12 Dezember 2013

Tag 6: lazy beach day

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So langsam gewöhnt man sich an das gemächliche Nichtstun. Heute füllten wir einen weiteren Tag in Saint Louis mit einem Besuch des "bei westlichen Urlaubern sehr beliebten" Strands 4 km südlich der Stadt.
Vor Ort sahen wir ungefähr 10 Menschen. Einer lief am Strand auf und ab, einer machte Sport, 3 wollten uns in ihr Restaurant locken. Ein neuer Freund verstrickte uns in eine lange Unterhaltung, um uns am Ende Souvenirs anzubieten. Blöd, dass er sie zu nah am Wasser ausbreitete, denn eine besonders starke Welle spülte die Holzfiguren ein Stück mit sich und nach dem aufsammeln färbte das angebliche Ebenholz doch verdächtig ab. Ein weiterer neuer Freund setzte sich erst ungefragt zu uns unter unsere Akazie und erwies sich später als so ungeheuer penetrant, dass wir die einzige gemütliche Strandbar fast ignoriert hätten, nur weil er sie uns empfehlen wollte. Als wir dort dann unsere Cola tranken, wollte er immer noch nicht das Weite suchen, sondern trommelte uns mit seinem  Kumpel noch ein paar guineische Weisen. Dann gabs im Dorf noch ein paar Verkäufer, aber was es definitiv nicht gab, waren andere westliche Urlauber. Naja, bei uns war der Strand eigentlich recht beliebt, weil er nicht nur lang und breit war, sondern auch noch relative sauber.

der menschenleere Strand

unsere schattensprendenden Akazien

unsere reizenden Musiker (der im T-Shirt ist der anhängliche Freund)


Nachdem wir hinzu noch ein offizielles Taxi genommen haben, gingen wir auf dem Rückweg zunächst notgedrungen ein Stück zu Fuß, um uns dann von einem Taxi clandestin aufgabeln zu lassen. Eine Klapperkiste, die bei jeder Bodenwelle auseinander zu brechen drohte, aber mit mp3 Player mit Fernbedienung ausgestattet, besetzt mit 7 Gästen (2 Frauen und 2 Kinder allein auf dem Beifahrersitz), und neben der Personenbeförderung übernahm der telefonierende Fahrer gerne auch noch Auslieferungsaufträge. Aber dafür wars sehr billig.
Auf dem Fußweg konnten wir auch noch einmal einen Blick auf das Dorfleben werfen. Der war noch ein wenig ernüchternder als der erste, da die Faszination des neuen ein wenig der realistischen Wahrnehmung gewichen ist.
Nichts desto trotz, wieder ein schöner entspannter Tag.
Bonne nuit und legi legi

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