10 Dezember 2013

Tag 4: was für ein Tag

Reaktionen: 
Jawohl. Es geht doch. Alles wieder gut zwischen dem Senegal und mir. Saint Louis hat die Erwartungen mehr als erfüllt.
Wobei so gesehen, eigentlich auch wieder nicht. Die überall gepriesene koloniale Schönheit ist nämlich ganz schön heruntergekommen. Aber das ist eigentlich auch ganz egal. Das Hotel ist wunderschön hergerichtet, der Frühstückskaffee war lecker und die Verkäufer sind hier weit weniger aufdringlich als in Dakar und verstehen meistens auch ein "non merci". Allerdings fällt mir das nein sagen hier schwerer, weil ich schon ein paar interessante Objekte für die Souvenirecke erspäht habe.


Straßen von Saint Louis

Straßen von Saint Louis

Nach einem entspannten Spaziergang über die Insel trafen wir einen sehr interessanten Mann, ich glaube er hieß Mokhbar, oder so ähnlich. Zunächst freute er sich einfach nur, dass wir seine Stadt mochten. Als wir ihn das zweite Mal trafen fing er an zu erzählen: von der Insel, den Fischern, den Booten usw. Er selbst ist auch Fischer und erzählte das ganze herrlich enthusiastisch und herzlich in ganz klarem Französisch, dass sogar ich meistens verstand. Dann bot er uns an, uns das Fischerdorf zu zeigen und er führte uns durch Straßen, in die wir uns alleine sicher nicht getraut hätten. Nicht weil es gefährlich gewesen wäre, sondern weil wir das Gefühl gehabt hätten, den Leuten quasi durch den Vorgarten zu latschen. Und wir sahen unglaublich viele spielende Kinder auf der Strasse und amden Strand vom Fischerdorf, der leider auch recht verdreckt war. Wir sahen wie die Pirogen entladen werden, wie die Fische getrocknet und konserviert werden, wie sie verladen werden, wir sahen Leute beim Reparieren der Netze, beim Nähen von Kleidern, beim Bearbeiten von Metallzeugs. Wir sahen so viel tolles, interessantes und leider auch sehr bedrückendes, das wir am Ende dieser Führung Mokhbar gerne Geld in die Hand gedrückt haben.

Mokhbar auf seinem Boot

Die Models haben sogar gratis posiert 
Die Mantas sind für den Export

Damit diese ganzen Eindrücke jetzt etwas Zeit zum setzen haben, werden wir morgen Vögel gucken fahren.
Bonne nuit.

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