicht.

Heute hiess es schon wieder weiterziehen. Diesmal nach Bikaner. Lange Busfahrt. Ankommen. Frisch machen. Sightseeing starten - immerhin konnte ich die anderen davon ueberzeugen, das ganze ohne Vivek zu machen und einfach zu viert ein Taxi zu teilen. Also Fort besichtigen, dann Taxi auftreiben, Tempel gucken. Zurueck zur Stadt hetzen noch ein wenig treiben erleben und Abendessen. Es klingt ein wenig stressiger als es tatsaechlich war, aber viel Zeit zum ueberlegen bleibt tatsaechlich nicht. Dafuer waren die Einzelnen Tagesordnungspunkte heute aber wirklich speziell. OK, das Fort, war eben ein Fort bzw. ein Palast. Sehr schoen, aber eben nur Stein. Aber der Tempel war ein Erlebnis. Der Tempel ist bekannt dafuer, dass er die Reinkarnationen einer Gottheit beheimatet - Ratten. Ueberall! Wie schon gesagt. Ein Erlebnis. Unser eins ekelt sich schon dabei barfuss durch den Tempel zu laufen. Die Inder, die dort zu Hauf hinpilgern, kuessen auch noch den Boden vor den Statuen. Eben. Speziell.

Zurueck in der Stadt machten wir uns auf den Weg in die Altstadt. Wir sind gar nicht ganz reingekommen. Schon der Weg war unglaublich. So viele Menschen. So viel Trubel. Wunderbar. Endlich, nach drei Tagen, beginne ich ein Gefuehl fuer Indien zu entwickeln. Und im Moment ist es noch durch und durch positiv. Chaos und Kontraste, unvoreingenommene Freundlichkeit und - noch - absout faire Haedler. Menschen, Motorraeder, Fahrraeer, Rikschas, Autos, Kuehe, Kamele, Busse, LKWs, alles gleichzeitig auf engsten Strassen auf undurchsichtig vielen Fahrspuren und es funktioniert. Gut, Iris wurde schon von der Kuh umgeworfen, aber sonst ist noch alles gut gegangen.

Morgen gehts schon wieder weiter, nach Jaisalmer. Uebermorgen zur Kamelsafari, danach nach Jodpur und dann sind wir tatsaechlich fast immer mehr als eine Nacht in einem Hotel. Darauf freue ich mich!

So. Bee, keine Zeit zum Korrektur lesen und die Rechtschreibpruefung unterringelt jedes Wort. Ich lasse das alles jetzt mal so stehen.

Namaste



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